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Geschichte Lustenauer Hütte (Geschichte Lustenauer Hütte)

Geschichte Lustenauer Hütte

Lebenslauf einer fast 90-jährigen "Lustenauerin"

Meine Geburtsstunde schlug Ende Oktober 1927. Schreinermeister Josef Ernst hatte vorher mein Gerippe hinter seinem Haus in der Lustenauer Roseggerstraße zusammengezimmert. Als alles passte, wieder zerlegt und in abenteuerlicher Weise per Fuhrwerk nach Kehlegg geschafft. Von dort aus wurden meine Einzelteile Stück für Stück zum Bauplatz am Klauberg geschafft. Das war eine mühselige Angelegenheit. Billig musste gebaut werden, da das Geld knapp war. Für meine Wände wurden teilweise Kistenbretter verwendet, die Isolation bestand aus reichlich vorhandenem Moos. Ich brauche nicht zu betonen, dass meine Erbauer großteils um "Gottes Lohn" arbeiteten. Mein Zweck war es, in erster Linie Schifahrern Unterkunft zu bieten. Zuerst auf Strohlagern, später mit mehr Komfort auf Matratzenlagern.

Nach gut zehn Jahren begann die unselige Kriegszeit, der Deutsche und Österreichische Alpenverein ging über in den Deutschen Alpenverein. Während der Kriegswirren stand der Betrieb still, zumindest was den Alpenverein anbelangte. Die Besatzungsmächte quartierten Marokkaner bei mir ein, was mir ganz und gar nicht gut bekam. Wie überall war es eine Zeit großer Not. Als nach langer Zeit der Alpenverein sein Besitzrecht wieder zugestanden bekam, war ich in erbärmlichen Zustand. Die folgende Erneuerung griff zäh und bescheiden.

Fortsetzung ....

 
 
 

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