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Existenzgrundlage des Alpenvereins (150 Jahre Alpenverein Vorarlberg)

Ehrenamt

Existenzgrundlage des Alpenvereins

Der Alpenverein wird von Ehrenamtlichen geführt und getragen – und bietet für diese wiederum ein breites Aufgabenfeld.

Schon seit seinen Anfangszeiten engagieren sich Ehrenamtliche beim Alpenverein. Ohne Ehrenamtliche gäbe es keinen Alpenverein. Der Alpenverein ist neben einigen hauptamtlichen Mitarbeitern eine auf allen Ebenen ehrenamtlich geführte und getragene Organisation. Ehrenamtlich Tätige gibt es in allen Funktionsbereichen und auf allen Hierarchieebenen. So werden Menschen, die sich freiwillig engagieren wollen, sowohl für Führungsaufgaben eingesetzt, aber auch zur Aufrechterhaltung der Leistungen für die Mitglieder, wie Tourenangebote, naturkundliche Führungen und beim Angebot an Hütten. Zusätzlich gibt es für ehrenamtliche Mitarbeiter Aufgaben in der Verwaltung. Im Einzelnen sehen die Aufgabengebiete folgendermaßen aus:

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Vorstandsmitglieder

Gemäß der Satzung einer Sektion bzw. eines Landesverbandes besteht die Führung aus ehrenamtlich tätigen Gremien, nämlich aus zwei oder wahlweise drei Vorsitzenden, einem Finanzreferenten, einem Schriftführer, einem Alpinreferenten, einem Naturschutzreferenten, einem Jugendteamleiter und einem Hüttenreferenten. Alle Vorstandsmitglieder werden für eine bestimmte Funktionsperiode, in der Regel zwischen drei und vier Jahren, von der Hauptversammlung gewählt.

Das Alpinteam

Der Alpenverein als Bergsportverein wäre ohne Alpinteam nicht denkbar. Mitarbeiter im Alpinteam sind Tourenführer mit unterschiedlichen Ausbildungen, wie Bergführer, Instruktoren, Übungsleitern und Klettertrainern. Alle Kernsportarten des Alpenvereins – Bergwandern, Hochtouren, Mountainbiken, Klettern und Ski(hoch)touren – werden von diesem Team für Mitglieder in den Sektionen angeboten.

Das Jugendteam

Das Jugendteam bildet die zweitgrößte Gruppe von Ehrenamtlichen, die für das Programm für die Mitglieder verantwortlich ist. Der Alpenverein definiert sich als jungend- und familienfreundlicher Verein. Somit liegt es dem Jugendteam am Herzen, spezielle Angebote für diese Zielgruppe zu erstellen. Diese Angebote umfassen angepasste Programme aus den Kernsportarten sowie spezielle Angebote für Familien.

Teams für Hütten und Wege

Die Alpine Infrastruktur – Hütten und Wege – stellt eine der tragenden Säulen im Alpenverein und Tourismus dar. Außerdem ist sie die Basis für naturnahe Erholungs- und Betätigungsmöglichkeiten der Bevölkerung. Die Aufgaben der ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter erstrecken sich hierbei von der Erhaltung und Sanierung der Hütten über die Instandhaltung der Wege bis zur Markierung und Beschilderung der Wanderwege und alpinen Steige.

Das Naturschutzteam

Neben dem Erhalt der Ursprünglichkeit der Bergwelt ist der Alpenverein zugleich auch als eine der größten eingetragenen Naturschutzorganisationen Österreichs aktiv. Im Naturschutzteam kann sich jedes Mitglied nach Interesse, Fähigkeiten und Möglichkeiten einbringen.

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Weitere Funktionärsgruppen

Teams in der Öffentlichkeits- und Kulturarbeit helfen, Informationen über den Alpenverein und dessen Leistungen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Diese Arbeitsbereiche umfassen beispielsweise die eines Pressereferenten oder eines Internet-Beauftragten. Zudem sind Mitarbeiterbetreuung und Verwaltung sowie das Finanzwesen weitere Aufgabenbereiche.

Umweltbaustellen und Bergwaldprojekte

Der Alpenverein bietet mit den Bergwaldprojekten und Umweltbaustellen Freiwilligen eine Woche lang Gelegenheit, in enger Zusammenarbeit mit Waldbesitzern, Bauern und diversen Fachleuten verschiedenste Maßnahmen durchzuführen. Diese umfassen Aufgaben wie Wege befestigen, Bäume pflanzen, Erosionsstellen begrünen. Das Ziel hierbei ist, die Vitalität und Stabilität des Bergwalds zu erhalten.

Motivation für ehrenamtliches Engagement

Aus einer vor kurzem durchgeführten Umfrage ging hervor, dass der Hauptgrund für ein ehrenamtliches Engagement beim Alpenverein darin besteht, dass vor allem eine Identifikation mit den Werten des Alpenvereins gegeben ist. Der Alpenverein als Non-Profit-Organisation genießt national und international ein hohes Ansehen.

Aber auch der Teamgedanke und der Dienst an der Gemeinschaft spielen eine wesentliche Rolle. Die Ehrenamtlichen im Alpenverein verbindet ihre Begeisterung für den Bergsport und die alpine Natur. In einem Team von Gleichgesinnten mitzuarbeiten und gemeinsam etwas zu bewegen, fördert die Verbindung, motiviert zusätzlich und trägt zur Sinnstiftung bei. Allerdings unterliegt auch die ehrenamtliche Arbeit im Alpenverein einem gesellschaftlichen Wandel. So wollen sich immer mehr Mitglieder eher auf die Mitarbeit im Rahmen eines Projekts als auf eine länger dauernde Funktionsperiode fokussieren, Wobei ehrenamtliche Tätigkeiten in den Kernbereichen Hütten und Wege, Bergsport, Jugend- und Naturschutz nach wie vor beliebt sind.

Ausbildungen für Ehrenamtliche

Die Alpenverein-Akademie hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle ehrenamtlichen Mitglieder für ihren speziellen Aufgabenbereich zu qualifizieren und weiterzubilden. Ein großes Angebot attraktiver Ausbildungen steht zur Verfügung und wird von den Ehrenamtlichen als bedeutsamer Nutzen ihrer Arbeit gesehen. Wer sich ehrenamtlich engagiert, profitiert auch beruflich und privat von seiner Tätigkeit. So werden etwa Einblicke in neue Themengebiete gewonnen, interessante Kontakte hergestellt oder die Möglichkeit geboten, eigenes Vorwissen einzubringen und weiterzuentwickeln.

Im Vordergrund der ehrenamtlichen Arbeit steht ganz eindeutig nicht der monetäre Nutzen, sondern immaterielle Werte wie Spaß an der Arbeit, soziale Aspekte, sinnhafte Tätigkeit und der Erwerb von wertvollen Kompetenzen. Aber auch im Annehmen von Rollen und Aufgaben, die jene des eigenen Alltags ergänzen und eine gesellschaftliche Anerkennung ermöglichen, liegt ein bedeutender Mehrwert.

Jetzt weiterlesen - "Die Alpine Kernaufgaben"    

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