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Skitourentage in der Fanesgruppe / Lavarella Hütte (Alpingruppe - Skitourentage in der Fanesgruppe)

Alpenverein Vorarlberg

Skitourentage in der Fanesgruppe / Lavarella Hütte

Aufstieg zur Antoniusspitze
Aufstieg zur Antoniusspitze

Skitourentage Lavarella Hütte – im Naturpark – Fanes – Sennes – Prags

Sa 8. bis Di 11. Feb. 2020

 

1.     Tag: Anreise, Hüttenaufstieg und kleine Skitour - Ziel Antoniusspitze 2.656m

So hat uns Alpinreferent Hubert beim Infoabend am Mittwoch davor in die Tourentage eingeführt. Bei insgesamt 23 TN, waren bereits 4 Gruppen, Hubert, Walter, Gerle, Max, eingeteilt und die 11 Frauen ausgewogen aufgeteilt.

Also ging es am Samstagmorgen mit 3 Sportbussen und einem Begleitfahrzeug um 7:00 Uhr los ins Südtirol. Über Innsbruck, Brenner, Mautstelle Brixen ins Pustertal, Richtung Bruneck. Bei Lorenzen Abzweig und über Zwischenwasser nach St. Virgil und weiter zu unserem Ausgangspunkt Berggasthof Pederü auf 1542m. Die 4 Stunden vergingen wie im Flug. Entsprechend war auch das Bordservice mit Nussgipfel und Faschingskrapfen, selbstverständlich mit Kaffee.

Nach einer Stärkung im Gasthof war Abmarsch mit voller Tourenausrüstung zu unserem Quartier der Lavaraella Hütte, 2050m. Bei geschriebenen 508 Hm in gut 1:45 Std zeigte sich dieses Schutzgebiet bei herrlichem Wetter. Der Naturpark ist bereits seit 1980 ausgewiesen und mir ist es bereits zum 2. Mal nach 1988 vergönnt hier mit dem AV-Rankweil auf Skitour zu gehen.

War es damals ein Schlittenhundegespann, das uns überholt hat, so bleibt mir diesmal ein Biker in Erinnerung der einfach rechts vorgefahren ist. Der Weg zur Hütte hat es in sich, es kommen immer wieder Skifahrer entgegen, auch ist es eine beliebte Rodelstrecke. Und dann die Flachstellen, gar nicht gut für Fußsohlen, Ferse und Haluxproblemstellen.

Beim Infoabend hat Hubert mitgeteilt, dass es auf der Hütte, die höchstgelegene Microbrauerei Europas geben soll. Wie war das noch? Nach Ankunft auf der Hütte kleine Skitour. Das heißt also sofort Craft tanken um parat zu sein. Im Angebot Helles, Dunkles, Weizen, Pale Ale. Egal, ich fange mal hinten an.

Kaum habe ich das Fruchtige mit einer feinen Hofenbittere herausgeschmeckt gings schon los. Das Lawinenverschütteten-suchgerät war ja noch an, also keine Verschnaufpause beim Start. Blos nichts anmerken lassen.

Alle vier Gruppen wählten denselben Weg Richtung Norden auf eine weite Mulde. Hier hab ich mir gedacht: Ist eh gleich fertig. Weit gefehlt! Es ging weiter durch das Antonius Hochtal, zwischen Neuner und Antoniusspitze. Zuerst nur leicht ansteigend, dann aber ziemlich steil in zünftigen Spitzkehren bis auf das Antoniusjoch, 2.466m, in ca. 1:30 Std.

Eine Schrumpfgruppe von Genussgehern hat sich mit diesem Ziel zufriedengegeben und ist zur Hütte ganz ordentlich abgefahren. Der Hauptteil der TN ließ es sich nicht nehmen die Antoniusspitze mit 2.656m noch in ca. ½ Std mitzunehmen.

Wer es bei der Abfahrt besser erwischt hat, wir wissen es nicht. Es möge jeder die strahlenden Gesichter selbst deuten.

Der Ordnung halber ist noch zu bemerken, dass die Gruppe Max, nicht von allen bemerkt, bereits vor der weiten Mulde links abgebogen und auf die Schildkrot, Col Toronn 2.459m, gestiegen ist. Selbstverständlich sind sie bei bestem Pulver abgefahren.

Danke, danke, danke! Kurt

Am Gipfel des Lavarella
Am Gipfel des Lavarella

2. Tag, Sonntag 9. Februar 2020 - Skitour auf den Piz de Lavarella 3.055m

Gruppe B: Tourenleiter Gerhard, mit Dagmar, Margit  und Thomas

Der zweite Tag, in diesem herrlichen Dolomitengebiet, in der Fanesgruppe, soll uns auf den 3.055m hohen, Piz de Lavarella führen. Wir starten, bei herrlichem Winterwetter um 8:20 Uhr von der Lavarellahütte (2042m). Nur Sieglinde fehlt uns, sie will nicht gleich die Königstour in diesem Gebiert angehen und versucht sich auf einer etwas leichteren Tour, heute noch zu schonen 😉.

Es geht zuerst schön flach los, nach 5 Minuten vorbei an der Faneshütte und dann in ca. 30 Minuten über einen Rodel- und Winterwanderweg, hinauf zum Limojoch, 2174m. Von hier wollen wir nicht wie es sonst üblich ist, die ca. 100 hm abfahren zur Großfanesalm (Ütia de Gran Fanes, 2097 m) sondern queren gleich die steilen und harten Hänge, mit Harscheisen hinüber, bevor es dann rechts in das lange Tal auch wieder vielfach in Querungen an den steilen Südhängen hinauf geht. Dies ist dann doch ziemlich anstrengend, da sehr einseitig und rutschig in der teilweise etwas glasigen Spur.

Weiter oben kommen dann verschieden steile schöne Mulden, durch die wir immer weiter schön hochziehen können. Unter den Südostwänden des Piz Parom und des Piz de Lavarela, geht es dann in die Scharte auf 2885 m hinauf. Von dieser steigen wir dann, gleich rechts weg, und soweit es geht noch mit Ski hinauf, da die Rinne aber immer schmaler, steiler und der Schnee immer härter wird, machen wir dann im oberen Drittel unser Skidepot und steigen unter den Felsen über steiles Gelände hinauf in eine kleine Ebene. Geradeaus geht es dann weiter Richtung Gipfelkreuz und wieder steil in eine kleine Scharte. Von hier geht es jetzt rechts über einen kurzen Grat zum Gipfelkreuz.

Eine herrliche Rundumsicht belohnt uns und wir genießen bei einer gemütlichen Pause nach ca. 5h Aufstieg den Gipfel. Vorsichtig steigen wir dann wieder auf dem gleichen Weg, zu unserem Skidepot ab, bevor wir die Abfahrt in vollen Zügen genießen. In den Mulden liegt ein feiner Pulverschnee, an den Sonnenhängen ist es hart. Unten an der Großfanesalm angelangt, heißt es nochmals Auffellen und in ca. 30min, wieder zum Limojoch aufsteigen, bevor die letzte kurze Abfahrt zur Hütte hinunter genossen werden kann. Begossen wird die Tour dann gleich unten bei der Faneshütte, bevor wir dann am Abend, das auf der wunderbaren Lavarellahütte, vom Hüttenwirt selbstgebraute Bier in seinen 4 Spezialsorten zu einem feinen Abendessen genießen.

Bericht Thomas Wechselberger

Skitour zum Bivacco del Pace al Monte Castello
Skitour zum Bivacco del Pace al Monte Castello

2. Tag, Sonntag 9. Februar 2020 - Skitour zum Castelletto Munt

Gruppe A: Tourenleiter Max, mit Johanna, Ruth, Teresa, Sieglinde und Omar

Gruppe C: Tourenleiter Walter, mit Elisabeth, Ursula, Ulrike, Wolfgang, Herbert und Mario


Am Sonntag starten die Tourengruppen "Walter" und "Max" gut gelaunt bei schönem Wetter zu ihrem Ziel "Castelletto Munt Ciastel" auf 2760 m.

Für uns sind es ca. 850 Hm, da wir die beschauliche Tour von der Lavarellahütte aus beginnen dürfen. Nach ca. zehn Minuten passieren wir die Faneshütte und gelangen auf einem Winterwanderweg zum Limjoch auf 2174 m. Nach einer kurzen Abfahrt zur Groß-Fanes-Alm (Ütia de Gran Fanes) fellen wir in leicht hügeligem Gelände unter den Ostwänden des Piz Campestrin durch Lärchen- und Zirbenwäldchen dem Bivaco della Pace entgegen.

Von weitem können wir die Turmgestalt des Monte Ciastel erblicken. Steil geht es den letzten Hang bis zum Skidepot des Biv. della Pace auf 2760 m. Ein grandioser Blick zu den Tofanen und ins Val Travenanzes lohnen den ca. dreistündigen Aufstieg.

Die Abfahrt erfolgt wie der Aufstieg und die wunderschönen Hänge lassen uns von wunderschönen Pulverabfahrten (diesmal) nur träumen.

I dolomiti sono bellissimi!

Sieglinde


Gruppe D: mit Tourenleiter Hubert an diesem Tag zum Heiligkreuzkofel

17 Bilder

...unterwegs zum Heiligkreuzkofel...
...unterwegs zum Heiligkreuzkofel...

3. Tag, Montag 10. Februar 2020 - Skitour zum Heiligkreuzkofel 2.907m

Gruppe A: Tourenleiter Max, mit Johanna, Ruth, Teresa, Sieglinde und Omar

Gruppe C: Tourenleiter Walter, mit Elisabeth, Ursula, Ulrike, Wolfgang, Herbert und Mario

Nach zwei wunderschönen Tagen hatten wir auch heute noch Glück mit dem Wetter. Obwohl die Prognosen nicht so rosig waren, machten sich die Gruppe «Bahlsen» und die Gruppe «Walter» auf den Weg zum Heiligkreuzkofel.

Wir wählten den Weg Nr. 12 und erlebten eine Bachsafari der besonderen Art. Wir querten den Bachgraben etliche Male und zogen unsere Spuren durch die idyllischen Wälder bis zur weiten Ebene nördlich des Paromsee (2.400m). Über Kuppen und Mulden im Auf und Ab ging es dann lange, lange Richtung Kreuzkofelscharte. Der Wind frischte auf und begleitete uns bis zum Gipfel. Im Gegensatz zum Kogel bezeichnet ein Kofel „schroffe, felsige Bergspitzen“.

So war es dann auch die letzten Höhenmeter bis zum Gipfel. Der stürmische Wind sorgte dafür, dass wir uns sofort nach dem Gipfelfoto zum Abstieg entschlossen.

Unsere Abfahrt wurde immer wieder von kurzen Windböen begleitet, wobei zwei von unserer Gruppe einmal sogar vom Wind umgeworfen wurden. Unser Tourenleiter hatte aber noch nicht genug und machte noch einen weiteren Gipfel mit einem Teilnehmer. Der Rest der Gruppe folgte den weiten Hochflächen zurück zur Lavarella Hütte. Die Skitour beeindruckt weniger als skitechnisch lohnende Tour, das Dolomitenpanorama ist aber phänomenal.

Bericht: Omar

nachfolgende Bilder vom Sonntag und Montag gemischt

Skitour auf den Zehner
Skitour auf den Zehner

3. Tag, Montag 10. Februar 2020 - Skitour Zehnerspitze 3.026m

Gruppe B: Tourenleiter Gerhard, mit Dagmar, Margit, Sieglinde  und Thomas

Gruppe D: Tourenleiter Hubert mit Klaudia, Rita, Josef und Kurt


Unsere Tourenführer Hubert K. und Gerhard H. wählten die Zehnerspitze bzw deren Schidepot für uns als Ziel (Piza dales Diesc / Zehnerspitze/ Cima Dieci - in dieser Region werden 3 Sprachen gesprochen - Ladinisch, Deutsch und Italienisch). 

Wir starteten um 8.30 Uhr bei der Hütte. Das Wetter hatte sich im Vergleich zu den vorangehenden Tagen (SA/ SO) verschlechtert.

Es war stark bewölkt und je höher wir kamen, desto heftigere Windböen kamen auf.

Anfangs führte die Route über einen breiten Südhang bis zu einer flachen Mulde. Hier zogen wir nach links über flacheres Gebiet weiter. Sehr früh hatten wir die Zehnerspitze mit ihrem langen, schmalen und sehr markanten Felsband im Blick.

Das letzte Drittel der Tour war ein langer, steiler, breiter Südosthang, der bis zum bereits erwähnten Felsband reichte. Dort war auch das Schidepot, das wir nach 3 1/4 Stdn Aufstieg erreichten.

Drei der Teilnehmer entschieden sich für eine Gipfelbesteigung, die über einen gesicherten Klettersteig möglich war (gesamt ca. 1/2 Std.)

Die Anderen machten sich rasch für die Abfahrt bereit, da der stürmische Wind eine gemütliche Rast nicht zuließ.

Die Schneeverhältnisse waren hart und ruppig, jedoch hinderte es uns nicht daran trotzdem glücklich zu sein!

Lieber Hubert, lieber Gerhard: DANKE, es war - wie die vorangehenden Tage - WUNDERSCHÖN!

Margit

Skitour auf die Forcl Ciamin
Skitour auf die Forcl Ciamin

4. Tag, Dienstag 11. Februar 2020 - Skitour Forc. Ciamin

Gruppe C: Tourenleiter Walter, mit Elisabeth, Ursula, Ulrike, Wolfgang, Herbert und Mario

Wir fuhren auf der Rodelbahn bis auf 1820 m ab. Dort schnallten wir die Felle an und stiegen in großen Schleifen, später mit Spitzkehren die Mulde zur Forc. Ciamin (2395 m) hinauf. 20 Hm unter dem Joch wurde der Wind umwerfend stark. Da kehrten wir um und fuhren auf dem meist harten Schnee zur Rodelbahn zurück. Auf dieser ging’s dann zum Einkehrschwung in die Rif. Pederü.

Teilnehmer: Ulli, Uschi, Elisabeth, Wolfgang, Herbert, Mario und Walter

Erlebnisreiche, eindrucksvolle Tourentage mit gewaltigen Bergkulissen waren zu Ende.

Walter

11 Bilder

 
 
 

4. Tag, Dienstag 11. Februar 2020 - Skitour Pareispitze 2.794m

Gruppe D: Tourenleiter Hubert mit Klaudia, Rita, Margit, Sieglinde, Josef und Thomas

Am vierten und letzten Tag unserer Tourentage auf der Lavarella Hütte entschlossen wir uns für die Besteigung der 2.794m hohen  Pareispitze. Wir starteten bei  etwas turbulenten Windverhältnissen in Richtung Fanes Hütte. Unser Weg führte uns an der Hütte vorbei nach Süden über einen vereisten Fahrweg zum Limojoch. Der Wind machte uns mit seinen Böen und Graupeln im steilen Gelände das Leben zeitweise schwer.

Ab dem Limojoch gingen wir mit Harscheisen, denn die Spur war in den folgenden sehr steilen Hängen oft betonhart und sehr schmal. Hubert versuchte eine Spurführung zu finden, die das Gehen möglichst angenehm machte, aber trotzdem waren wir dankbar, dass unsere Bindungen verlässlich hielten und niemand ausrutschte.

Die Besteigung dieses Berges ist sehr abwechslungsreich, neben steilen Hängen gibt es ein breites Hochtal, einen Vorgipfel, ein Gipfeljoch…alles begleitet von einer traumhaften Sicht auf, in und über die Dolomiten.

Am Gipfel blieben wir nur kurz, denn der Wind drohte unser Material mitzunehmen.

Die Abfahrt war zeitweise eine Herausforderung, denn die wunderbaren Hänge waren auf Grund des harten, alten Schnees pickelhart.

Die Pareispitze ist ein empfehlenswertes Ziel und gehört zu den Bergen, die in diesem Gebiet unbedingt bestiegen werden sollten.

Klaudia

Gruppe A mit Tourenleiter Max an diesem Tag unterwegs zur Antoniusspitze

kurz unter dem Gipfel der Pareispitze
kurz unter dem Gipfel der Pareispitze
 
 
 

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