Bezirk Bludenz

Alpenverein Vorarlberg
Mitglied werden
zur Anmeldung
Bild /vorarlberg-bezirk-bludenz_wAssets/img/galleries/alben/galerien/piz_pal_/dsc_0462.jpg
Am Vadret Pers

Die Überschreitung Piz Palü

 

Zehn Leute und vier Autos trafen sich am Freitag um 5.20 Uhr morgens in Feldkirch. Zehn Leute und zwei Autos fuhren weiter mit einem Ziel vor Augen, dem Piz Palü (3901 m).

 

Freitag, 10.9.2010: Auf der Anreise nach Pontresina funktionierte Wolfi Bartl seinen Schlosserbus kurzerhand zur Jausenstation um und überraschte uns mit einem leckeren Frühstück. Ein toller Start für ein tolles Wochenende!

 

Bei der Bergbahn angekommen, legten wir in Null-Komma-Nix etwa 900 Höhenmeter zurück. Auf der Bergstation Diavolezza bot sich uns ein Panorama der Sonderklasse: Piz Palü, Bellavista, Crast Agüzza, Piz Bernina und einige mehr. Nach dem Hotel-Check-in legten wir weitere Höhenmeter zurück dieses Mal mit Händen und Füßen. Über 300 Höhenmeter, 475 Eisentritte, 600 m Drahtseil und einer luftigen Seilbrücke ging es senkrecht über einen Klettersteig zum Piz Trobat. Diese kleine Genusstour zum Warmwerden bot uns unglaubliche Ausblicke auf das, was uns am nächsten Tag erwarten würde auf viel Eis und Fels. Nach den Kraxeleien folgte ausgiebige Chillerei mit Bergpanorama auf der Sonnenterasse -> Herz, was begehrst du mehr?!

 

Samstag, 11.9.2010: 2.30 Uhr Tagwache. 3.30 Uhr Abmarsch bei sternenklarem Himmel. Mit Stirnlampen bewaffnet führte uns Wolfi im Dunkeln an Gletscherspalten vorbei Richtung Piz Palü. Die Überscheitung über den Fortezza Grat war ein Erlebnis für sich. Da Wolfi den ganzen Grat mit Fixseilen absicherte, kostete die Gratwanderung bei neun Leuten jedoch viel Zeit und kalte Finger. Über einen weiteren felsigen Grat gelangten wir in zwei Seilschaften zum Westgipfel. Auch das dauerte länger als erwartet, sodass wir den Hauptgipfel erst um 16 Uhr erreichten. Zu dieser fortgeschrittenen Stunde hatten wir den Gipfel wenigstens ganz für uns allein! Mit etwas Zeitdruck im Genick zogen wir schnell den Rückzug an über einen luftigen Grat aus Schnee, der weder einen Schritt zuviel nach links noch rechts gestattet hätte. Über Schneefelder, zwischen Gletscherspalten vorbei, ging es zurück zur Diavolezza. Nach 16 Stunden zum Sonnenuntergang waren wir wieder dort, wo wir vor Sonnenaufgang gestartet waren. Ein perfekter Tag, den man gerne viel öfters erleben würde.

 

Sonntag, 12.9.2010: Genussvoller und kalorienreicher Abstecher im Cafe Puntschella in Pontresina. Linktipp: www.magellanworld.net/stge/pontresina_puntschella.htm

 

Vielen Dank Wolfi Bartl, der uns ein congeniales Wochenende bereitete. Dank ihm waren wir ständig auf der sicheren Seite unterwegs und verloren nie Energie noch Kraft (Danke für die kraftspendenen Schokoriegel, die du immer im Sack hattest!). Wolfi war das Herz unserer Truppe und sorgte dafür, dass die Gruppendynamik und Motivation unglaublich toll waren.

 

Andrea Fercher

 
 
 

Anfragen zum Internetauftritt und zur Wartung