Bezirk Bludenz

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Tischdekoration auf der Domhütte

Hochtour Dom (4.545m)

Ganz unerwartet erreicht mich am Freitag Wolfis Anruf: Heascht zufällig Zit nöchscht Wucha, mir gond uf da Dom? Tatsächlich habe ich ab kommender Woche Urlaub. Glück gehabt. Es finden sich noch ein paar Glückliche, die unter der Woche frei bekommen. Allerdings nicht unbegrenzt, weshalb wir nur zwei Tage unterwegs sein werden.

Dienstag geht es los. Fahrt ins Wallis, Aufstieg auf die Domhütte. Der Zustieg zur Hütte ist sehr abwechslungsreich. Zu Beginn führt uns der Weg durch Lärchenwälder hoch. Kurz führt er weiter über offene Wiesen, die mit Blumen aller Farben und Sorten nur so gespickt sind. Von hier aus erblicken wir das erste mal die Domhütte. Nur wie kommen wir da hoch?! Ein Felsriegel versperrt den Weg. Wunderschön angelegt zieht sich der Weg über Felsen und Steinstufen, teilweise mit Drahtseilen gesichert durch den Felsriegel hoch. Auch hier findet sich noch die wunderbare Blumenpracht. Den Nachmittag geniessen wir hinter der Hütte in der Sonne.

Da die Hütte unter der Woche nicht sonderlich überfüllt ist, haben wir sogar ein wenig Platz zum Schlafen. Nur über das Öffnen der Fenster während der Nacht gibt es noch ein paar Diskussionen vor der Bettruhe. Um 3 Uhr ist es dann mit der Hüttenruhe auch schon wieder vorbei. Ein schnelles Frühstück und schon geht es mit den Stirnlampen bewaffnet los in Richtung Gletscher. Am heutigen Tag gibt es eigentlich nur eine Richtung: steil bergauf. Kaum eine ebene Passage gibt uns Zeit zum Verschnaufen. Anseilen am Gletscher bis zur Felsbarriere, die uns aufs Festijoch führt. Ab hier laufen wir im Hellen weiter. Die Firnflanken nach dem Festijoch weisen ausgezeichnete Verhältnisse auf. Mit Steigeisen und Pickel bewaffnet überwinden wir einen Aufschwung nach dem anderen. Der Gipfel zeigt sich während des gesamten Aufstiegs nicht. Und plötzlich nach einem weiteren Aufschwung stehen wir direkt vor dem Gipfelkreuz. Überraschend. Die anderen Seilschaften beneiden Wolfi, der von seinen 4 Mädels Gipfelglückwünsche entgegennimmt. Nach ein paar Gipfelfotos treten wir den Rückzug an. Wir müssen ja schliesslich noch bis ins Tal hinunter.

Bei der Domhütte legen wir eine längere Rast ein. Der Weg hinunter ins Tal zieht sich und strapaziert unsere Muskeln und Gelenke. Vor uns steht noch die lange Rückreise mit dem Auto.

Vielen Dank an Wolfi für die Führung und seine Tätigkeit als Chauffeur nach einem langen und anstrengenden Tag.

 

 
 
 

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