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Schitourentage im Villgratental

Dienstag, 8 März bis Freitag, 11. März 2016

Außervillgraten / Osttirol
Tourenführer: Hans Baumgartinger + 19 Teilnehmer

Bei winterlichen Straßenverhältnissen und Schneefall starten wir am Dienstag, den 8. März um 6,30 Uhr zu den Schitourentagen im Villgratental. Nach kurzer Einkehr in der Raststätte Eisentratten, erreichten wir über Spittal und Lienz unseren Stützpunkt, das Gasthaus Perfler in Außervillgraten.

Nach dem Bezug der Zimmer brachen wir zur ersten Tour auf, die uns aus Sicherheitsgründen auf das Thurntaler Schigebiet führte. Links und rechts der Schipiste, vorbei an tiefverschneiten Bauernhöfen erreichten wir nach etwa zweistündigem Aufstieg durch den tiefen, flaumigen Neuschnee unser Ziel, eine kleine Almhütte etwa 150 Höhenmeter unterhalb des 2.408 m hohen Gipfels Thurntaler. Nach einer kurzen Rast genossen wir die Abfahrt im Tiefschnee und teilweise auch auf der Piste. Bei einem ausgezeichneten Essen wurden am Abend die Erlebnisse des ersten Tages ausführlich besprochen.

Nachdem sich die erhebliche Lawinenwarnstufe nicht verändert hatte, planten wir am Mittwoch bei bedecktem Himmel eine Tour von Innervillgraten durch das Oberhofertal auf das Marchkinkele (2.545 m). Besonders ab der Oberhofalm nahm die Höhe des Neuschnees ständig zu und erreichte bald einen Meter. Über eine vorhandene, gut angelegte Aufstiegsspur, waren wir daher doppelt froh. Vorbei an der Galleralm und unter Berücksichtigung der Lawinensituation, erreichten wir nach etwa dreistündigem Aufstieg über schön gestuftes Gelände, eine kleine Hütte neben dem Gannerkofel auf ca. 2.400 m Höhe. Da ab dieser Höhe der Geländeverlauf auf Grund des dort beginnenden Nebels nicht mehr erkennbar war, verzichteten wir aus Gründen der Sicherheit auf den Gipfel und die fehlenden 150 Höhenmeter. Nach einer Rast begannen wir mit der Abfahrt in dem etwas ungewohnten, grundlosen Neuschnee, die trotzdem von allen problemlos gemeistert wurde. Vor der Rückfahrt nach Außervillgraten, kehrten wir noch in ein Gasthaus ein, wo wir uns stärkten und das Erlebte ausführlich besprachen.

Der Donnerstag bescherte uns  bereits am Morgen wolkenloses Wetter. Beste Bedingungen für die Tour auf die Kreuzspitze. Dazu fuhren wir in den Talschluß nach Kalkstein uns begannen um 8,45 Uhr mit dem Aufstieg durch das sonnige Roßtal. Dabei galt es besonders auf die vielen, mit viel Schnee gefüllten Gräben und Rinnen zu achten die entlang des Berghanges queren waren. Vorbei an den Hütten der Lipper Alm wurde auf etwa 2.000 m die Kreuzspitze sichtbar. Über Mulden und Rücken und Berücksichtigung der Schneebrett- und Wechtenbruchgefahr, erreichten wir steiler ansteigend nach 3 Stunden den Gipfel der Kreuzspitze mit 2.624 m. Dort bot sich uns ein besonderes Panorama, das von den Dolomitengruppen im Süden bis zu den Hohen Tauern im Norden reichte. Auch der Blick auf Innervillgraten und auf die extrem auf steilen Hängen klebenden Bergbauernhöfe war sehr beeindruckend. Nach einer ausgiebigen Rast begannen wir mit der genussvollen Abfahrt im Pulverschnee durch das wunderbare Schigelände. Bei der Lipperalm genossen wir noch die warme Märzsonne, bevor wir das letzte Stück nach Kalkstein hinunter fuhren. Dort besichtigten wir noch die Kirche und das Grab des Wilderers Pius Walder. Natürlich löschten wir dann auch noch unsern Durst im daneben befindlichen Gasthaus. Mit einem neuerlich exzellenten Abendessen und dem Dank an unsere beiden Wirtinnen, klang der Tag wieder recht unterhaltsam aus.

 Den letzten Tag, den Freitag nutzten wir bei sonnigem Wetter noch zu einer Tour auf das Gaishöndl. Von Kalkstein ging es zuerst flach durch das Alfental, bis wir  nach der Ruschletalm beim Talschluss einen Steilhang zu bezwingen hatten. Nach diesem wurde das Gelände wieder flacher. Nach dem wieder steiler werdenden Gipfelhang, erreichten wir nach etwa dreistündigem Aufstieg das Gipfelkreuz auf 2.615 m. Dabei erforderte die noch herrschende Lawinengefahr in den steileren Bereichen nach wie vor eine überlegte Routenwahl. Ein schöner Blick zu den Dolomiten und ins Pustertal nach Toblach belohnte uns für den Aufstieg. Nach der ausgiebigen Gipfelrast begannen wir mit der Abfahrt im Pulverschnee durch das schöne, mäßig steile Gelände. Den letzten Steilhang befuhren wir mit der gebotenen Vorsicht und trafen bald darauf wieder beim Parkplatz in Kalkstein ein. Anschließend kehrten wir zum Gasthaus Perfler zurück, verluden unser Gepäck und stärkten uns noch mit einem Imbiss. Dann bedankten wir uns bei den beiden Wirtinnen für die ausgezeichnete Verpflegung und Betreuung und begannen mit der Heimfahrt. Damit waren wieder vier schöne, erlebnisreiche und harmonische Schitourentage, die zum Glück ohne Verletzungen oder schwere Stürze verliefen, leider wieder vorbei.

 
 
 

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