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Fotos Strategische Lawinenkunde "stop or go" und "Notfall Lawine"

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Strategische Lawinenkunde "stop or go" und "Notfall Lawine"

Freitag, 24. Jänner und Samstag, 25. Jänner 2014

GH Erlinger in Fornach und Arthurhaus am Hochkeil (1.782 m)
Übungsleiter: Toni Stranzinger und Christian Hofinger + 15 Teilnehmer

15 Interessierte fanden sich am Freitag Abend im GH Erlinger in Fornach zum Theorieteil der Strategischen Lawinenkunde „Stop or go“ und „Notfall Lawine“ ein. Dabei wurden die völlig neu überarbeiteten Module der Booklets anschaulich von unseren Übungsleitern für Skitouren präsentiert.

Tags darauf fuhren wir mit 9 Teilnehmern zum Arthurhaus (1.502 m) um den Umgang mit der Notfallausrüstung zu üben. Mit einer satten Lawinenwarnstufe 3 und eingeschränkten Sichtverhältnissen herrschten ideale Bedingungen für unser Vorhaben, um auf Gefahrenstellen und –zeichen eingehen zu können. Nach einer kurzen Tourenplanung und Studium des aktuellen Lawinenlageberichtes im Arthurhaus wagten wir uns schließlich ins Gelände am Weg zum Hochkeil (1.782 m). Gut ein halber Meter Neuschnee erleichterte die LVS-Übung in Hinsicht dem Vergraben, dafür war die Spurarbeit bei der Suche umso anstrengender. Erstmals hatten wir auch eine komplexere Gruppenübung mit Mehrfachverschüttung eingebaut, dessen „stressige“ Herausforderung innerhalb von 10 Minuten sehr gut gemeistert wurde. Im weiteren Anstieg zum Gipfel zeigten wir die ideale Spitzkehre im Steilgelände sowie das Messen von Hangneigungen mittels Skistöcken. Zur Krönung durften wir bei der Abfahrt in den jungfräulichen Hängen bei perfekten Pulver unsere Spuren im Schnee hinterlassen.

Wann hast du das letzte Mal deine Notfallausrüstung zusammengebaut und damit geübt?

Wir Übungsleiter möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Theorieeinheiten und diverse Fachliteratur die Praxis mit diversen LVS-Übungen und Einschätzungen sowie Beurteilung von Gefahren im Gelände niemals ersetzen können. Theorie ist eindeutig zu wenig, regelmäßiger (mind. jährl. vor Saisonbeginn) Umgang mit der eigenen LVS-Ausrüstung kann Leben retten, hat jede(r) (sowohl für Verein als auch privat) ein Anrecht auf eine effiziente Kameradenrettung! Die Verantwortung dafür trägt hier jeder Teilnehmer für den Anderen! Hauptaugenmerk gilt der Praxis, reichen lediglich Kenntnisse über das Pieps-Einschalten zur LVS-Kontrolle kaum aus!

Damit man sich aber erst gar nicht in ein lawinengefährdetes Gelände begibt und die Gefahren vor Ort erkennt, dazu dient unser kompakter Praxisteil. Idealer Weise würden die umfangreichen Inhalte der Praxis sogar ein ganzes Wochenende ausfüllen, weshalb wir gerade für Tourengeher mit geringem Zeitbudget in einem einzigen Praxistag die notwendigen Mindestanforderungen in Kompaktform beibringen möchten.

Bericht von Christian Hofinger

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