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Georgien 4 K Wander-/Kulturreise

13.07.2017

Reiseleitung: Wolfgang Gabriel

15. - 29.06.2017

Georgien, eine Kultur- und Wanderreise

Nach Jahrzehnten Stückler´scher Reisen schienen die Ziele ausgereizt. Aber halt! Da gibt es noch Georgien. Ein Land mit eindrucksvollen Landschaften, reich an Kultur und vorzüglicher Küche. Nicht zu vergessen, die Weine. Zählt Georgien doch zu den ältesten Weinregionen weltweit - 500 der 2000 Sorten stammen von dort. Also nichts wie hin.

Wolfgang Gabriel mit seinem Team - Peter Aichholzer und Ewald Stauder für die Reiseplanung, sowie Walter Lackner als Schatzmeister - haben ein abwechslungsreiches Programm gestaltet. Bei der Buchung waren wir beim Verkehrsbüro-Ruefa in besten Händen. Pünktlich am 15. Juni starteten die 24 Teilnehmer vom Flughafen Wien in die georgische Hauptstadt Tbilisi. Dort wurden wir bereits vom Chef der örtlichen Agentur Jomardi Mamuka Burduli empfangen. Bereits in die Vorbereitung eingebunden ließ er es sich nicht nehmen uns auf der Reise zu begleiten. Hat er doch vor Jahren eine Outdoorausbildung im Kärntner Lesachtal genossen. So konnten unterwegs notwendige Änderungen sofort umgesetzt werden. Außerdem wurden wir abwechselnd von 2 Reiseführern - Levan und Nino - betreut.

Zuerst fuhren wir in die kaukasische Bergregion Svanetien. Durch tief eingeschnittene Täler gewinnen wir über eine kurvenreiche ausgesetzte Straße an Höhe. Plötzlich steht er vor uns, der Ushba "das Matterhorn des Kaukasus". Übersetzt bedeutet der Name "schrecklicher Berg". Aufgrund seines steilen Profils und instabiler Wetterbedingungen wird der Ushba von vielen Kletterern als der schwierigste Anstieg im Kaukasus betrachtet. Wir begnügen uns mit einem weniger schrecklichen Weg und wandern durchs Becho Valley zu den Ushba Wasserfällen. Wie auch bei den folgenden Wanderungen begleitet von einem Blütenmeer.

Zum echten Abenteuer wird der Ausflug nach Ushguli auf 2200 m, dem höchsten ständig bewohnten Ort Europas. Wegen regnerischem Wetter verzichten wir auf die vorgesehene Wanderung, können uns aber in den Dörfern mit alten Wehrtürmen, seit 1996 Teil des UNESCO-Welterbes, umsehen. Am folgenden Tag sind wir glücklich als wir dank der Allradautos, in die wir vom Bus umgestiegen sind, die teils von Bächen überflutete und durch Erdrutsche eingeengte Straße hinter uns lassen und wohlbehalten in der Regionshauptstadt Mestia eintreffen.

Ab geht´s in den Süden, vom Großen in den Kleinen Kaukasus. Eine mehrstündige Wanderung vorbei an einer alten Burganlage bringt uns zum Kloster Vardzia, wo es eine Führung durch die Höhlen- und Klosterstadt gibt.

Über die Kaukasische Heerstraße, die einer Route folgt, welche von Soldaten und Händlern über Jahrtausende benutzt wurde, fahren wir nordwärts bis Stepanzminda an der russisch-georgischen Grenze. Dabei passieren wir Gudauri, ein Schigebiet an dessen Erschließung österreichische Firmen maßgeblich beteiligt waren und den Kreuzpaß mit 2379 m als höchstem Punkt. Nach einchecken im Quartier, übrigens die Unterkünfte waren durchwegs von guter Qualität, stiegen wir steil bergauf zur Gergetier Dreifaltigkeitskirche, gesäumt von einer großen Zahl von Pilgern, die mit Allradbussen hinauf gekarrt wurden. Wahrlich ein heiliger Ort!

Noch von Wolken verschleiert der Kasbek mit 5047 m dritthöchster Berg Georgiens. Doch am nächsten Tag in aller Früh wird der Eisgipfel von der aufgehenden Sonne beleuchtet - toll!

Wieder heißt es auf Allradautos umzusteigen um ins Sno Valley zu kommen. Durch eine Alm- und Bergidylle führte die Wanderung zum Fuße des Chaukhi-Gebirges.

Die letzte Wanderung ist wieder mit einer Besichtigung verbunden. Ganz im Süden in einer Halbwüste an der Grenze zu Aserbaidschan liegt das Kloster David Gareja. Eine ausgedehnte Runde führte über die Hügel der Udabno Berge mit Resten alter Mönchszellen in Felshöhlen.

Auch die Geschichte und Kultur des Landes wurde ausgiebig beleuchtet und an Hand der besuchten Stätten, Kirchen und Klöster anschaulich dargestellt. Georgien ist ein christlich geprägtes Land, schon 337 wurde das Christentum zur Staatsreligion Iberiens erklärt. Seit dem Frühmittelalter ist die Orthodoxie ein Symbol der Nation. 84 Prozent der Bevölkerung gehören der autokephalen Georgisch orthodoxen Apostelkirche an.

Ein Tag war für die Besichtigung der Hauptstadt Tbilisi reserviert.

Mit einem feucht-fröhlichen Abschied im Weinkeller der Familie Burduli mit traditionellen georgischen Tisch und Volksgesang klingt die Reise aus

Den Besuch Georgiens in all seinen Facetten können wir aufrichtig empfehlen. Solltet ihr da Einheimische mit AV Schildkappe oder Buff treffen. Die hat Wolfgang, dem wir für die Organisation der Reise herzlich danken, an unsere Betreuer verteilt.

Bericht: Alois Aichholzer
Foto:   2017 © Alois Aichholzer

35 Bilder

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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