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Montasch - Leiterweg

24.06.2017

Alpinteam - Klettersteig

Führung: Maj-Britt Macher

24.06.2017

Klettersteigtour mittel
Ausgangspunkt: Sella Nevea, Parkplatz Pecol-Alm (1500m)
Ziel: Montaschgipfel (2754m)
Auf- und Abstieg über Forca dei Disteis und Leiterweg (Skala "Pipan")

"Dreht's euch mal um, das da oben ist... war unser Gipfel!" Nebel in unterschiedlicher Dicke und Höhe begleitete unseren Start und Aufstieg von der Pecol-Alm zur Forca dei Disteis und sorgte für einige stimmungsvolle An- und Ausblicke. Nach der schweren Entscheidung am Vortag - Tour auf Samstag verschieben und einige Teilnehmer vertrösten, oder bei Sonntag bleiben und einen Abbruch riskieren - waren wir jetzt erst mal vorsichtig optimistisch.

Vorteil einer Junitour: Alles blüht! Abwechselnd in die Gegend und auf die eigenen Füße schauend, je nach Puste auch plaudernd, verlief der Anstieg über die Alm und hinauf zur Scharte (2200m) recht kurzweilig. Dort adjustierten wir uns klettersteigmäßig und begannen den eigentlichen Zustieg im Fels. Der "Leiterweg" ist ja einer der typisch Julischen Klettersteige, die zum überwiegenden Teil NICHT aus Klettersteig bestehen. Nach einigem Felsgekrabbel, kurzem Schneekontakt und mühsamem Schottergewühle erreichten wir dann aber doch den Einstieg zur legendären Eisenleiter. Über diese machten wir einfach und rasch Höhe und gelangten wenig später auf den Grat, wo wir die ersten "richtigen" Tiefblicke in die Saisera wagen konnten. Nun folgte noch eine "Gratwanderung" mit einigen Kraxelstellen über die letzten Längen- und Höhenmeter zum Gipfel. Pause und ausgiebiger Rundumblick! Zwar keine besondere Fernsicht, mehr Dies, aber dafür viiiel Sonnenschein, während sich am gegenüberliegenden Kanin bereits die Wolken stauten.

Der Abstieg erfolgte über den nun schon bekannten Aufstiegsweg, wobei alle Beteiligten auch die Geröll- und Kraxelstellen souverän meisterten. Während der ganzen Tour wurden wir immer wieder neugierig bis entsetzt beäugt von - hauptsächlich jüngeren - Steinböcken. Das Entsetzen dürfte aber eher unserer im direkten Vergleich trotz allem unbeholfenen Fortbewegungsweise geschuldet sein... Jedes Steinbockbaby schafft das mit Links und ohne Hände...

Kurz vor der Scharte nahmen die meisten von uns die Abkürzung durch eine "Abfahrt" über die herrliche Schuttriese. Hier war im Vergleich zum Aufstieg ein interessantes "die Letzten werden die ersten sein"-Phänomen zu beobachten. Jeder hat halt seine Stärken woanders :-) Nach dem obligatorischen Schuhe-Ausleeren steuerten wir dann im möglichst direkten Sinkflug die Malga Montasio an, zwecks Durstlöschung (Birra Grande = 0.75l), Auffüllung der Energiereserven (Frico und Kuchen), sowie Käseeinkauf.

Abgerundet wurde der perfekte Tourentag mit einem Besuch beim/im Lago del Predil, der erfreulicherweise eine ungewöhnlich "badbare" Temperatur hatte. Anschließend rollten wir angenehm abgekühlt heim nach Villach, Füße hochlegen und die Tour Revue passieren lassen...

Bericht: Maj-Britt Macher
Fotos: 2017 © Maj-Britt Macher, Alois Goller

 
 
 

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