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Reißkofel -Gailtaler Alpen (2.371m)

10.09.2016

Alpinteam - Bergtour schwer

Führung: Werner Pfeifer

10.09.2016

Reißkofel - der König der Gailtaler Alpen"

Von unten her haben wir ihn schon oft betrachtet. Respektvoll und mit dem geheimen Wunsch, einmal auf dem Gipfel zu stehen. So geschehen am 10.9.2016 um exakt 11:37 Uhr.

Aufstieg: Unsere Bergtour begann bei einer Weggabelung (1500m) kurz vor der Wurzenalm. Zunächst folgen wir dem Schotterweg Richtung Westen, an der Wurzenalm vorbei, ehe uns ein Wegweiser (1531m) links des Weges in einen Steig leitet. Über diesen markierten Steig gelangten wir, schnell an Höhe gewinnend, in die eindrucksvolle freie Südflanke des Reißkofels. Da wir zu den geübten und schwindelfreien Berggehern mit alpiner Erfahrung zählen, entschieden wir uns beim Alplspitz (1950m), ein Platz mit einer prachtvollen Aussicht,  für die linke, etwas schwierigere direkte Aufstiegsvariante.

Ab nun wurde es deutlich anspruchsvoller!  Über den gut markierten Steig steigen wir in mehreren Serpentinen hoch bis unter die ersten Felswände. Dabei sind einige Querungen mit Stahlseilen gesichert, so auch der kurze Durchstieg durch eine kleine Schlucht. Nach der Schlucht wird es wieder etwas einfacher und bald ist der Gipfelgrat (2325m) erreicht. Hier haben wir erstmals einen gewaltigen Rundumblick in alle Richtungen, inklusive dem eindrucksvollen und nahezu senkrechten Tiefblick nach Norden in das Drautal. Nun folgt der Marsch über den meist recht ausgesetzten Gipfelgrat Richtung Hauptgipfel. Dieser Grat ist durchwegs breit genug, allerdings muss hier jeder Schritt bedacht und konzentriert gewählt werden, da Stolpern bzw. Ausrutschen verboten ist. Am Gipfel (2371m) angekommen, waren wir von der grandiosen Rundumsicht überwältigt. Da er alle Gipfel rundherum überragt, ist der Reißkofel ein gewaltiger Aussichtsberg und lässt den Blick, um nur einige Gebirgsgruppen zu nennen, von den Lienzer Dolomiten, den Karnischen Alpen, der Ankogelgruppe, der Kreuzeckgruppe bis hin zu der Glocknergruppe schweifen. Allerdings kommt man nicht ganz einfach in den Genuss dieser prachtvollen Aussicht. Denn neben alpiner Erfahrung sind Schwindelfreiheit und Trittsicherheit unbedingt erforderlich! Viele Passagen verzeihen Ausrutschen oder Stolpern nicht und spätestens ab dem Alplspitz will jeder Schritt bedacht und konzentriert gesetzt sein

Abstieg: Vom Gipfel Reißkofel (2371m) zunächst denselben Weg über den Grat zurück. An der Stelle, an der wir im Zuge des Aufstieges auf den Grat gestoßen sind, setzen wir die Gratüberschreitung in Richtung Osten fort. Bald leiten uns die Markierungen zu einem kleinen Sattel mit einem kurzen Felskamm. Vorsichtig queren wir diesen, die Mutigen direkt über die sehr ausgesetzte Stelle, einige westseitig unterhalb. Nun ging es ostseitig recht steil über eine schotterbedeckte Felspartie in Richtung Köfeletörl. Trittsicherheit und Aufmerksamkeit waren hier die Kriterien, um nicht auszurutschen. Das Köfeletörl (2129m) erreicht, wollten wir unbedingt dem nahe gelegenen Kleinen Reißkofel (2158m) einen Besuch abstatten! Über ein paar stahlseilversicherte Passagen ist dieser Gipfel mit Gipfelkreuz rasch erreicht, von wo wir nochmals eine wunderbare Aussicht genießenkonnten. Im Anschluss stiegen wir über den bekannten Weg zurück zum Köfeletörl (2129m) ab und folgten dem Steig entlang der steilen Wiesenhänge zurück zum Alplspitz (1950m).

Von hier erfolgte der weitere Abstieg über den bekannten Aufstiegsweg zurück zum Ausgangsort (1500m). Eine kurze Einkehr bei einer bewirtschafteten Hütte auf der Jochalm war dann Pflicht und ein Genuss.

Text: Werner Pfeifer
Fotos:  ©2016 Werner Pfeifer

 
 
 

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