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Wander- und Kulturreise Peloponnes

23.04.2016 - 06.05.2016

Allgemeine Führungstouren

Planung: Alois Stückler
Organisation:  Wolfgang Gabriel

23.4.-6.5.2016

Peloponnes – Wandern auf antikem Boden

Diese Reise in die Welt der griechischen Götter und Helden war von Alois wie immer bestens geplant und überlegt. Trotzdem war diese Reise anders und letzlich doch wieder gleich – Alois der Mastermind und Willy der Driver waren nicht mehr dabei, dafür 21 Hobby Reiseleiter, Edwin der Bergstraßen Azubi, Simion der griechische Reiseführer und jch als Koordinator mit Blick für das Wesentliche.

Die Überfahrt mit der Fähre von Ancona nach Patras war sehr entspannend und die erste Übung in griechischer Gelassenheit. Der erste Tag zeigte bereits die ganze Vielfalt, wie blühender Ginster am Weg zum Akrokorinth, den Apollotempel von Korinth, die phänomenale Akustik des Amphitheaters von Epidaurus, wie daß der Reisebus nur dann voll ist, wenn auch die Nummer 22 drinnen sitzt, oder die fliegenden Kappen im stürmischen Abstieg von der Burg von Nauplia.

Schneechaos in Villach und wir sitzen im Ausflugsboot zur autofreien Insel Hydra bei blauem Himmel und außergewöhnlich klarer Sicht auf die Küstenberge. Der erste Schwimmkontakt mit dem Meer ist prickelnd wie Neuschnee.

Je näher wir Sparta kommen, umso deutlicher hebt sich der Profitis Elias mit 2407m, der höchste Berg des Peloponnes, unser nächstes Ziel ab. Was haben wir zuhause diskutiert über das Übernachten auf der Hütte, die Schneelage, zu schwierig für die Gruppe etc. Dabei war alles so einfach, perfektes Wanderwetter, Abmarsch vom Parkplatz, in 1,5 Stunden zur Hütte, dort trennten sich die 16 Gipfelgeher von den Wanderern. Valte legte ein langsames aber stetiges Tempo vor, jede Stunde eine kurze Trinkpause, die wenigen Schneefelder waren für uns kein Problem nur Simion zögerte angesichts des gewaltigen „Gletschers“. Die letzten Schritte zur Gipfelglocke und alle haben die 1400hm Anstieg geschafft. „Wanderer kommst du nach Sparta berichte dort du hast diese alten Leute mit ihren Stöcken am Gipfel gesehen und diese mussten nicht von Simion hinaufgetragen werden“ – wie die Rezeptionistin skeptisch annahm.

Früh am orthodoxen Ostersonntag bruzzeln die Osterlämmer am Spieß. Wir machen eine Wanderung auf alten Kulturpfaden über Exochori nach Kardamili bevor wir gemeinsam mit den griechischen Osterurlaubern das Osterfest bei Speis,Trank und Tanz feiern. Die Freundlichkeit, Fröhlichkeit, Gelassenheit und Improvisationskunst der Griechen beeindrucken.

Ob die Fahrt mit dem Stocherkahn durch die Tropfsteinhöhle Dirou, das spezielle Essen in den Tavernen am Berg und Meer, die orthodoxen Kirchen von Mistras, die frisch vom Baum gepflückten Orangen, der knackige Hintern von Hermes im Museum von Olympia, die Fahrt mit der Zahnradbahn durch die Vouraikos Schlucht mit dem 10km Marsch entlang der Schienen - jeder hatte sein persönlich einzigartiges Peloponnes Erlebnis. Tiefgründig wurde das umrahmt vom profunden Kommentar von Simion über das Leben heute und vor 3000 Jahren und der Erkenntnis, daß viele Dinge die die Kultur und Identität Europas ausmachen hier ihre Wurzeln haben.

Eine Ironie der Götterwelt, daß nun gerade in Griechenlad so viele Menschen auf ihrer Flucht auf den Eintritt nach Europa warten, während diese abendländische Kultur vermeintlich mit Zäunen geschützt werden muss.

Text und Fotos:  2016 © Wolfgang Gabiel
 

17 Bilder

 
 
 
 
 
 
 

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