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Eisklettertage Gasteinertal, 03. - 05.02.2017 (Eisklettertage Gasteinertal, 03. - 05.02.2017)

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Eisklettertage Gasteinertal, 03. - 05.02.2017

Eisklettertage 3.-5.2.2017 im Gasteinertal

Das Wetter im Tullnerfeld, aus dem fast alle Teilnehmer am Freitag in der Früh aufbrachen war neblig und grau und lud so gar nicht zu Sport im Freien ein, doch das Gasteinertal empfing uns mit Sonne, die sich hinter den Wolken hervorkämpfte. Treffpunkt war traditionsgemäß um 10:30 das Haus Elisabeth in Harbach, wo auch alle recht pünktlich zum Kaffee genießen, kennenlernen und Leihmaterial anpassen eintrafen. Und dann gings auch schon los! Bepackt mit Eisgeräten, Steigeisen, warmem Tee und Kletterausrüstung marschierten wir zum ersten Eisfall des Kurses: dem Froschmaul, das nur einen kurzen steilen Zustieg von der Ortschaft entfernt liegt. Unsere Bergführer Sepp, Markus, Georg und Norbert richteten an dem breiten Wasserfall top-rope Stationen ein, sodass es auch gleich “ans Eis” gehen konnte. Das Wetter war perfekt zum Eisklettern. Die Temperatur lag um 0 Grad, das Eis war also recht weich zum Schlagen und es war für die Sicherer nicht zu kalt.

Norbert erklärte Lukas, Matthias, Karl und Peter, die sich dieses Jahr zum ersten Mal ans Eisklettern wagten, die Grundlagen während die anderen Teilnehmer gleich loslegten! Für die meisten von uns war es ein Jahr her, seit wir einen Eisfall erklommen hatten. Aber das Gefühl für Steigeisen und Eisgeräte kam schnell wieder! Das Froschmaul bot auch abwechslungsreiche Routen für alle und auch die Eiskletteranfänger konnten gleich super Erfahrungen sammeln!

Christoph F. und Christoph H. gingen am späteren Nachmittag mit Sepp eine zwei-Seillängen Tour am Remember, während die anderen ein paar späte Sonnenstrahlen am Froschmaul genossen. Mit tollen Stunden am glitzerden Eisfall ging dieser Tag viel zu schnell zu Ende und wir trafen uns alle zum Abendessen in der Pension Andrea zum – mittlerweile auch schon traditionellen – unübertroffenen Schweinsbraten!

Der Abend klang gemütlich mit Gitarre- und Gesangseinlagen von Georg und Markus und lustiger Ziehharmonika-Darbietung eines unbekannten Gastes aus.

Am nächsten Tag trafen wir uns nach einem reichhaltigen Frühstück um 9 in der Früh mit Sepp in Gastein beim Mozarteis. Dank der Kälteperiode war auch das Eis hier massiv und toll zum Klettern! An top-rope Stationen konnten wir alle unser Können verbessern und sogar eine Mixed-route ausprobieren!

Am Nachmittag durften Beate, Birgit, Marvin und Christoph F. mit unseren Guides Andi, Georg und Sepp den Weißen Hai - einen tollen Fall mit 3 kurzen Seillängen und Blick auf den Friedhof von Böckstein – erklimmen! Andi musste leider nach einer Seillänge abbrechen, was für Christoph F. aber die Chance war sein Können im Vorstieg zu verbessern. Der Rest der Gruppe sammelte am Mozarteis weiter Erfahrungen und durfte auch Schrauben setzen und Vorstiegstraining im Eis kennen lernen.

Müde vom ganzen Tag trafen wir uns nach dem tollen Essen diesmal in der Pension Elisabeth, wo wir den – auch schon traditionellen – Film über die Haltekräfte von Eisschrauben im Eis ansahen. Dass die Schrauben auch im schlechteren Eis viel halten beruhigte uns alle wieder einmal sehr.

Das Wort “traditionell” wurde in dem Bericht jetzt schon so oft verwendet, dass dazu eine Erklärung und Applaus für Norbert fällig wird: Er hat den Eiskurs im Gasteinertal dieses Jahr zum 10-ten Mal organisiert!! Das war natürlich ein Anlass zum Feiern und Georg und Beate haben Norbert zu Ehren auch ein Lied gedichtet: Das nach der Melodie von “Heissa Kathreinerle, schnür dir die Schuh…" gesungen wurde und hier nochmal zu Ehren von Norbert abgedruckt werden soll:

Refrain (nach jeder Strophe):
Norbert, du cooler Hund, was machst denn do – kraxelst den Eisfall rauf Holadrio

1. Fahrst schon zum zehnten Mal mit uns ins tiafe Tal - wos’d uns dann zeigst, wia des Eisklettern geht
2. Mit Steigeisen, Pickl, Helm tuast uns den Fall raufquäln – bis uns die Händ ogfrian UND MA’D ZECHN NED GSPÜRN
3. Zeigst uns, wia ma’d Eisschraubn setzt und a den Pickl wetzt – baust uns a Eissanduhr, mia kriagn net gnua
4. Im Fall geht’s kunterbunt, rundum de Zapfn falln – wenn uns de Nasn bliat, dann gemma hoam
5. Brutzlt der Schweinsbratn dann fang ma erst richtig an – schau ma an Filmal an, trink ma a Bier
(Copyright: Georg und Beate)

Alle sangen kräftig mit! Außerdem bekam Norbert auch ein T-Shirt mit einem Bild wie eine handvoll Leute die Festigkeit seiner berühmten Abalakov-Eisuhr testen! Der Abend klang noch in bester Laune aus und dann gingen alle mit den höchsten Erwartungen für den nächsten Tag ins Bett.

Das Wetter war (wieder einmal) toll mit blauem Himmel und Sonnenschein und in der Nacht war es kalt gewesen – perfekte Verhältnisse also fürs Eisklettern!
Heute standen große Mehrseillängen-Touren für alle an:

Norbert mit Lukas und Matthias und Andi mit Marvin kletterten den Remember. Berni, der extra von Hinterglemm angereist war, erklomm mit Oli und Toni den Reinfall, eine wunderschöne aber steile Tour, die ihrem Namen nicht gerecht wurde. Markus mit Karl und Peter hatten als Ziel den rechten Doppellutscher und Georg mit Christoph F. und Christoph H. sowie Sepp mit Beate und Birgit wagten sich an den Excalibur.

Peter und Christoph H. mussten leider beide nach der ersten Seillänge wegen Problemen wieder abseilen, hatten aber  hoffentlich auch eine gute Zeit dabei die anderen bei ihren Anstrengungen zu beobachten. Für alle war es ein tolles Erlebnis, eine Mehrseillängen-Tour auf den großen und berühmten Wasserfällen des Gasteinertals machen zu können, was erst durch unsere tollen Bergführer möglich wurde! Der Blick von oben die senkrechten Eiswände hinunter, der tolle Ausblick und das Gefühl es geschafft zu haben entschädigten für die kalten Hände und Zehen und die schmerzenden Arme!

Nach diesem erfolgreichen letzten Tag trafen wir uns noch mal bei Andrea zu Zwetschgenkuchen und den besten Bauernkrapfen im Gasteinertal und ließen so gemütlich dieses Jubiläums-Wochenende ausklingen, das leider – wieder einmal - viel zu schnell vorbei gegangen war. Im Namen aller kann ich nur sagen – wir freuen uns auf mindestens 10 weitere Jahre Eisklettern im Gasteinertal!!

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