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Kitzbüheler Alpen, Schitouren, 01. - 03.03.2013 (Kitzbüheler Alpen, Schitouren, 01. - 03.03.2013)

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Kitzbüheler Alpen, Schitouren, 01. - 03.03.2013

Am Gipfel

 

Genuss Schitourentage Kitzbühler Alpen


Freitag 1.3.2013

Mein Genuss begann am ersten Tag bereits um 4:00 früh. Für die Abfahrt um 5:00 von Tulln galt es noch die Zähne ordentlich zu putzen und die Haare zu kämmen. Dann ging es los. Dank Otwins wunderbarem Fahrstil und Helgas Verpflegung mit Apfelspalten waren die 360 km sehr entspannend und pünktlich um 9:30 trafen wir am Parkplatz bei der Kapelle ein.

Norbert, Ronny, Helga, Otwin, Hannes, Stefan, Sissi, Beate, Gabi, Charly, Ernst, Rudi, Kerstin und Leni, alle waren pünktlich, alle schulterten ihren Rucksack und los ging es. Der Aufstieg über die Naturrodelbahn zur Bochumer - Hütte war das erste Etappenziel des Tages. Ich freute mich über den wolkenlosen Himmel über ein bisschen Plaudern im Anstieg und fragte mich, wann denn nun endlich jemand den Mut aufbringen würde die Rodelbahn zu verlassen und eine Abkürzung zu nehmen mit der Aussicht auf ein paar Spitzkehren. Gedacht, getan Ronny bog ab und wir erhielten die erste Trainingseinheit Spitzkehren mit leichtem Gepäck. Wie wir auf der Hütte später von der Wirtin erfuhren, war das der einzige Hang mit Potential zum Lawinenabgang.

Um 12:00 trafen wir auf 1.430 m bei der Bochumer Hütte ein, verstauten unser Gepäck, genossen einen kleinen Imbiss um anschließend die Tour für den Nachmittag anzugehen.

Wir teilten uns in zwei Gruppen. Norbert führte die Gruppe XL-Genuss an, die aus Hannes, Stefan, Sissi, Beate und Gabi bestanden.
Ronnys Genussgruppe war in der Liga eXtrem – Genuss angesiedelt. Mit Ronny unterwegs waren Leni, Charly, Ernst, Helga, Otwin, Kerstin, Rudi und ich.

Bei schönstem Sonnenschein kamen wir zwei Stunden später nach der Oberkaseralm am Saaljoch auf 1.875 m an. Nach einer kleinen Rast bei Tee und einer Jause genossen wir die Abfahrt durch Pulverschnee zurück zur Oberkaseralm. Mit Schwung ging es auf dem Wanderweg wieder zurück zur Kelchalm.

Tag 1

Tour 1: Kelchalm – Saaljoch - Kelchalm

10 min. vor der Hütte gibt es eine Schlüsselstelle. Ein schmaler Waldweg der über zwei kleine Stege führt. Durch den vielen Schnee ist der Weg über die Stege aber nicht ein gerader Weg sondern vielmehr geht es dort zu wie auf einer Achterbahn, also zuerst hinauf um anschließend auf den Steg runterzufahren und mit Armkraft durch Hochziehen am Steggeländer schafft man es auf der anderen Seite des Steges wieder auf den Weg zu kommen. Jetzt gab es welche die für dieses Wegstück die Schi abschnallten und zu Fuß passierten. Aber alle mit mehr als 85 kg versanken hoffnungslos bis zu den Knien und konnten ohne fremde Hilfe nicht mehr in die Bindung einsteigen.

Im Jahr 1751 wurde ein reiches Erzvorkommen auf der Kelchalm entdeckt. Mitte des 19. Jahrhunderts war die Kelchalpe die produktivste Kupferabbaustätte im Bezirk Kitzbühel. Die Hütte, wurde 1832 als Knappenhaus erbaut. Nachzulesen im Hüttenportrait unter http://www.dav-bochum.de/downloads/panoramahuettenportrait.pdf.

Zimmer und Sanitäranlagen waren super. Die Kochkünste der Wirtin waren Extraklasse. So wurden wir am ersten Abend mit Spareribs, kleinen Kartoffeln, ein Stück wog rund 400 Gramm und Kraut verwöhnt. Langsam füllte sich der Gastraum und alle waren gut drauf. Der Wirt Andreas holte die Gitarre aus dem Schraubstock der Werkstatt, warum die Gitarre in der Werkstatt im Schraubstock eingespannt war, ist eine andere Geschichte und übergab Sissi das Saiteninstrument um auf zu spielen. Abwechselnd wurden Liederwünsche kundgetan und dank Liederheft aus der Werkstatt Sissi & Hannes konnten wir unser Gesangstalent den übrigen Gästen in der Gaststube darbieten. Dass die Sissi super singen kann hab ich nicht erst seit diesem Tag gewusst, aber dass der Hannes ihr Mann auch super singt, stellt er an diesem Abend unter Beweis.
Nachdem Sissi auch den letzten Bierdeckel zu Kartonmehl an der Gitarre verarbeitet hatte packte
Norbert noch seine Mundharmonika aus und entführte uns in die Welt des Blues.

Für die Duschen braucht man Jetons. Charly, Ernst und ich traten den Versuch an mit einem Jeton drei ausgewachsene Männerkörper zu duschen. Wir sind gescheitert. Unsere Empfehlung lautet daher Genussduschen mit einem Jeton maximal zwei Erwachsene.

Meine Augen schlossen sich an diesem Abend um halb elf.
Zum Glück startete der nächste Tag bereits um 2 Uhr mit dem zu Bett gehen einer illustren Herrenrunde deren Begleitmusik an das Bellen einer Horde Brüllaffen erinnerte.
Danke an die Herrenrunde, dass ihr mich an dieses genussvolle zu Bett gehen habt teilnehmen lassen.

 

Samstag 2.3.2013

Am nächsten Tag ging es nach einem reichhaltigen Frühstück um 8:00 los mit der Tagestour. Diesmal forderte die Schlüsselstelle ein Opfer. Otwin stürzte ab und Dank Rudis Hilfe gelang es Otwin die Tour fortzusetzen. Mit einer dicken Sonnencremeschicht im Gesicht fuhren wir zuerst ab auf die Niederkaseralm um am Osthang anschließend bei schönstem Sonnenschein bis zum Grat aufzusteigen.
Erster Gipfel war der Schützkogel 2069m anschließend Abfahrt und Aufstieg auf den Gamshag 2178m unser Zielgipfel des Tages. Bei der Jause genossen wir den grandiosen Weitblick.
Die Abfahrt führte uns über das Tor und weiter zur Oberkaseralm.
Auf dem Forstweg ging es wieder zurück zur Kelchalm durch die Schlüsselpassage auf die Sonnenterasse der Bochumer Hütte in den Liegestuhl und aus den Schischuhen.

Christine und Rudi verließen uns an diesem Nachmittag. Christine glitt auf der Rodel ins Tal und Rudi folgte ihr auf den Schiern nach.

Die Wirtin kredenzte uns einen Schweinsbraten dazu gab es Bier und irgendwie wurde ich ganz müüüüddddddeeeee…….. Gute Nacht es war ein wunderschöner Tag.

Tag 2

Tour 2: Niederkaseralm – Schützkogel – Gamshag -Oberkaseralm


Sonntag 3.3.2013

Wir starteten zeitig nach einem sehr guten Frühstück zu unserer letzten Schitour. Rony war bereits als erster vor der Hütte und ich bog gerade zum Treffpunkt ein, da sah ich wie Ronny seine Lawinenschaufel aus dem Rucksack holte zusammensteckte und begann ein Loch zu graben. Ich war begeistert. Ronny macht ein Schneeprofil, dachte ich mir. Doch er nahm eine Schaufel voll Schnee drehte sich um und schleuderte den Schnee über den Hang in den Wald. Erst als der Schnee auf den Boden fiel, erkannt ich den wahren Grund. Er hatte Lenis Ups-Häufchen entsorgt.

Diesmal reagierte Ronny auf das Jammern einzelner Tourenkollegen und wählte eine neue Route. Statt den Weg mit der Schlüsselpassage zu wählen ging es diesmal gleich hinter der Hütte hinauf in den Wald. Alle waren entspannt und glücklich. Ronny ist ja soooo aufmerksam. Doch der Hang wurde immer steiler und immer eisiger. Die Spitzkehren im spitzer und immer steiler. Die Sonne versteckte sich hinter den Bäumen es war kalt (-4°C) und dann kam die Spitzkehrenkombination der Extraklasse eine links, rechts Kombination wenn Du da einen Fehler machst fliegst Du über den ganzen harten Hang wieder runter. Ich war Schlussmann und wartete 15 Minuten bis der letzte diese Passage überwunden hatte, aber bitte fragen Sie mich nicht wie es manche gemacht haben. So jetzt war ich dran. Ich nahm souverän die erste Spitzkehre und setzte bereits zur zweiten Spitzkehre an als ein leises Klacks meine Aufmerksamkeit fesselte. Meine Sonnenbrille war runtergefallen und im Zeitlupentempo über die Spur gerutscht um anschließend wie ein Formel 1 Wagen zu beschleunigen und über den Hang das Weite zu suchen. Jetzt stand ich da. Ohne Sonnenbrille keine Schitour ich musste handeln. Ich öffnete die Bindung und stieg den Hang hinab bis zu der Stelle wo meine Sonnenbrille in die Grube eines Baumes gerutscht war. Kämpfte in Gedanken schon mit einem Fuchs um meine Sonnenbrille, gewann steckt die Sonnenbrille diesmal besser ein und stieg wieder zu meinen Schiern auf. Auf Grund meiner extremen Leistungsfähigkeit und perfekten Technik holte ich die Gruppe ein, als diese die erste Rast einlegte .

Als wir den Wald verließen, begrüßte uns die Sonne mit ihren wärmenden Strahlen und begleitete uns über glitzernde Schneefelder hinauf zum Saalkogel auf 2.006 m. Nachdem wir die Felle verstaut hatten, fuhren wir entlang dem Grat in NO-Richtung bis wir über einen tollen Hang in S-Richtung rund 300 Höhenmeter abfahren konnten. Dort richteten wir uns gemütlich zu einer Brotzeit ein (windstill) und genossen die Stille, das herrliche Wetter und die Natur.
Um zurück auf die Kelchalm zu kommen war ein Aufstieg zum Saaljoch 1.875 m notwendig. Dort angekommen tranken wir unseren letzten Schluck Tee und genossen den Pulverschnee bei der Abfahrt zur Oberkaseralm.
Zurück ging es wieder über den Forstweg unserem guten alten Freund der Schlüsselpassage zur Bochumer Hütte.

Tag 3

Tour 3: Kelchalm –Saalkogel – Saaljoch – Oberkaseralm – Kelchalm



Bei Kasspatzeln, Suppentopf, Kuchen etc. ließen wir das Genuss Wochenende in den Kitzbühler Alpen ausklingen. Wir packten unsere Sachen zusammen schulterten unsere Rucksäcke und fuhren hintereinander die Rodelbahn abwärts dem Tal entgegen.

Ein großes Dankeschön an die Organisatoren Norbert und Ronny für das tolle Wochenende.
Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen, wenn es heißt Genuss Schitouren mit Norbert und Ronny.

LG

Euer Harald


Zu den Fotos


 
 
 

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