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Eisfallklettern Gasteinertal, 08. - 10.02.2013 (Eisfallklettern Gasteinertal, 08. - 10.02.2013)

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Eisfallklettern Gasteinertal, 08. - 10.02.2013

Eisfallklettern Gasteinertal 2013

Gasteiner Eiskletterkurs 2013


Die Warteliste. Freitag 6 Uhr 20 weckt mich ein SMS von Norbert: Leider nichts frei. Auch gut, Wochenende zuhause. Ab in die Arbeit. 10 Uhr 30, eine neue Nachricht: Vielleicht doch noch Zeit? Jein, aber klar komm auch noch. Um 14 Uhr fährt der Zug von Wien, davor zehn Minuten das Notwendige packen, um 18 Uhr komme ich in Bad Hofgastein an.


Die Gruppe jener, die sich zeitgerecht für den Eiskletterkurs angemeldet haben, sitzt versammelt im Wirtshaus. Rote Backen, glückliche Gesichter, ich nehme an, vom langen Tag draussen oder weil gut eingeheizt ist. Eindrücke vom Tag im Eis, den ich verpasst hatte, und vom Eisklettern im Allgemeinen machen die Runde. Norbert hält eine Einführung zu Eistyp, Eistechnik, Eissicherung. Vom Eisklettern, davon kenne ich nur schöne Bilder, aber das hört sich alles ganz faszinierend an. Ich trinke ein paar Bier, einen Schnaps stellt man mir auch noch hin. Ganz klar, die Reise hat sich schon gelohnt.


Im Eisgarten. Bevors losgeht, die Erkenntnis: Es braucht viel Zeug, wenig davon hab ich dabei. Herbert hilft mir mit LVS-Gerät, Helm und Eisgerät aus – Vielen Dank! – und mit all dem stapfen wir durch das tiefverschneite und sehr kalte Gasteinertal zu einer Wand deren Name mir entfallen ist. Das Gerät - das ist mir neu - erfahre ich, heisst Eisgerät und nicht Eispickel. Für mich könnte es auch Werkzeug heissen, mit all Spitzen, Haken, Ösen und Klingen, deren Gebrauch ich, am Boden stehend, so lange übte, bis ich das Gefühl hatte ein gutes Stück der Wand abgetragen zu haben.

Dann ging’s los, mit ein kleinwenig Übung, ein bißchen Technik und den Rest mit Kraft. Zuletzt bevor es finster und noch kälter wurde lockt eine letzte freie Route. Von der hatte mir Markus zu Einstieg abgeraten, auch meine Unterarme sind taub, aber versuchen, sagt der Norbert, versuchen kann ich’s ja. Alles geht gut. Die ersten zehn Meter. Dann ist Schluss. Ich kann nicht mehr. Ich lasse mich ins Seil fallen. Nicht schlecht, denke ich, für den ersten Tag. Ein Blick nach oben. Die Eisgeräte, sind noch dort wo ich sie mit letzter Kraft in die Wand geschlagen haben.


Zur Erinnerung. Sonntags kommt die Krönung unseres Ausflugs. Die unserer Seilschaft heißt “Remember”. Der Eisfall ist gut hundert Meter hoch und wird in drei Seillängen durchstiegen. Georg steigt vor, Gerald und ich hinten nach. Ja, natürlich schaff ich das. Aber, die Erinnerung an den letzten Tag lassen mich ein wenig zweifeln. Das davor Erlernte machte sich aber doch bezahlt. Parallel steigen Gerald und ich durch die Wand. Die gemeinsame Arbeit ist schon rein psychologisch sehr beruhigend und außerdem hat das Fluchen über kniffelige Stellen auch einen Empfänger. Alles klappt wunderbar und wir sind ein paar Geschichten reicher, von denen sich zurück zuhause oder zumindest auf Facebook erzählen lässt.

Zurück zur Herberge, alle anderen trudeln mit noch mehr Geschichten von noch mehr Eisfällen ein. Kaffee und Krapfen, Fotos austauschen und Hände drücken. Glückliche Gesichter.


Wolfgang Schweiger

Von meiner Seite, ein Danke an alle Teilnehmer für ihre Motivation, Willen, Mut und die mitgebrachte Begeisterung.


Ganz herzlich bedanken möchte ich mich aber bei unseren Bergführern Sepp Inhöger und Markus Mitterer, bei unseren Tourenführern Georg Loibnegger und Bernie Hilpoldt, durch deren Einsatz so ein Eiskletterkurs erst möglich wird!


Norbert Neumayr


Zu den Fotos!

 

 
 
 

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