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Eiskletterkurs Kolm-Saigurn und Rauris, 27.-29.01.2012 (Eiskletterkursen Kolm-Saigurn und Rauris)

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Eiskletterkurs Kolm-Saigurn und Rauris, 27.-29.01.2012

 

Angefangen hat das ganze ja am Parkplatz Bodenhaus im Rauriser Talschluss, parkender Weise um 9:45 Uhr. Bei strahlendem Sonnenschein und recht laut klirrender Kälte durfte ich den bis dato mir unbekannten Rest der Gruppe kennenlernen. Der vorher genannte Rest (6-Köpfig, genau genommnen 7-Köpfig mit Labradordame Leni) schaute weniger skeptisch Richtung Wochenende und Eisklettern, was wohl daran lag das ich (ohjeohje) wohl die einzige echte Anfängerin bei dem Kurs war.

Mit dem Ski-doo gings dann relativ zügig durchs Winterwunderland in Richtung Sonnblickbasis-Kolm Saigurn. Dort angekommen wurde erst Quartier bezogen und dann im Stüberl die Vorstellungsrunde gestartet Namen merken war jetzt nicht so schwer, schwieriger war für mich eher die Antwort auf Norberts Frage was wir uns denn von dem Wochenende wünschen. Das Einzige das mir nämlich akut eingefallen ist war der Wunsch nach wenig Kälte, bzw. noch weniger zu kalt sein. Die restlichen Kollegen kamen da schon mit konkreteren Wünsche, die schon recht erfahrenen Eiskletterer Andi, Georg und Ronnie wünschten sich mehr Kenntnisse im Vorstiegklettern, Beate wollte ihr Können festigen und verbessern, und wie schon erwähnt mir wäre es sehr nett wenn es nicht zu kalt würde.

Die Gruppe wurde dann in geteilt, die Jungs würden mit dem Bergführer in Ausbildung Max, wir Mädls mit Norbert in die Eisfälle ziehen.

Der Zustieg in den Ersten Graben war eher von sehr kurzem Charakter, in 15 min waren wir dort, auch dort die Fälle Gollings Cakewalk und Just yak it. Die Fortgeschrittenen Jungs stürzten sich gleich ins Geschehen und ins Topropen im Just yak it, wir Mädls übten im Gollings Cakewalk mit Norbert Steigeisen- und Eisgerätetechnik. Meine Enthusiasmus ließ nicht lange auf sich warten und nach einiger Zeit und vielen hilfreichen Erklärungen von Norbert fand auch ich heraus wie der Pickel und Steigeisen am besten im Eis halten. Jetzt war es auch für uns soweit, Topropen stand am Plan. Sehr aufregend das ganze, ich für meinen Teil war auch dabei auch ein wenig überfordert.

Um vier waren wir dann alle wieder beim Naturfreundehaus, diejenigen die immer noch nicht genug hatten, also alle ausser ich :-), trainierten noch fleissig am Eisturm vorm Haus.

Auf das Abendessen, dass sehr gut und auch im allgemeinen auch genug war, folgte ein informativer Vortrag von Max und Norbert über die verschiedenen Eisarten, wie diese zu beurteilen sind und wie die Einteilung der Schwierigkeitsgrade ausschaut.

Doch sehr zufrieden und mit einigen Bedenken zu viertel acht fiel ich steinmüde ins Bett.

Der zweite Tag startete mit viel Enthusiasmus und einem noch kürzeren Zustieg am Hauptfall. Meine Reaktion zum Fall war nicht viel anders als am ersten Tag, doch eine wenig eingeschüchtert ABER höchst motiviert. Die Herren der Schöpfung, übten sich wieder im Vorstieg und bezwangen den Hauptfall von allen Ecken und Enden. Beate, Norbert und ich gingen das ganze ein wenig bodennäher aber mit gleich viel Enthusiasmus an. Wir verfeinerten unsere Technik bei Quergangübungen und Norbert brachte uns die Froschtechnik noch ein wenig näher. So nahe dass wir nachher gar nicht mehr anders konnten. Dank des Vortrags am Vorabend konnte ich jetzt auch schon gut zwischen Wassereis, Broccolieis?!?, usw unterscheiden. Da wir ja zum lernen da waren zeigte uns Norbert später auch noch wie und wo man Eisschrauben setzt und was man unter einer Abalakov Eissanduhr versteht, dass man sie auch nicht mit bärenkräften aus der Wand bringt und wie man eine solche selber bastelt. Wieder zurück bei der Hütte gings gleich zum Abendessen, welches wieder sehr gut schmeckte. Danach folgte noch ein Film zum Thema Haltekräfte von Eis , schier unglaublich was so Schrauben und Eissanduhren halten.

Nach Absprache mit den anderen, sich in der Hütte befindenden Berg- und Gruppenführern wurde abgemacht das wir morgen wieder im Ersten Graben klettern werden. Gut ausgeschlafen und noch besser gelaunt gings am nächsten Tag dorthin. Wir durften uns heute auch im Just yak it versuchen. Ein wenig aufwärmen beim Topropen und dann stand für Beate, Norbert und mich der Durschstieg des Falls an. Aufgeregt (ich zumindest) gings dann auch ans Werk, Beate und ich durften zugleich nachsteigen. Sehr gut gesichert von Norbert schafften wir dann auch den Fall bis ganz nach oben, und wurden dort mit einem wunderschönen Ausblick auf Hocharn und Sonnblick belohnt.

Die Jungs zeigten auf einem Zapfen wie das ganze auszuschauen hat wenn man fleissig übt.

Bei der Abschlussbesprechung mit Kaffee und Kuchen, waren da dann doch alles zufriedene Gesichter. Ich denke dass jeder dass üben und verfeinern konnte was er wollte, in so einer kleinen Gruppe wie wir das waren, fühlt es sich schon mehr nach Privat- als nach Gruppenunterricht an.

Ich möchte mich noch einmal recht herzlich bei der Gruppe und vor allem beim Norbert für das superlässige Wochenede bedanken. Die Organisation und die Stimmung waren perfekt. Ich freu mich schon auf nächste Mal.

Schöne Grüße, Marlene Krug

 

 

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