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Rettet das Schutzhaus (Alpenverein - PKB: Letztes Angebot)

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Rettet das Schutzhaus

Schutzhaus Patscherkofel

Schutzhaus Patscherkofel

Presseaussendung
24.05.2017

Patscherkofel: Letztes Angebot
Alpenverein schlägt Lösung zur Rettung des Schutzhauses vor

Innsbruck. Am Patscherkofel wird unter Hochdruck gebaut. Damit werden Fakten geschaffen, ungeachtet aller rechtlichen Vorbehalte und der im Juni stattfindenden Volksbefragung. Das Überleben des historischen Schutzhauses der Alpenvereinssektion Touristenklub Innsbruck (TKI) steht auf dem Spiel. Angesichts dieser Gegebenheiten hat der Alpenverein der Stadt Innsbruck ein letztes Angebot zur Zusammenarbeit im Interesse aller Beteiligten gemacht. „Gemeinsam statt einsam“ könnte die Parole der Zukunft lauten.

„Zwei Gastronomiebetriebe nebeneinander braucht es am Kofel nicht – was die Vergangenheit bereits klar gezeigt hat, wird auch im Zuge der ‚Patscherkofelbahn NEU‘ nicht funktionieren“, so Alpenvereinspräsident Dr. Andreas Ermacora. „Die Stadt will in ein neues Restaurant am Kofel investieren, dabei stünde das beliebte Schutzhaus gleich um die Ecke.“

Zusammenarbeit statt Konkurrenz am Kofel

Um die kritische Konkurrenzsituation zu vermeiden, zusätzliche Bau- und Betriebskosten einzusparen und jahrelange Rechtsstreitigkeiten zu umgehen, hat der Alpenverein der Stadt Innsbruck am Mittwoch ein letztes Angebot unterbreitet. „Der gemeinsame Betrieb einer Gastronomie wäre der letzte Versuch, doch noch ein halbwegs verträgliches Miteinander am Kofel zu schaffen. Wenn die Stadt auf die Gastronomie in der Bergstation verzichtet, den Betonriesen niedriger dimensioniert oder eine Kompensation der entgangenen Aussicht vornimmt – etwa durch eine Erweiterung oder Verschiebung der Terrasse – könnte eine Einigung am Berg noch möglich sein. Ich bin sicher, dass sich auch die Innsbrucker und Innsbruckerinnen über eine kostengünstigere Lösung am Patscherkofel freuen würden“, betont Ermacora.

Schutzhaus soll nicht zugrunde gehen

„Wir sind alle sehr unglücklich über die Lage der Bergstation und die Dimension des Patscherkofel-Projektes. Wir brauchen eine Lösung, um den bisher erfolgreichen Betrieb im Schatten der Bergstation nicht zugrunde gehen zu lassen. Deshalb haben wir noch einmal die Hand gereicht“, so Dr. Wilfried Connert von der Alpenvereinssektion Touristenklub Innsbruck. Sonst bliebe den Betroffenen nur noch ein langer Streit vor Gericht.

Der Vorschlag des Alpenvereins zur Einigung am Patscherkofel:

• Betrieb einer gemeinsamen Gastronomie (TKI mit Stadt Innsbruck) im Patscherkofel Schutzhaus
• Entsprechende Adaptierung und Sanierung des Schutzhauses in enger Abstimmung mit dem TKI
• Kompensation der entgangenen Aussicht (etwa durch Verschiebung der Terrasse)
• Keine Küche in der neuen Bergstation – Verköstigung ausschließlich bei geschlossenen Veranstaltungen
• Verpachtung des Schutzhauses an die Stadt Innsbruck für 20 Jahre – mit Unterverpachtung und exklusivem Vorpachtsrecht bis 2026 für die derzeitigen Pächter Thomas und Markus Weber

Verhandlungen werden nächste Woche fortgeführt

Der Ausgang der Verhandlungen ist derzeit noch unklar: Nachdem die Stadt im Zuge der Verhandlungen am Mittwoch Gegenangebote gelegt hat, wurde für kommende Woche ein weiterer Gesprächstermin vereinbart.


Bildnachweis:
Das malerische Patscherkofel Schutzhaus, noch mit freiem Blick auf die umliegende Bergwelt. (Foto: Alpenvereinssektion Touristenklub Innsbruck)

Bildmaterial und weitere Informationen zum Download:
www.alpenverein.at/presse

Rückfragehinweis:
Österreichischer Alpenverein (ÖAV)
Öffentlichkeitsarbeit
Gerold Benedikter
T +43/512/59547-11
M +43/664/8118243
presse@alpenverein.at
www.alpenverein.at

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