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Adamello

2017_03_31_Adamellozoom

Schitouren in der Lombardei vom 31.3.-1.4.2017

Zu 7t erreichten wir nach gut 3 1/2stündiger Fahrt den Tonale Pass-strahlendes Wetter, mäßig viel Schnee, Neugierde und beste Laune! Auf Italienisch gekaufte 2Tages-Skitourengeher-Karte um 20€! Die Gondelbahn brachte uns mühelos auf 3016Hm knapp unter den Presena-Gipfel. Da tat sich schon ein herrlicher Weitblick über den Mandrone-Gletscher vor uns auf. 600Hm Abfahrt westwärts über eine harte, unebene Schneedecke, nahe den Steinen jedoch einbrechend, bis zum Mandrone See. Hier fellten wir auf und hielten uns weiter oberhalb des westlichen Randes des Mandrone- Gletschers, da wir Christians Rat, über Geröll und Schneeflecken direkt auf den Gletscher ab zu steigen, nicht folgten. Das brachte uns dann mit einigen Firnschwüngen zurück zum Gletscher. Unsere Hütte erblickten wir gegenüber wie einen Adlerhorst am Felsen des Lobbia Alta klebend. Wegen der etwas schlechteren Wetterprognose für den nächsten Tag und etwas übermütig bogen wir gegen Süden ab und wollten den Adamello(3539m) gleich in Angriff nehmen. Nebel und Wolken zwangen uns etwa am südlichen Ausläufer des Corno Bianco auf einer Höhe von 3200m zum Umkehren. Mit viel Schieben und zuletzt noch Auffellen für die letzten 150Hm zum Rifugio Lobbia Alta al Caduti dell´Adamello erreichten wir die gemütliche und sehr freundlich geführte Hütte.
Am Samstagmorgen hingen die Wolken etwas höher, und frohen Mutes –lt. Hüttenwirt sollte das Wetter gut sein- fuhren wir flott bis auf den Gletscher ab und fellten auf. Monoton und von Windböhen begleitet spulten wir die bereits am Vortag gemachten leicht ansteigenden Gletscherkilometer neuerlich ab, machten Teatime an derselben Stelle, wo wir am Vortag umkehrten und freuten uns über jeden winzigen Sonnenfleck auf dem Weiß und wenn die grauen Nebelfetzen grad mal die Sicht auf den zu ahnenden Adamello frei gaben. Auf den letzten 100Hm waren die Harscheisen dringend von Nöten (vom Auffirnen konnten wir nur träumen). Am Gipfel betrug die Sicht nicht mehr als 20Meter, welch eine bella vista! Bei diesigem Licht umrundeten wir den Bianco Croce und fellten auf einer Höhe von 3000Hm neuerlich auf um den langen Anstieg zum Passo Venezia auf 3225m zu bewältigen. Hier kam die Sonne zeitweise zu Vorschein und kaum hatten wir uns zur Traum-Abfahrt von angegebenen 1900Hm startklar gemacht, bescherte uns die Sonne gute Sichtverhältnisse und somit bereitete die pulvrige Abfahrt über den Pisgana-Gletscher mit gute markierten Gletscherspalten (am 2.4.2017 fand dort der Adamello ski raid statt) und einem imposanten Gletschertor riesiges Vergnügen. Dann querten wir an der Westseite des Gletschersees eine relativ frische Nassschneelawine durchmischt mit Geröll. Dank der guten Markierung fanden wir die noch vorhandenen Schneeflecken problemlos. Eine steile Rinne mit ausreichend Firn bot einen Extra-Spaß. Danach waren noch riesige, an der Oberfläche leicht aufgeweichte Wasserfall-Platten zu befahren, bis nach ca. 1500Hm Abfahrt der Schnee zu Ende war und wir unsere Skier auf den Rucksack montierten. Flotten Schrittes eilten wir der nächsten Piste entgegen, auf der wir wieder bis zur Talstation eines Sesselliftes gleiten konnten. Während der Auffahrt zu einer super aufgefirnten Piste, die uns zur Talstation der Gondel in Ponte di Legno führte, regnete es kurz und heftig. Danach schien wieder die Sonne und wir flitzen nochmals ca.400Hm zu Tale….und wir haben alle heil, wenn auch mit teilweise brennenden Oberschenkeln, (noch nicht mal) die letzte Gondel zurück zum Passo Tonale geschafft. Wir konnten es kaum glauben, auch nicht, dass wir nochmals einige Schwünge zu unseren Autos am Parkplatz machen mussten! Wie gut schmeckte uns nach diesem großartigen Erlebnis die Pizza in Mezzana!



 
 
 

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