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EhrWALLd klettert

Ehrwald. Kletterhalle

ÖAV-Landesverbands-Vorsitzender Gerald Aichner überbrachte die Grüße und Glückwünsche des ÖAV und des LV Tirol 

"Wir sind hoch erfreut, dass es in Tirol wieder eine weitere Kletterhalle gibt und gratulieren Allen, die zu dieser schönen Sportanlage beigetragen haben: der Gemeinde Ehrwald, der Zugspitz-Arena und der ÖAV Sektion Ehrwald mit Obmann Peter Spielmann. Klettern ist nicht nur die Überwindung der Senkrechten, sondern auch die lustvolle Überwindung der Schwerkraft, die uns an sich an Höhenflügen hindert, aber durch ihre Überwindung am Ende der Wand wie am Gipfel, Glücksgefühle auslöst .

Klettern und Klettersport haben in den letzten Jahren einen gewaltigen Aufschwung erlebt, besonders durch die Erfolge unserer weltbesten Sportkletterer wie Angie Eiter, Anna Stöhr, Kilian Fischhuber oder Jakob Schubert und vieler anderer.  Wie sehen unsere Kletter-Weltmeisterinnen das Klettern? Angie Eiter bringt es für sich auf den Punkt: „Klettern ist für mich eine Leidenschaft. „Klettern ist eine Ganzkörpersportart, auch der Kopf spielt eine wichtige Rolle. Außerdem macht es einfach Spaß“, sagt Anna Stöhr.

Klettern bedeutet Spaß an der Bewegung und Freude am Spiel mit der Schwerkraft. Vom Boden “abheben”, Verantwortung übernehmen, sich selbst richtig einschätzen und dieses Abenteuer mit Gleichaltrigen genießen. Ist Klettern Extremsport? Lebenseinstellung? Breitensport? Freizeitvergnügen? Schulsport? Therapie? Bestimmt von allem etwas. Die Faszination des Kletterns hat auch in Österreich diese Sportart längst zum Breitensport hingeführt.

Ob dabei sportliche Herausforderung, harmonisches Naturerlebnis oder der Gegenpol zur hektischen Konsumgesellschaft im Mittelpunkt stehen, ist nicht entscheidend. Klettern ist körperlich ganzheitlich. Es schenkt Hochgefühle, fördert die Selbstüberwindung und schafft als Sport im Freien Verständnis für die Natur.

Alpenverein bietet Emotion & Abenteuer

Der Alpenverein ist Emotion, er bietet Emotion & Abenteuer. Der AV sieht sich aber auch als BEWEGUNG, er bewegt Menschen und Entwicklungen, er ist seit über 150 Jahren in Bewegung, sprich aktiv. Er motiviert zu eigener Bewegung, sich zB in freier Bergnatur oder sportlich in Kletteranlagen zu bewegen. Im ÖAV Landesverband Tirol stehen an die 100.000 Mitglieder hinter und zu diesem Alpenverein. Österreichweit pflegt der Alpenverein in seinen 198 Sektionen den Klettersport, besonders als Breitensport, aber auch gezielt als Wettkampfsport und bemüht sich bes. um die Sicherheit beim Klettern.

Viele Kletterhallen, Boulderhallen und Freianlagen werden von den Sektionen betrieben und betreut. Überall dort entwickelt und etabliert sich das Klettern als weitere beliebte Freizeiteinrichtung, für Jung und Alt, für alle Generationen, wo auch der Opa mit dem Enkel den gleichen Sport gemeinsam betreiben kann. Damit wird der Alpenverein auch seinem Ziel gerecht, Kinder und Jugend-Freizeit wie Sport zu fördern. Gleichzeitig sind solche Sportstätten auch eine soziale Einrichtung im Sinn von Gemeinschaft und menschliche Beziehungen fördernd, im Sinn von Begegnung, bis zu Kameradschaft und Teamgeist.

Daher sind Einrichtungen wie diese großartige Kletterhalle in Ehrwald eine gut angelegte Investition für die Jugend, für den Breitensport, aus dem heraus immer wieder große Talente aufblühen.

Gratulation und großer Dank der Gemeinde, der Alpenvereinssektion Ehrwald und Allen Unterstützern, die zum Gelingen beigetragen haben, verbunden mit dem Wunsch, dass sich hier viel Jugend - und auch ältere Semester - einfinden, wohl fühlen, sich sportlich messen und persönliche Hochgefühle erleben mögen, gleichsam an der „Zugspitze in der Halle“!"

 

Tiroler Tageszeitung  9.12.2014

Kletterparadies mit den Stars der Szene eröffnet

Alles, was Rang und Namen hat, war am Sonntag bei der Eröffnung der Ehrwalder Kletterhalle dabei. Das Projekt verschlang 1,4 Millionen Euro.

Von Erich Papp

Ehrwald – Es war ein rundum feierlicher Rahmen, in dem das neue Kletterparadies „EhrWALLd“ am Sonntag offiziell eröffnet wurde. Die gesamte heimische Prominenz aus Wirtschaft, Politik, Sport sowie angereiste Persönlichkeiten vom Alpenverein bis zur Klettersportszene schüttelten sich die Hände. Pfarrer Herbert Kassebacher sorgte mit kirchlichem Segen für himmlischen Beistand.

Drei Spielplätze umfasste die Tennishalle, nun wurde ein Platz zum Klettergarten umgebaut. An Konflikte durch das Nebeneinander von Tennis- und Klettersport glaubt BM Martin Hohenegg, der sich einen „wahren Run“ auf die Halle erwartet, nicht: „Beide Sportarten harmonieren sehr gut, das hat sich schon im Vorfeld abgezeichnet.“ Dass das neue Kletterangebot ein Renner wird, ist auch der Ortsstellenleiter des Alpenvereins Peter Spielmann überzeugt, „das Interesse ist jetzt schon enorm“.

Im Vorjahr konnte die Ehrwalder Erschließungsgesellschaft (Hälfteeigentümer jeweils Gemeinde Ehrwald und Tiroler Zugspitz Arena) die Halle erwerben. Sie wurde 1984 von 38 Wirtschaftstreibenden über dem Zugspitzsaal erbaut.

1,4 Millionen Euro kostet das Projekt Kletterhalle – Land, Alpenverein und Raiba steuerten einen beträchtlichen Teil dazu bei.

Dem seit Oktober im Amt befindlichen Obmann der Zugspitzarena Michael Fasser gefällt die Halle „richtig gut, sie vereinigt Berg, Fels und Zugspitze“. Der erste Vorsitzende des OeAV Tirol mit 100.000 Mitgliedern, Gerald Aichner, kam beim Referieren über Halle und Klettersport richtig ins Schwelgen: „Das ist eine lustvolle Überwindung der Schwerkraft, die höchste Glücksgefühle auslöst.“ Ähnliche Glücksgefühle lösen bei Hermann Oberreiter – Miterfinder und damaliger Chef der Zugspitzarena – zum einen die allesamt erfolgten einstimmigen Beschlüsse in der Erschließungsgesellschaft zum anderen der Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Regionen aus: „Viele wollen sie, wir haben sie. Und sie ist ein gelungenes Meisterstück! 

Und dieses „Stück“ hat beeindruckende Dimensionen. In 1000 m3 umgebautem Raum passt ein geräumiges Einfamilienhaus, 1300 m2 Kletterfläche zum Austoben auf 530 m2 Boden zeugen von einem großzügigen Kletterparadies. Durch die Öffnung des Daches liegt die Höhe der Kletterhalle nun bei 16,50 Metern, somit ist sie für internationale Wettkämpfe in Ehrwald geeignet. Und durch die beiden angrenzenden Tennisplätze gibt es bei Bedarf ausreichend Zuschauerraum.

 
 
 

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