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Respektiere die Natur! (Respekt vor der Natur)

Sillian Süd

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Foto: P. Leiter

Respektiere die Natur!

18.01.2006  H.G.

 

Quelle: Snowboarder MBM November 2005

 

Wildtiere

 

Auch wenn man Wildtiere nur selten zu sehen bekommt, leben in Wintersportgebieten viel mehr, als man denkt: große Tiere wie Rehe, Hirsche, Gämsen, Steinböcke, aber auch kleine wie Schneehasen und verschiedene Hühnerarten (Birkhuhn, Schneehuhn, Auerhuhn). Hinweise auf solche geben Spuren oder Kot im Schnee. Die meisten Tiere leben im Wald oder am Waldrand, dort finden sie Schutz und Nahrung. Einige halten sich aber auch oberhalb der Waldgrenze auf; Steinböcke und Gämsen zum Beispiel suchen dort an abgeblasenen Bergrücken nach Futter. Der Winter ist für sie eine sehr harte Zeit. Sie müssen mit knapper Nahrung auskommen und extreme Kälte aushalten. Wenn sie nun von Wintersportlern aufgeschreckt werden, geraten sie enorm unter Stress und verbrauchen unnötige Energie, was zur Folge haben kann, dass sie den Winter nicht überleben. Die Bestände von Birkhuhn und Auerhuhn sind bereits stark gefährdet! Wer sich in die Lage eines aufgeschreckten Rehs versetzten will, sollte mal hundert Meter durch den Tiefschnee sprinten. Ist ziemlich anstrengend, gell?!

 

 

 

Was kann ich tun, um Tiere nicht zu stören?

  • Sich ruhig verhalten, also nicht unnötig herumschreien.
  • Ihre offensichtlichen Lebensräume möglichst meiden (achte auf Tierspuren!), also zum Beispiel im Wald und am Waldrand.
  • Falls du im Wald unterwegs bist: bestehende Snowboard- und Schispuren folgen und Forstwege benutzen, den Wald zügig durchfahren.
  • Jungwald und abgesperrte Schutzgebiete respektieren und nicht befahren!
  • Wenn du ein Tier siehst, sofort anhalten, beobachten und ruhig bleiben.

 

Trichterfahren

 

Um Tiere möglichst wenig zu stören, gibt es eine einfache Freeride-Technik: das so genannte Trichterfahren. Oberhalb der Waldgrenze kann man großräumig fahren und den Pulverschnee frei genießen. Im Wald sollte in der Gruppe und eng beieinander gefahren werden.

 

 

 

 

Abfall

 

Hinterlasse nichts als Spuren, nimm nichts mit als deine Eindrücke!

Wem Umwelt und Natur nicht egal sind und wer zu einer intakten Alpenwelt beitragen will, der respektiert nicht nur die Tiere, sondern reist zum Beispiel mit öffentlichen Verkehrsmitteln an und wirft keinen Abfall in den Schnee. Und dazu gehören auch schon Zigarettenstummel! In den Schnee geworfene Zigarettenkippen sind ganz üble Dreckschleudern. Ein Stummel allein kann 1000 Liter Wasser vergiften - und Schnee besteht ja bekanntlich aus Wasser. Im Frühling erstreckt sich unterhalb von Sesselliften alljährlich eine Giftspur, bestehend aus unzähligen Zigaretten- und anderen Stummeln. Diese müssen von Freiwilligen mühsam zusammengeklaubt werden, sonst bleiben sie liegen und verschmutzen das frische Bergquellwasser. Also, liebe Raucher und Raucherinnen: Behaltet eure Stummel bei euch und entsorgt sie in einer kleinen Blechdose; auch ein leeres Filmdöschen eignet sich bestens als Miniaschenbecher. Auch sonst lässt man natürlich nichts einfach im Schnee zurück, sei es auf der Piste oder im Backcountry! Im Gebirge bleibt Abfall viel länger liegen als in tiefen Lagen, denn in der Höhe gibt es viel weniger abbauende Organismen. So kann schon eine Orangenschale mehrere Jahre liegen bleiben, bis sie zersetzt ist. Am besten nimmt man immer alles mit (auch organische Abfälle) und entsorgt den Abfall im Tal!

 

 

 

Biologischer Abbauprozesse im Gebirge:

 

 

Orangenschale .................... ca. 2 Jahre

Papiertaschentuch .............. ca. 4 Jahre

Zigarettenstummel .............. ca. 5 - 10 Jahre

Chips-Tüte .......................... ca. 10 - 20 Jahre

Alu-Dose ............................. ca. 300 Jahre

Batterie .............................. ca. 5000 Jahre

Glasflasche ......................... praktisch in alle Ewigkeit