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NaturschutzreferentInnentreffen in Großarl

naturschutz

Die Teilnehmer

KURZBERICHT

über ein Treffen von Naturschutzreferenten-  und Referentinnen
auf Einladung des Landesverbandes Salzburg
vom 20. bis 21. September 2014 im Großarltal

Zwei interessante Tage mit Wanderung zum Schödersee
und Tagung im Hotel Tauernhof



Teilnehmer und Teilnehmerinnen:

-       Brigitte Slupetzky (Vorstands-Vorsitzende des Salzburger Landesverbandes)
-       Sepp Kendler (Finanzreferent des Landesverbandes, Obmann der Sektion Großarl-Hüttschlag)
-       Bernhard Gritsch (Kassaprüfer und Internet-Redakteur des Landesverbandes, Obmann der Sektion Zell am See)
-       Univ.-Prof. MMag. Wolfgang Guttmann (Obmann und Naturschutzreferent der Sektion Hallein)
-       Mag. Walter Gruber (Naturschutzreferent der Sektion Salzburg)
-       Albert Essl (Naturschutzreferent der Sektion Lungau)
-       Mathias Huber (Naturschutzreferent der Sektion Bad Hofgastein)
-       Peter Rohrmoser (Naturschutzreferent der Sektion Großarl-Hüttschlag)
-       Robert Kendlbacher (Nationalpark-Ranger)
-       DI Josef Pichler (Geschäftsstelle ÖAV-Innsbruck, Abt. Raumplanung und Naturschutz)
-       Dr. Helmut Kudrnovsky (Ökologe und GIS-Experte)
-       Gertraud Fischer-Colbrie (Sektion Salzburg)
-       HR Mag. Josef Fischer-Colbrie (Naturschutzreferent des Landesverbandes)

Samstag, 20.9.2014 – Thema: Nationalpark „Hohe Tauern“
Zu diesem Thema fand eine Exkursion in das Schödertal statt. Bei prächtigem Wetter wanderten die Teilnehmer vom Parkplatz „Stockham“ beim Hüttschlager Talmuseum bis zum Schödersee - geführt vom Nationalpark-Ranger Robert Kendlbacher, der zahlreiche Erklärungen zu Flora, Fauna und zum Landschaftsraum abgab. Bereits beim Abmarsch bot sich ein beeindruckender Blick auf den Keeskogel, den höchsten Gipfel im Großarltal (2886 m). Beim (zum Zeitpunkt der Exkursion fast trocken gefallenen) Schödersee genossen die Teilnehmer den Blick in den imposanten Talschluss mit dem zweithöchsten Gipfel im Tal, dem Weinschnabel (2754 m).
Am Abend referierte Mag. Fischer-Colbrie – passend zum Thema des ersten Tages – über die österreichischen Nationalparks. Im Rahmen dieses Referats wurden die insgesamt sechs Nationalparks in Österreich vorgestellt („Hohe Tauern“ in Salzburg, Kärnten und Tirol, „Kalkalpen“ in OÖ,  „Donau-Auen“  in Wien und NÖ,  „Thayatal“ in NÖ,  „Gesäuse“ in der Steiermark und  „Neusiedlersee“  im Burgenland). Näher eingegangen wurde im Referat  auf den Salzburger Anteil am Nationalpark  „Hohe Tauern“ (von Krimml im Westen bis Muhr im Osten) und den Nationalpark „Kalkalpen“ im südöstlichen Oberösterreich.

Sonntag, 21.9.2014 – Thema: Der ÖAV als eine der wichtigsten NGO (Nicht-Regierungs-Organisation) im Themenfeld des Natur- und Landschaftsschutzes
Zunächst referierten DI Pichler und Dr. Kudrnovsky über „Geo-Informationssysteme (GIS) im Naturschutz“:  Es handelt sich dabei um rechnergestützte Systeme, bestehend aus Hard- und Software sowie aus (Geo-)Daten, mit denen die reale Welt als Modell wiedergegeben und bearbeitet werden kann. Den Teilnehmern wurde an Hand mehrerer praktischer Anwendungsbeispiele (etwa: die Suche nach Schutzgebieten in einem bestimmten Bereich, oder: die Verschneidung von Schutzgebieten mit Schierschließungs-Projekten) anschaulich vor Augen geführt, dass diese Geo-Informationssysteme ein wichtiges, mittlerweile sogar schier unverzichtbares Hilfsmittel nicht nur bei der professionellen, sondern auch bei der ehrenamtlichen Naturschutzarbeit darstellen; mit den frei verfügbaren Systemen können KOSTENFREI über das Internet zugängliche Datenbanken betrachtet und verarbeitet werden

Kontakadressen:
DI Pichler: Josef.pichler@alpenverein.at
Dr. Kudrnovsky: alectoria@gmx.at
Mag. Michaela Rinnerberger (SAGIS-Koordinatorin beim Land Salzburg): michaela.rinnerberger@salzburg.gv.at

In weiterer Folge referierte der Leiter des Naturschutz-Sachverständigendienstes beim Land Salzburg, Prof. DI Hermann Hinterstoisser, über das Thema  „Wer macht eigentlich Naturschutz?“

Im Rahmen dieses Referats wurde in umfassender Weise auf die Fragen „Was ist Naturschutz?“,  „Warum Naturschutz ?“, „Wer macht Naturschutz ?“ und „Wie funktioniert Natur-schutz ?“ eingegangen und wurden diese Fragen in sehr anschaulicher Weise beantwortet. Besonders eingegangen wurde auf die wichtige Rolle der NGO`s im Themenfeld „Naturschutz und Gesellschaft“ und insbesondere auf die Bedeutung, die dem ÖAV mit seinen mittlerweile bereits ca. 470 000 (!) Mitgliedern in diesem Themenfeld zukommt ! Ausdrücklich gewürdigt wurde vom Referenten die tatkräftige Mitwirkung des ÖAV in mehreren Gremien – vor allem im Rahmen der Alpenkonvention (Peter Hasslacher !) – , es gibt aber auch zahlreiche weitere Betätigungsfelder für den ÖAV als NGO im Themenfeld des  Naturschutzes  – so wird etwa beim „Wald-Dialog“ eine verstärkte Mitarbeit erhofft.

Zum Abschluss der Veranstaltung zeigte der bekannte Großarler Naturfotograf Peter Rohrmoser (er ist übrigens Naturschutzreferent der Sektion Großarl-Hüttschlag) eine äußerst beeindruckende einstündige Multi-Media-Show, in deren Rahmen eine Abfolge von atemberaubend schönen Bildern aus dem Großarltal zu sehen war – zum Teil mit Originalton, zum Teil untermalt mit anspruchsvoller Musik, und zum Teil ergänzt mit persönlichen Erklärungen .

Mit einem gemeinsamen Mittagessen endete sodann eine Veranstaltung , die allen Teilnehmern sowohl zusätzliches  Wissen als auch neue Motivation in der Naturschutzarbeit vermitteln konnte.

Aktueller Hinweis:
Am Sonntag, 21.9., fand in Thomatal eine Bürgerabstimmung über ein Windkraftprojekt in den Nockbergen, d.h. im südlichen Teil des Gemeindegebietes („Schönfeld“) statt. Im Vorfeld dieser Abstimmung hat sich die Sektion Lungau mit ihrem Obmann Willi Esl und ihrem Naturschutzreferenten Albert Essl bei der Aufklärung der Bevölkerung über die negativen Auswirkungen dieses Projektes aus naturschutz-fachlicher Sicht – insbesondere über die zu erwartende massive Beeinträchtigung der im Schönfeld noch weitgehend unversehrten Landschaft – besonders engagiert, maßgeblich unterstützt vom unserem oberösterreichischen Experten Herbert Jungwirth. Noch während der Veranstaltung wurde das Ergebnis der Abstimmung bekannt (fast zwei Drittel der Thomataler Bevölkerung sprachen sich gegen das Projekt aus), was bei allen Teilnehmern, insbesondere beim Lungauer Naturschutzreferent Albert Essl, große Erleichterung auslöste.

Ergänzender Hinweis:
Diesem Bericht liegen Anhänge zu den einzelnen Referaten bei, die zur näheren Information dienen. Bernhard Gritsch hat sowohl diesen Bericht als auch eine ganze Reihe von Exkursions-Fotos auf die Homepage des ÖAV gestellt.

Kontakt:
Mag. Josef Fischer - Colbrie
Naturschutzreferent des Landesverbandes
Email

 
 
 

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