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Bockhartscharte-Silberpfennig 27.8.2007 (Bockhartscharte 27.08.07)

Bergwetter Bayerische Alpen Ost,Österreichische Nordalpen

Sa
07.12.
So
08.12.
Mo
09.12.
 
Sonntag, 08.12.2019
Viel Sonnenschein und tagsüber meist nur dünne Schleierwolken. Erst über Nacht werden die Wolken dichter, es bleibt aber meist noch trocken. Der Wind lebt auf. Die Temperaturen liegen in 1500 m zwischen 1 und 8 Grad, in 2500 m zwischen -2 und 4 Grad. Der Wind kommt in freien Kammlagen in 2500 m mehrheitlich aus Sektor West mit 25 km/h im Mittel.

zum Alpenvereinswetter /  alle Regional- sowie Punktprognosen auf alpenvereinaktiv.com /  aktualisiert von der ZAMG Innsbruck am: 07.12.2019 um 12:15 Uhr /  Icons © Dotvoid www.dotvoid.se

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Silberpfennig 2007 mit dem DAV Marburg

Bockhartscharte-Silberpfennig 27.8.2007

Zusammenkommen ist ein Anfang,

Zusammenhalten ist ein Fortschritt,

Zusammenarbeiten ist Erfol

..in diesem Sinne luden wir gemeinsam mit dem Deutschen Alpenverein Marburg unter der Tourenleitung von Renate und Herbert Noll (DAV Marburg) und Georg Burgsteiner (Alpenverein Rauris) zur folgenden Bergwanderung ein:

 

Renate und Herbert Noll haben dann die ganze Urlaubswoche in einem Bericht zusammengefasst.

 

Wandern im Nationalpark Hohe Tauern

Das Rauriser Tal und Seitentäler

25. August bis 1. September 2007

Bei schönstem Spätsommerwetter brachte uns Herr Euler mit einem Bus der Fa. Bonte am Samstag, 25.8., von Marburg nach Rauris im Salzburgerland. Unterwegs konnten wir die Kalkberge des Steinernen Meeres und des Hochkönigs in der Nachmittagssonne wunderschön sehen. In Rauris kamen wir etwas zu spät an, um noch die Aktivitäten des Rauriser Bauernherbstes miterleben zu können. Die fröhlichen Nachfeiern der festlich meist in alpenländischer Tracht gekleideten Besucher konnten wir aber noch gut verfolgen. Sehr lohnend auch der Besuch im Talmuseum, das aus Anlass des Festtages länger und kostenlos geöffnet war. Unser Hotel, der Salzburger Hof, lag günstig nahe beim Ortsende, an der Hauptstraße und war mit dem Bus anfahrbar. Der Weg in den Ort war aber auch nicht weit. Sehr gut und reichlich gestaltete sich immer unser Abendessen, bei dem zwischen 2 Gerichten als Hauptspeise gewählt werden konnte.

Am Sonntag begannen wir mit einer noch nicht allzu anstrengenden Wanderung

( ca.850 Höhenmeter im Anstieg ) nordöstlich rund um Embach. Dorthin brachte uns ein Rauriser Bus, der uns auch die folgenden Tage jeweils zum Startpunkt brachte und auch wieder abholte. Wir teilten uns in zwei Gruppen, die unterschiedlich lange bzw. schwere Wege gingen. Von Embach ging die längere Wanderung südwärts Richtung Bernkogel, wendete sich aber zum Westhang steil hinauf in die Karscharte, trotz nur 1867 m schon ganz alpin. Oben ein Genussweg durch Heidel-, Rausch- und Preiselbeerbüsche fast eben zum Aussichtspunkt des Anthaupten (1924 m). Die Sicht gen Norden und Osten war herrlich. Aber auch ein Schwalbenschwanz ließ sich dekorativ vor uns nieder und wunderbar beobachten. Hinab gingen wir dann auf der Westseite meist durch Bergwald bis zur Kapelleralm, wo Zeit für eine kurze Einkehr blieb. Dann folgte der weitere Abstieg bis nach Embach, wo schon Bus und der zweite Teil der Wanderer uns erwartete.

Ein Höhepunkt der Wanderwoche stand uns schon am folgenden Montag bevor. Gemeinsam mit der Sektion Rauris des OeAV und Bergführer Georg  Burgsteiner

war eine Wanderung auf den Silberpfennig (2600 m) geplant, die vom Talende Kolm-Saigurn startete und als schwierig in der Karte eingezeichnet war. Der Weg führte vom Parkplatz Lenzanger- durch den Rauriser Urwald hinauf zur Filzenalm, die in einem breiten Tal schön gelegen ist. Danach ging es aber steil hinauf zur Bockhartscharte (2226 m), die wir mittags erreichten. Eine nochmalige Steigerung der Schwierigkeit brachte dann der Aufstieg auf den Silberpfennig. Die grandiose Rundumsicht auf die Tauernberge bis zum Großglockner war ein verdienter Lohn für den Aufstieg. Bei diesem konnte auch eine Gruppe sitzender Gänsegeier beobachtet werden. Das Rauristal hat neben diesen auch noch eine weitere Spezialität, nämlich die dort ausgewilderten Bartgeier aufzuweisen. Allerdings konnten wir keinen derselben mit 100 % Sicherheit ausmachen. Auf dem Rückweg statteten wir der Filzenalm einen längeren Besuch zwecks Nahrungs- und Flüssigkeitsergänzung ab.

Der überwiegende Teil der Gruppe ging vom Lenzanger über den Ammererhof

auf dem Höhenweg im Hüttwinkeltal zur Durchgangsalm, der Rundblick in den Talschluss und auf die umliegenden Berge war überwältigend. Ohne großen Höhenunterschied und immer wieder mit herrlichen Aussichten verlief der Weg bis zur Mitterastenalm. Hier wurde eine längere Pause eingelegt. Der weitere Weg durch Bewaldung und Wiesen verlief absteigend, im letzten Stück mit steilem Gefälle, einem urigen Bachverlauf folgend hinunter nach Bucheben bis zu der Pfarrkirche zum Hl. Leonard im Hüttwinkeltal, Von hier fuhren wir mit dem Bus zurück nach Rauris.

Heute Abend stand aber noch als Abschluss das wöchentliche Grillfest in unserm Hotel an, das bei dem schönen Wetter (leider zum letzten Mal in dieser Woche) im Freien viel Vergnügen bereitete.

Auch für den Dienstag versprach der Wetterbericht noch gute Aussichten, zumindest bis zum Nachmittag. Zur Entspannung war heute eine kürzere Wanderung vom Schrieflingbauer oberhalb Rauris auf dem Blumenlehrpfad zur Wastlalm und wieder zurück geplant. Dabei konnten wir noch erstaunlich viele blühende Alpenblumen entdecken. Die Vielfalt wurde durch sich ändernde geologische Formationen noch verstärkt, so waren sowohl kalkliebende als auch säureliebende Pflanzen anzutreffen. Die Schrieflingbäuerin gab uns nachmittags noch einen Einblick in die Verarbeitung der gerade geernteten Vogelbeeren (für den beliebten Vogelbeerschnaps). Zur Wastalm ist zu ergänzen, dass dort wahre Riesenportionen aufgetischt wurden, die man nur mit Mühe verdrücken konnte. Zudem stand am Nachmittag im Hotel noch Kaffee und Kuchen an, da musste man Prioritäten setzen. Es blieb aber danach noch Zeit für einen Verdauungsgang durch Rauris, so dass das Abendessen (es gab heute ein ganz vorzügliches Lammfleisch) wieder munden konnte. Während des Essens fing es dann an zu Donnern und zu Blitzen und auch der angekündigte Regen setzte ein. Er sollte erst am folgenden Morgen etwas nachlassen.

Der Wetterwechsel ließ am Mittwoch natürlich keine Bergwanderung zu, die Hänge und Bergspitzen waren in dicke Wolken gehüllt. So blieben wir unten und fuhren ins Seidlwinkltal, wo wir bis fast zum Talende auf festem Fahrweg schön wandern konnten. Der Regen war nicht mehr sehr stark, frischte aber zeitweise auf. Zum Glück weist das Tal viele bewirtschaftete Almen auf, die wir gar nicht alle besuchen konnten. So kehrten wir nur im Tauernhaus bzw. in der letzten Talalm, der Litzhofalm, ein. Auf dem Rückweg schien dann sogar die Sonne wieder ein wenig.

Zeitig zurück in Rauris konnte jeder noch nötige Einkäufe erledigen oder einfach im Ort herumbummeln. Dass es dann abends wieder anfing in Strömen zu regnen, störte nicht.

Unveränderte Wetterlage am Donnerstag, tief hängende Regenwolken, keine Sicht, also eine weitere Talwanderung. Diesmal starteten wir beim Lechnerhäusl am Eingang des Krumltals und wanderten von dort talabwärts über Bucheben nach Wörth und zurück nach Rauris. Der geplante Weg hinauf zur Feldereralm fiel wetterbedingt aus. Sehr empfehlenswert der allerdings nur von 3 Teilnehmern erkundete kurze Abstecher zur Steinalm. Doch auch in Wörth ließ sich gut einkehren, was der größere Teil der Gruppe tat.

Am Nachmittag sollte vor der Kirche ein Schmankerlmarkt stattfinden, der kurzerhand in eine Halle verlegt wurde, wo sich aber nur wenige Interessenten einfanden.

Für den letzten Wandertag am Freitag, 31.8. hofften wir nun doch auf besseres Wetter und tatsächlich, die Wetterpropheten sollten recht behalten, die morgendlichen Wolken bekamen Löcher und immer mehr blauer Himmel lugte hervor. Unser Reiseführer Herbert Noll hatte offenbar einen Pakt mit Petrus geschlossen und für heute eine Fahrt mit der Bergbahn auf der Westseite des Tals bei Rauris geplant. So fuhren wir gleich früh um 9 h hinauf zur Endstation auf 1780 m. Einige Wolkenfetzen hingen noch im Gelände, doch taten sie unserem Wanderelan keinen Abbruch. Es ging hinauf auf den Reißrachkopf, 2210 m. Nach steilem Anstieg entschädigte der herrliche Rundblick und die schöne Sonne. Der Abstieg sollte allerdings nicht weniger anstrengend sein, da es auch dabei z. T. recht steil hinab ging. Bemerkenswert auch hier oben die schöne Bergflora mit vielen Blumen. Am nächstgelegenen Gipfel, dem Hirschkopf, blühten sogar mehrere Edelweiß. Die ließen sich aber nur nach einer weiteren Klettertour entdecken.

Zum Abschluss unserer schönen Wanderwoche stand am Abend nach dem Essen noch eine Tanzvorführung der Rauriser Bauernjugend auf dem Programm. Wir konnten diese von unseren Logenplätzen direkt am Tanzkreis wunderbar verfolgen.

Vor allem die Burschen zeigten hierbei ihre Kräfte und auch manch derbe Scherze. Es war zu erkennen, dass ihnen die Vorführungen mächtig Spaß machten. Uns natürlich auch.

Ja, und damit war die Woche schon verflogen. Herr Euler war wieder mit dem Bus da und am Samstag ging es zurück nach Marburg. Trotz Verkehrsstau bei München, den wir großräumig umfuhren, kamen wir nicht allzu spät abends wohlbehalten in Marburg an. Zum Schluss darf natürlich ein Wort des Dankes an die Organisatoren und Reiseführer vor Ort Renate und Herbert Noll nicht fehlen, die alles großartig geplant hatten und ja auch mit dem Wettergott in gutem Bunde standen. Man merkte, dass sie aus vielen Aufenthalten heraus das Tal wie ihre Westentasche kannten und so immer eine Variante möglich war, um den Aufenthalt und die Wanderungen zum Genuss werden zu lassen. Herzlichen Dank für alles!

 

 

Bericht: Georg Waßmuth ( Höhenweg, Herbert Noll )

 

 

Bilder der gemeinsamen Wanderung am 27. August

http://www.alpenverein.at/rauris/Alben/2007/2007_08_27_Bergwanderung_Silberpfennig/index.php?navid=9

 

 
 
 

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