Österreichischer Alpenverein

Mitglied werden und sparen
Produkt des Monats September
Mitglied werden
zur Anmeldung
Bild /portal_wAssets/z_alt/portal/Bilder/News_11/Gerfried_1.JPG

Gerfried auf 6.250 m, der Gletscher liegt rund 1.000 m tiefer.

Bild /portal_wAssets/z_alt/portal/Bilder/News_11/Hidden_Peak_004.jpg
Alex klettert in der extrem steilen Südwand.
Bild /portal_wAssets/z_alt/portal/Bilder/News_11/Erkundung_ABC.JPG

Das A.B.C-Team auf Erkundungstour.

Bild /portal_wAssets/z_alt/portal/Bilder/News_11/Karakorum.JPG
Bild /portal_wAssets/z_alt/portal/Bilder/News_11/Karakorum_Highway.JPG
Am Karakorum Highway

Hidden Peak Winterexpedition

Die Expedition verfolgen

 

15.3.2011

Das Austrian- Basque- Canadian Team musste sich nach langem Zuwarten heute früh dem Wind geschlagen geben. Wider der Wettervorhersage stürmte es unaufhörlich. An einen weiteren Aufstieg war nicht zu denken. Mehrere Stunden wartete das Trio zu, jedoch trat auch im Morgengrauen noch keine Besserung ein. Unter diesen Bedingungen haben wir keine Chance auf den Gipfel zu kommen, so ein hörbar angeschlagener, schwer enttäuschter Gerfried.
Unter größter Vorsicht steigt das Trio nun in Richtung Basislager ab und befindet sich momentan auf einer Höhe von 6.300 m (Gasherbrum La).
Wie groß die Enttäuschung über das Scheitern der Winterexpedition ist, lässt sich selbst für den Laien erahnen. Monatelange Vorbereitungsarbeit, das Ausharren in der Kälte, stundenlanges Verfixen der neuen Route u.s.w., all diese Entbehrungen regelrecht vom Wind verblasen.
Wer Gerfried kennt weiß aber, dass der Zustand des großen Frustes, das Hadern mit sich und dem Berg nur von kurzer Dauer sein wird, seine unermüdliche positive Einstellung wird voraussichtlich schon morgen wieder durch das Telefon versprüht.

Es bleibt, den Bergsteigern einen sicheren Abstieg und eine gute Heimreise zu wünschen!

14.3.2011

Nach harter Spurarbeit haben alle drei Bergsteiger das geplante Lager auf 7.000 m erreicht. Aufgrund des momentan starken Windes und der extremen Kälte konnten die drei nur das Innenzelt aufstellen. Es musste wegen des Windes mit Seilen befestigt werden. Eine sehr langwierige und Kräfte zehrende Arbeit in dieser Höhe. Gerfried hörte sich müde und erschöpft an!
Sollte der Wind sich, wie vorausgesagt, drehen bzw. weniger werden, bricht das ABC- Team heute Nacht gegen 3 Uhr früh (pak.Zeit= 23 Uhr unserer Zeit) in Richtung Gipfel des Hidden Peak (8.080 m) auf.
Kein leichtes Unterfangen, liegen doch noch über 1.000 Höhenmeter vor ihnen.
Ob das Wetter mitspielt bzw. die Kräfte noch reichen?
Wir werden es sehen und drücken alle Daumen die wir haben!

 

13.3.2011

Alex, Louis und Gerfried haben die heutige Etappe bis zum geplanten Lager bis auf 100 Höhenmeter bestreiten können. Sie befinden sich bereits seit einigen Stunden auf 6200 m in ihrem Zelt und sind guter Dinge.
Ich fühle mich gut, wir haben heute sogar die Sonne gesehen, meinte Gerfried. Mit etwas Glück steht dem Erreichen der Messner-Habeler Biwakplatzes also nichts im Wege.
Also, Daumendrücken nicht vergessen!
Auch am morgigen Tag werden die Bergsteiger den Spot-Messenger verwenden, wieder können wir virtuell an ihrem Aufstieg teilhaben.

 

12.3.2011

Leider mussten wir letzten Mittwoch unseren Versuch, den Hidden Peak zu besteigen, erfolglos abbrechen. Trotz unserer hartnäckigen Bemühungen mussten wir auf 6600 m einsehen, dass ein weiterer Aufstieg zu gefährlich ist. Die letzten 200 m der 70 ° steilen Eiswand war unter den gegebenen Bedingungen nicht zu bezwingen. Eisschrauben konnten nur noch unter größtem Kraftaufwand gesetzt werden.
So mussten wir am Mittwoch Nachmittag die schwere Entscheidung zur Umkehr treffen. Fast 40 Tage hatten wir um diese Route gekämpft und unter fast unmenschlichen Bedingungen die Route forciert. Enttäuscht und schwer beladen erreichten wir in der Nacht das sichere Basislager. Aber wie ein Sprichwort sagt: When going back makes sense you are going ahead!
Am Donnerstag, unserem eigentlichen Gipfeltag, dann endlich der erste herrliche Sonnentag seit langem. Zuerst leckten wir unsere Wunden, am Nachmittag legte ich mich warm eingepackt in die Sonne, genoss die ersten Strahlen und kehrte dem Berg den Rücken. In mich gekehrt hörte ich Musik von den Stones, Metallica, Dire Streets und lokalen Interpreten wie meinem guten Freund Elmar Steiner und Anwesend von Michi the Fritz. Nach zwei Stunden wurde die Enttäuschung allmählich von beginnender neuer Motivation überdeckt. Ein alter Leitsatz von mir: Nach dem Berg ist vor dem Berg.
Mein zurückkehrendes positives Gefühl wurde gestern durch eine relativ gute Wetterprognose von unserem unermüdlichen Dr. Karl Gabl bestätigt. Wir würden eine zweite Chance bekommen. Das Wetter wird zwar gut, aber sehr windig sein.
Das ABC-Team wird morgen, Sonntag, in aller Früh wieder aufbrechen. Alex, Louis und ich werden zum Gasherbrum La auf ca. 6300 m steigen, am Montag wollen wir das Japaner-Couloir durchklettern und am Habeler-Messner-Biwak auf 7000 m unser Zelt aufstellen. Wenn alles klappt werden wir am Dienstag am Gipfel des Hidden Peak stehen.

 

9.3.2011

Wie auch schon auf der Karte des spot messengers zu sehen war, kam gerade die telefonische Bestätigung, dass Gerfried, Louis und Alex umgedreht haben. Derzeit sind die Bergsteiger im Lager 1, sie werden heute noch ins Basislager weiter absteigen. Über die genauen Gründe konnte Gerfried nichts sagen, die Enttäuschung über den missglückten Versuch überwiegt derzeit noch.
In den nächsten Tagen wird es einen ausführlichen Bericht geben.


8.3.2011

Gerfried und Co waren heute den ganzen Tag unter schwierigsten Bedingungen auf ihrer neuen Route unterwegs. Nur mühsam kann die technisch schwierige, steile Eiswand bezwungen werden. Bis halb acht Uhr ortszeit haben die Bergsteiger gearbeitet und eine Höhe von ca. 6650m erreichen können. Nur noch 150 hm, dann ist das Schwierigste geschafft, so Gerfried.
Morgen will das Team die letzten klettertechnisch anspruchsvollen Passagen hinter sich lassen und auf dem Sattel (ca. 7000m) das nächste Lager errichten. Sollte dieses Vorhaben gelingen, besteht die Chance am Donnerstag auf dem Gipfel des Hidden Peak zu stehen.

7.3.2011

Alex Txikon, Louis Rousseau und Gerfried sind heute bei extrem windigen, kalten Verhältnissen ins Lager 1 auf 6.300 m aufgestiegen. Hundert Meter der bis auf 6.800 m hinauf reichenden steilen Eiswand "ihrer" Route konnten heute noch verfixt werden. Das Trio befindet nun sich seit einigen Stunden im Zelt. Sie kochen und bereiten sich auf den morgigen Tag vor. Die Wetterprognose von Dr. Karl Gabl verspricht windstilleres Wetter. Gerfried ist vorsichtig optimistisch, morgen den Rest der Eiswand erklimmen zu können

 

3.3.2011

Seit 10. Februar, seit über drei Wochen, haben wir hier im Karakorum bis auf wenige Stunden Dauerbewölkung. Trotz diesen erschwerten Bedingungen konnten wir die Route bis 6.300 m vorantreiben und am Grat unser Lager 1 errichten.
Um trotz des schlechten Wetters nicht untätig zu sein, sind wir am Dienstag wieder aufgestiegen. In anstrengender Arbeit vergrößerten wir unseren Lagerplatz ein wenig, stellten unser Zelt auf und befestigten es mit Eisschrauben, Abalakov-Eissanduhren und mit Seilen. Es war zwar möglich im Zelt zwei Personen auf festem Untergrund unterzubringen, einer musste aber mit einem überhängenden Platz vorlieb nehmen. Alex erklärte sich zum Glück bereit, diese ungeliebte Position zu übernehmen. Um ihn annähernd auf unsere Höhe zu bringen, füllten wir den überhängenden Teil des Zeltes mit Fixseilen und anderen Utensilien. Zur Sicherheit blieb Alex im Schlafsack angeseilt, so konnten wir seine Nerven beruhigen.
Unsere erste Nacht am Berg war bei -35° alles andere als ein Vergnügen, die Kälte und der Wind raubten uns fast gänzlich den Schlaf. Mühsam schälten wir uns am Morgen durchfroren aus dem Schlafsack. Wegen des anhaltenden starken Sturms war an einen weiteren Aufstieg nicht zu denken und so stiegen wir gestern bald, nach einem kurzen Frühstück, ins Basislager ab.
Die Akklimatisation ist nun abgeschlossen, wir fühlen uns den Umständen entsprechend gut und könnten jederzeit Richtung Gipfel aufbrechen.
Unser unersetzbarer Freund Dr. Karl Gabl gibt uns gute Hoffnung, dass sich endlich nach langer Zeit am Ende des Wochenendes der Himmel öffnet, sich wieder einmal die Sonne zeigt und sich der starke Wintersturm allmählich den Frühlingsbemühungen ergibt und zusammen bricht. Vielleicht ist daher nächste Woche ein Gipfelversuch möglich.

 

28.2.2001

Wie angekündigt sind Louis und ich letzten Freitag trotz schlechtem Wetter bereits um 4:20 aufgebrochen. Alex konnte uns leider wegen einer leichten Erkrankung mit Fieber nicht begleiten. Nach einem anstrengenden Aufstieg, wieder mussten wir spuren und teilweise das Fixseil aus dem windgepressten Schnee befreien, erreichten wir am frühen Nachmittag den Grat auf knapp 6.300 m. Relativ bald konnten wir einen zwar nicht idealen, für die Umstände aber ansprechenden und sicheren Platz für unser Lager 1 finden. Mehr als zwei Stunden hackten wir mit unseren Eisgeräten auf das Blankeis ein um eine kleine Ebene für das Zelt zu schaffen. Wir werden sehr eng liegen müssen, dennoch sind wir froh nach dreiwöchigen Bemühungen endlich dem Berg einen Lagerplatz abgetrotzt zu haben. Ausgelaugt und zufrieden kehrten wir nach 14,5 Stunden ins Basislager zurück.
Am selben Tag sind drei Träger mit 24 Hühnern, Heizgas und anderen wichtigen Dingen im Basislager eingetroffen. Wegen tiefem Schnee am Baltorogletscher haben sie lange acht Tage für den Anmarsch gebraucht, eine unglaubliche menschliche Leistung. Diesen Trägern und unserem Agenten, Ali Muhammad von Adventure Pakistan, sei unser herzlicher Dank für ihre Leistungen ausgesprochen! Nun sind wir hier im Basislager auch für die nächste Zeit bestens versorgt.
Leider haben wir weiter schlechtes Wetter. Sobald uns Dr. Karl Gabl grünes (Wetter)Licht gibt werden wir wieder aufbrechen um im Lager 1 zu schlafen und die Route bis zum Ende der Steilwand auf 6.800 m voranzutreiben. Dann wird auch Alex The Chicken Txikon wieder dabei sein, der zum Glück wieder völlig fit ist! Wir werden seine Armkraft für die Vergrößerung des Lagerplatzes brauchen.

24.2.2011

Derzeit müssen wir mit dem typisch schlechten Winterwetter vorlieb nehmen, Dauerbewölkung mit Schneefall, starke Winde und tiefe Temperaturen.
Letzten Sonntag konnten wir zwar trotz Bewölkung und starkem Wind 6.250 m erreichen, leider war es aber nicht möglich einen geeigneten Biwakplatz zu finden. So hatten wir nach hektisch werdender Suche nur die deprimierende Möglichkeit spät in der Nacht wieder ins Basislager abzusteigen, welches wir um 21:30 Uhr nach 15 Stunden harter Arbeit erreichten.
Seit Montag sitzen wir nun im Basislager, lecken unsere Wunden und hoffen auf besseres Wetter, welches aber nicht kommt. Vor genau fünf Wochen haben wir das letzte Mal geduscht, man kann sich vorstellen, wie man sich unter diesen Bedingungen fühlt. Durch die Kälte und die körperlichen Anstrengungen haben wir schon einiges an Gewicht verloren. Louis beklagt, dass seine Oberschenkel die Hälfte an Umfang verloren haben.
Hier sei aber unserem Küchenteam im Basislager, Waqar Yonis und Muhammad Kahn, ein herzlicher Dank ausgesprochen. Es ist genial, was sie jeden Tag auf unsere Teller zaubern, wir waren noch nie so gut während einer Expedition versorgt.
Meine Bücher sind ausgelesen und die Gedanken an die Familie, an meine entzückenden Töchter, häufen sich. Zum Glück hat unser Basecamp-Manager Pierre einen Schachcomputer, so kann ich zumindest in dieser Hinsicht manchmal die Zeit sinnvoll nutzen.
Um nicht untätig zu sein werden wir morgen trotzdem aufsteigen um mit unseren Eispickeln einen Zeltplatz aus dem harten, steilen Eis zu haken. Da dies sicher einige Stunden brauchen wird, werden wir bereits um 4:30 Uhr, bei völliger Finsternis und tiefsten Temperaturen, starten. Wegen den unwirtlichen Wetterbedingungen werden wir aber nicht im Lager 1 schlafen, sondern müssen wieder absteigen.
Leider wird die Schlechtwetterperiode noch etwas andauern, laut Dr. Karl Gabl besteht aber eine kleine Chance auf besseres Wetter Ende nächster Woche. Charly versteht es unsere Motivation zu reaktivieren.

 

18.2.2011

In letzter Zeit waren wir geplagt von einigen Sorgen, da wir mehr als 400 m New England Fixseil vermissten, das wir bereits im Herbst ins Basislager schickten. Ohne dieses Seil würde es sehr schwer sein die Route zu Ende zu klettern. Vor zwei Tagen suchte Louis Süßigkeiten und überraschender Weise fand er das verloren geglaubte Seil. Wie man sehen kann haben wir auch einen neuen Sessel für unser Küchenzelt!
Gestern, am 17. Februar, starteten wir wieder Richtung Berg. Wir trugen ein paar Gaskartuschen und ein TNF Mountain 35 Zelt und nach etwas mehr als fünf Stunden erreichten wir unser letztes Depot auf knapp 6.100 m. Kurz nach Mittag starteten wir (um genau zu sein: Louis) unsere Arbeit in unbekannten Terrain. Unerwarteter Weise war das Gelände viel schwieriger als erwartet. Daher und wegen der großen Höhe gewannen wir nur sehr langsam Meter. Am kalten, bewölkten und windigen Nachmittag machten wir leider einen Fehler und wir mussten noch einmal absteigen um die richtige Route zu finden. Obwohl wir unser Bestes gaben kehrten wir wegen der späten Stunde um 16:45 Uhr um. Manchmal hat man eben kein Glück und begeht falsche Entscheidungen!? Leider erreichten wir noch nicht den geplanten Platz für unser Lager 1, das auf ca. 6.250 m liegen wird (Dieser Platz ist ungewöhnlich hoch für ein Lager 1, daher nennen wir es in unseren Diskussionen meist Lager 2. Die Wand ist zu steil um schon vorher einen sicheren Platz für das Zelt zu finden.) Abseilend und absteigend erreichten wir in nur zwei Stunden bei herrlichem Vollmond das Basislager, zwölfeinhalb Stunden nach dem wir es verlassen haben. Wir waren zwar ein wenig unglücklich über die Geschehnisse des Tages, dennoch sind wir immer noch voll motiviert, diese schwierige, aber herrliche Route zu Ende zu klettern.
Dr. Karl Gabl schickte uns eine sehr gute Wettervorhersage für kommenden Montag. Daher werden wir am Sonntag bei bewölktem Wetter aufsteigen, um den Montag für die weitere Arbeit an der Route zu nutzen. Ich hoffe, wir können am Dienstag, wenn wir wieder ins Basislager zurückkehren, oder spätestens Mittwoch über gute Nachrichten vom ABC-Team berichten.

 

Video

 

9.2.2011

Nachdem wir am letzten Freitag erstmals den Wandfuß des Hidden Peak erreichten, mussten wir das ganze Wochenende einschließlich Montag um unser Basislager kämpfen. Heftige Winterstürme weit über 100km/h rissen fast unsere Zelte fort. Nur durch gezielte, langwierige zusätzliche Absicherungsmaßnahmen konnten wir den Fortbestand des Basislagers sicheren. Nach einer guten Wetterprognose von Dr. Karl Gabl für Dienstag brachen wir gestern (8.2.) für einen ersten ernsthaften Vorstoß auf. In mühsamer Arbeit fixierten wir die Route bis 5.600 m wo wir einen Sack mit 500 m Seil und Fixiermaterial hinterließen. Unter anderem umgingen wir im zentralen Couloir der Südwand sehr trickreich eine senkrechte 10 m hohe Felswand. Zufrieden erreichten wir nach über 9 Stunden Arbeit in der Dunkelheit das Basislager.
Es ist ein herrliches Gefühl wieder einmal Neuland an einem Achttausender zu betreten. Die technischen Schwierigkeiten im unteren Bereich unserer Route am Hidden Peak sind mit der Britenroute an der Shisha Pangma Südwand oder der Kinshofer Route am Nanga Parbat zu vergleichen. Solchen Schwierigkeiten im Winter zu begegnen ist noch einmal eine andere Dimension des Höhenbergsteigens. Donnerstag - laut Charly Gabl ein guter Tag - möchten Louis, Alex und ich die Route bis ca. 6.100 m, unserem geplanten Lager 1, vorantreiben.
Voraussichtlich werde ich erstmals am Berg den Spot Messenger verwenden, so können Interessierte unseren Aufstieg live verfolgen. Unserer geplanten Route, zwischen 5.900 m und 6.800 m, warten auf uns steile, ausgesetzte Blankeispassagen, die die Fixierarbeit zusätzlich erschweren werden.

 

5.2.2011

Wie auch im Live-Interview auf Radio Steiermark zu hören, war das A. B. C. (Austrian-Basque- Canadian) - Team erstmals auf Erkundungstour. Bei dichter Bewölkung, minus 20 Grad und starkem Wind kein echtes Vergnügen. Die momentane Schlechtwetterperiode wird einige Tage dauern, so Gerfried. Dennoch werden die Bergsteiger jeden zweiten Tag aufsteigen, um die von ihnen erstmals in Angriff genommene Route Stück für Stück nach oben zu verfixen. Im unteren Bereich des Berges sind wir noch nicht so stark von gutem Wetter abhängig, so Gerfried via Satellitentelefon. Eine mögliche Gipfelbesteigung ist aufgrund der Arbeit am Berg und der Akklimatisation vor Ende Februar nicht machbar.

 

1.2.2011

Nach nur sieben Tagen und insgesamt 120 km Fußmarsch sind die Bergsteiger momentan mit dem finalen Aufbau ihres Basislagers beschäftigt. Bei nächtlichen Temperaturen um die minus 25 Grad ist eine ordentliche Isolierung mit Matten unerlässlich. Momentan arbeitet der Generator noch nicht, daher wird der morgige Tag noch zur Problemlösung benötigt. Doch bereits am Donnerstag (3.2.) wollen Gerfried & Co ihre auserkorene Route das erste Mal inspizieren, sofern Karl Gabl von der Wetterstation Innsbruck grünes Licht dafür gibt. Ein spezieller Dank gilt den Trägern die dafür verantwortlich sind, dass der schwierige Anmarsch (6-7 Std./Tag) bei teils schlechten Wetterverhältnissen so reibungslos funktioniert hat.

 

31.1.2011

Soeben erreichte uns die Nachricht, dass Alex, Louis und Gerfried nach nur 12 Tagen gut im Basislager (5100m) angekommen sind. Momentan werden gerade die Zelte aufgebaut. Zeit zum Ausruhen gab es nach dem anstrengenden Anmarsch noch nicht.

 


26.1.2011

Die ersten beiden Etappen des Trekkings in Richtung Basislager sind geschafft. Das Trio (Louis Rousseau, Alex Txikon und Gerfried) hat heute Nachmittag (Ortszeit) gemeinsam mit 26 Trägern und zwei Köchen Payu erreicht. Bereits jetzt ist es ungemein kalt, deshalb wird gemeinsam im großen Küchenzelt übernachtet. Morgen Donnerstag marschiert die Truppe weiter nach Urdukas (4.050 m). Am 31.1., nach drei weiteren Stopps, wollen die Bergsteiger im Basislager des Hidden Peak auf 5.100 m sein.

 

24.1.2011
Nach zwei anstrengenden Tagen im Jeep erreicht Gerfried und seine Mannschaft Skardu. 750 km am berüchtigten Karakorum Highway waren bis hierher zurückzulegen. Auf dem Weg wurde auch eine von Gerfried finanzierte Schule besucht. Der Ausbau von weiteren Klassen wird vorangetrieben. Dabei sind die Auswirkungen der letzjährigen Flutkatastrophe allgegenwärtig.
Beim Blick auf den Nanga Parbat werden die schmerzlichen Erinnerungen an an das Unglück vor eineinhalb Jahren wieder wach, bei dem Wolfgang sein Leben verlor.
Weiter geht es über sechs Stunden lang auf einer gefährlichen Piste nach Askole auf 3.000 m. Am Dienstag startet der Trek ins Basislager. Dabei ist völlig offen, ob dieses Vorhaben gelingen wird.

20.1.2011
Heute ist der steirische Extrembergsteiger zur Winterexpedition auf den Hidden Peak (8.080 m) ins Karakorum aufgebrochen. Er freut sich ungemein auf diese schwierige Herausforderung. Aus ökologischen Gründen wird zu Fuß ins Basislager gegangen, diese Strapaz hat vor Göschl und seinen Freunden noch niemand auf sich genommen. Über eine neue Route soll die erste Winterbesteigung des Hidden Peak gelingen.