Österreichischer Alpenverein

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125.000 Unterschriften für die Hütten und Wege!

Die gesammelten Unterstützungserklärungen aus der Petition "Pro Hütten und Wege" wurden an den Bundespräsidenten übergeben.

v.l.n.r.: Naturfreunde-Vorsitzender Dr. Karl Frais, VAVÖ-Präsident Dr. Franz Kassel und Alpenvereinspräsident Dr. Andreas Ermacora überreichen einen symbolischen Stapel an Petitionsbüchern an den Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer.zoom
v.l.n.r.: Naturfreunde-Vorsitzender Dr. Karl Frais, VAVÖ-Präsident Dr. Franz Kassel und Alpenvereinspräsident Dr. Andreas Ermacora überreichen einen symbolischen Stapel an Petitionsbüchern an den Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer.

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AKTUELLE MELDUNG: Förderung für Hütten & Wege soll verdoppelt werden!

Finanzministerin Maria Fekter hat dem Verband Alpiner Vereine Österreichs (VAVÖ) in einem Schreiben vom 19. September die Erhöhung der Förderungen von derzeit 1,5 Mio. € jährlich auf 3,6 Mio. € für die Jahre 2013 bis 2017 zugesichert! Mit diesem Betrag, an dem der Alpenverein einen Anteil von 52 Prozent hat, ließe sich die Erhaltung und nachhaltige Sicherung der alpinen Infrastruktur weiterhin garantieren.

Schriftliche Zusage der Finanzministerin

Kommentar von Alpenvereinspräsident Dr. Andreas Ermacora:

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(Wien, 19. September 2013) Eine Delegation des Verbands alpiner Vereine Österreichs (VAVÖ) überreichte heute die gesammelten Unterschriften aus der Petition "Pro Hütten und Wege" sowie die entsprechenden Stellungnahmen der politischen Parteien an Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, den Schirmherren der alpinen Vereine.

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer war sichtlich beeindruckt, als ihm VAVÖ-Präsident Dr. Franz Kassel, Alpenvereinspräsident Dr. Andreas Ermacora und Naturfreunde-Vorsitzender Dr. Karl Frais eine "Wegebauer - Kraxn" mit etwa 50 Kilogramm an Petitionsbüchern überreichten. Die Bücher stehen symbolisch für die mehr als 125.000 gesammelten Unterschriften zur Erhöhung der Hütten- und Wegeinfrastrukturmittel des Bundes, um die Erhaltung der alpinen Infrastruktur weiterhin zu gewährleisten.

Seit 21. Juni 2013 konnte man die Charta online unter http://petition.prohuettenundwege.at unterzeichnen. Außerdem lagen auf 475 Schutzhütten Petitionsbücher für Wanderer, Bergsteiger und Urlauber zur Unterschrift auf.

Alpenvereinspräsident Dr. Andreas Ermacora bei der Übergabe der Petition "Pro Hütten und Wege" an den Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer. zoom
Alpenvereinspräsident Dr. Andreas Ermacora bei der Übergabe der Petition "Pro Hütten und Wege" an den Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer.

Breite Solidarität am Berg

"Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis unserer Petition. Unter den 125.000 Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern sind Mitglieder aus allen Bundesländern, Wanderer und Bergsteiger. Bergsportler, Urlauber aus nah und fern und Naturliebhaber erklärten sich solidarisch mit den alpinen Vereinen. Auch wichtige Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik haben – oftmals bei einem Hüttenbesuch – unterschrieben! Sie unterstützen damit die Anliegen des VAVÖ", betont Dr. Andreas Ermacora, Präsident des Oesterreichischen Alpenvereins.

Zusätzlich zu den Unterschriften erhielt der Verband alpiner Vereine Österreichs auch große Unterstützung von den Medien: mehr als 300 Berichte wurden österreichweit in den Printmedien, im Rundfunk und Fernsehen publiziert. Die alpinen Vereine haben außerdem die Parteivorsitzenden von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen, BZÖ, Team Stronach und NEOS aufgefordert, Position zur Förderungsproblematik zu beziehen. Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv:


Parlamentarier und Politik am Zug

Naturfreunde-Vorsitzender Dr. Karl Frais überreichte dem Herrn Bundespräsidenten die Stellungnahmen von allen kandidierenden Parteien sowie von zahlreichen politischen Entscheidungsträgern zu den Forderungen der Kampagne.

"Die Reaktionen des Bundeskanzlers und der anderen Parteivorsitzenden stimmen uns sehr zuversichtlich, dass unsere Anliegen entsprechendes Gehör gefunden haben und damit die alpinen Vereine auch in Zukunft die großen Aufgaben bei der Hütten- und Wegeerhaltung bewältigen können", so Frais. Er bedankte sich beim Bundespräsidenten für die bisherige Unterstützung und ersuchte ihn, die Hütten- und Wegepetition der alpinen Vereine mit der Bitte um Realisierung ab dem Budgetjahr 2014 an die zukünftigen Regierungspartner zu übergeben.

Unterstützung durch den Bundespräsidenten

"Als begeisterter Wanderer und Bergfreund setze ich mich mit großem Nachdruck für die vorgebrachten Anliegen der alpinen Vereine ein. Es freut mich, dass so viele Menschen mit ihrer Unterschrift gezeigt haben, wie wichtig ihnen eine gute Infrastruktur am Berg ist. Daher setze ich mich gerne für eine notwendige finanzielle Ausstattung des Hütten- und Wegenetzes ein und werde dies auch in Zukunft bei meinen Gesprächspartnern tun", so Bundespräsident Dr. Heinz Fischer.

Kommentar des Bundespräsidenten im O-Ton:

Dank an die Unterzeichner der Petition

"Wir bedanken uns bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern der Petition und werden über die Konsequenzen unserer Forderungen auf http://petition.prohuettenundwege.at berichten", sagt VAVÖ Präsident Dr. Franz Kassel abschließend. "Wer noch nicht unterschrieben hat, kann dies noch bis zur Regierungsbildung nachholen!"

(Fotos oben: VAVÖ/APA-Fotoservice/Pauty)

Bilder aus der Präsidentschaftskanzlei

 
 
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(Fotos: HBF/Peter Lechner)

Über den Verband Alpiner Vereine Österreichs

Der Verband Alpiner Vereine Österreichs (VAVÖ) ist die Dachorganisation aller bedeutenden heimischen alpinen Vereine. Der Verband ist überparteilich. Insgesamt vertritt der VAVÖ rund 630.000 Mitglieder in 12 Bergsteigervereinen. Zu den größten zählen der Oesterreichische Alpenverein, die Naturfreunde Österreich und der Österreichische Touristenklub.

Die Forderungen der Petition "Pro Hütten und Wege"

Die alpinen Vereine mit ihren über 600.000 Mitgliedern erhalten die insbesondere für den Sommertourismus wichtige alpine Infrastruktur und ermöglichen somit eine sichere Benutzung der rund 50.000 km Wanderwege und 475 Hütten mit knapp 25.000 Schlafplätzen. Doch deren Erhaltungskosten steigen infolge der immer strengeren Behördenauflagen in den Bereichen Brandschutz, Umweltschutz, Arbeitnehmerschutz und Hygiene sowie aufgrund der immer häufiger auftretenden Wetterkapriolen massiv an.

Nach dreimaliger Kürzung in Folge stehen die Förderungen des Bundes im Jahr 2013 am Stand von 1991. Deshalb können Instandhaltung und Pflege der alpinen Freizeiteinrichtungen nicht mehr im notwendigen Maß aufrechterhalten werden. Aus diesem Grund fordern die alpinen Vereine von den im Parlament vertretenen Parteien und der kommenden Bundesregierung ab dem Budget 2014 eine Aufstockung der jährlichen Bundesförderung von aktuell 1,5 Millionen Euro auf 4 Millionen Euro. Zur Gewährleistung einer notwendigen Planungssicherheit fordern sie außerdem eine gesetzliche Grundlage für die Hütten- und Wegeförderung. Zusätzlich sollen sich künftig auch die Länder intensiver an der Finanzierung beteiligen.