Österreichischer Alpenverein

Mitglied werden und sparen
Produkt des Monats August
Mitglied werden
zur Anmeldung

Biodiversitätsmonitoring über der Waldgrenze

Logo Vielfalt bewegt! Alpenverein


Vielfalt bewegt! Alpenverein

Dieses Projekt des Österreichischen Alpenvereins – ein Biodiversitätsmonitoring über der Waldgrenze – leistet einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in den Alpen und steigert unser Wissen um Zusammenhänge. Konkret geht es darum, in den höchst gelegenen Lebensräumen Österreichs ein Biodiversitätsmonitoring aufzubauen, das vor allem bergaffine Menschen begeistert.

Es soll helfen, geeignete Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, um den Rückgang der Arten zu verringern, Lebensräume für gefährdete Arten langfristig zu sichern bzw. auch zu verbessern. Das Monitoring ist eine Möglichkeit zur aktiven Bewusstseinsbildung und schärft den Blick fürs Kleine: bewusstes und genaueres Hinsehen ist das Motto!



Der Österreichische Alpenverein hat das Thema Erhaltung der Biodiversität in seinem Grundsatzprogramm „zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraumes sowie zum umweltverträglichen Bergsport“ 2013 verankert.
Daher sind wir in der Abteilung Raumplanung und Naturschutz 2015 mit einem konkreten Umsetzungsprojekt gestartet. Dieses Projekt soll einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in den Alpen leisten und unser Wissen um Zusammenhänge steigern. Es handelt es sich dabei um einen handfesten Beitrag, das Grundsatzprogramm in die Tat umzusetzen.
Konkret geht es darum, in den höchst gelegenen Lebensräumen Österreichs ein Biodiversitätsmonitoring aufzubauen, das vor allem uns bergaffine Menschen begeistert. Das Projekt lebt von der ehrenamtlichen Mitarbeit interessierter Mitglieder, die typische Tier- und Pflanzenarten des Alpenraums über Jahre beobachten werden. Somit können auch wir Naturnutzer einen Beitrag für die Balance zwischen „Schützen und Nützen“ leisten, wozu in der Biodiversitätsstrategie 2020+ angehalten wird.
Damit man feststellen kann, wie sich die Artenvielfalt über die Jahre entwickelt, muss man geeignete Indikatorarten (Tiere und Pflanzen) regelmäßig und systematisch beobachten, und dokumentieren, also monitoren.
Dieses Monitoring soll helfen, geeignete Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, um den Rückgang der Arten zu verringern, Lebensräume für gefährdete Arten langfristig zu sichern bzw. auch zu verbessern.
Das Monitoring ist eine Möglichkeit zur aktiven Bewusstseinsbildung und schärft den Blick fürs Kleine bzw. fürs Detail. Bewusstes bzw. genaueres Hinsehen ist das Motto!

In unserem Projekt möchten wir zunächst 17 verschiedene Tier- und Pflanzenarten, die über der Waldgrenze, also im „Oberen Stockwerk“, vorkommen und über die nur eine geringe Datenlage vorherrscht, genauer betrachten.
Selbst wenn nur 1% von uns fast 500.000 umweltbewegten Alpenvereinsmitgliedern über die Jahre aktiv für das Beobachten von Tieren und Pflanzen begeistert werden kann, so tragen weitere 5000 Multiplikatoren Wissen über die Vielfalt der Alpen in die Breite und leisten einen wichtigen Beitrag für die heimische alpine Flora und Fauna.

Ein Expertenteam hat auf Basis verschiedener Kriterien 17 Indikatorarten ausgewählt, die ihren Lebensraum über der Waldgrenze haben. Diese 17 Arten werden auf informativen und kreativ gestalteten Steckbriefen abgebildet und dienen kompakt aufbereitet bei Wanderungen als rasche Erkennungshilfe.
Ergänzend dazu wurde eine Mappe mit einer ausführlichen Beschreibung der jeweiligen Art als Nachschlagewerk für zu Hause erarbeitet und steht künftig jedem Beobachter zur Verfügung.
Auf einfachen Erhebungsbögen ist genau dargestellt, welche Daten, wie beispielsweise die geografische Lage, die Seehöhe, das Wetter oder eine Beschreibung des Lebensraums bei der Beobachtung der Indikatorarten aufgenommen werden sollen, damit auch die wissenschaftliche Seite des Projektes nicht vernachlässigt wird.
Die von den Beobachtern erhobenen Daten sollen nämlich wie das Gletschermonitoring allgemein zugänglich gemacht werden und auch als Grundlage beispielsweise für Forschungsarbeiten dienen.

Angedacht sind zwei Formen des Beobachtens:
Einerseits das freie Beobachten, das zu jeder Zeit und bei jeder Wanderung durchgeführt werden kann.
Andererseits das systematische Beobachten an bestimmten Routen für besonders interessierte Laien.

Ein Grundsatz des Projektes ist, dass nur entlang von bestehenden Wanderwegen beobachtet wird, um die Tier- und Pflanzenwelt zu schonen.

Wenn Du, Deine Familie, Jugendgruppe, Naturschutzteam, usw. gerne Teil dieses Projektes werden möchtet, dann gebt uns eine kurze Rückmeldung. Diese am besten per Mail an Birgit Kantner. Ihr werdet dann bei uns als Beobachter registriert und erhaltet im Anschluss daran eine Beobachter-Nummer und dann steht Euch eigentlich nichts mehr im Wege!

Falls jemand schon einmal an einem ähnlichen Projekt teilgenommen hat oder selber ein Hobby ausübt, das sich ums Beobachten dreht, würden uns eure Erfahrungen und Eindrücke ebenso interessieren

Wir hoffen, dass der Eine oder die Andere unter Euch Gefallen an diesem Projekt findet und sich als (Langzeit-) BeobachterIn meldet.


Rückmeldungen & Fragen

Mag.a Birgit Kantner
Tel: +43/512/59547-15
Email: vielfalt.bewegt@alpenverein.at

Was ist das Ziel des Monitorings?

  • Das Thema „Biodiversität“ (Artenvielfalt) soll in die Breite getragen werden.
  • Das Monitoring soll helfen, Trends zu erkennen um geeignete Maßnahmen zu entwickeln, um den Rückgang der Arten zu verringern und Lebensräume für gefährdete Arten langfristig zu sichern bzw. zu verbessern.
  • Das Monitoring trägt einerseits zur aktiven Bewusstseinsbildung und bietet andererseits die Möglichkeit, Natur bewusst wahrzunehmen.


Warum findet das Monitoring im „Oberen Stockwerk“ über der Waldgrenze statt?

  • Die Datengrundlage mancher Arten ist in dieser Region noch etwas dürftig.
  • Die Arbeitsgebiete der alpinen Vereine befinden sich dort.


Nach welchen Kriterien wurden die Arten ausgewählt?

  • Auswahl aus Flora und Fauna, um für jeden „Beobachter-Geschmack“ etwas zu bieten.
  • Vorkommen möglichst in ganz Österreich.
  • Heimat (auch) über der Waldgrenze.
  • Leicht erkennbar, auffindbar und bestimmbar und/ oder
  • Schutzstatus und/ oder
  • Zeiger für Nutzungsänderungen oder Klimawandel.


Sind Regionen wie das Weinviertel oder das Burgenland ausgeschlossen?

  • Nein, wenn die Indikatorarten dort vorkommen, bitte ebenfalls melden.

 

Wer kann mitmachen?

  • Jeder / Jeder mit Freude am Beobachten und/ oder an der Natur.

 

Was passiert mit den Daten?

  • Einerseits sollen Verbreitungskarten generiert werden, die über das Vorkommen der einzelnen Arten Auskunft geben und andererseits sollen die Daten für Publikationen usw. zur Verfügung gestellt werden.
  • Es wird eine regelmäßige Berichterstattung über das Monitoring in den Medien des Alpenvereins stattfinden.

 

Kann ich auch Freunde zum Beobachten mitnehmen/motivieren?

  • JA! Wir freuen uns über jeden neue Beobachterin und Beobachter. Wenn eine größere Gruppe (ab 10 Personen) Interesse am Monitoring zeigt, kann auch eine eigene Einschulungstag vereinbart werden (Kontakt: Birgit Kantner).

 

Was benötige ich für das Monitoring?

  • Die Steckbriefe mit den Beschreibungen
  • Erhebungsbögen
  • Kartieranleitung
  • Ein Gerät um die genauen Koordinaten ablesen zu können (z.B. GPS, Fotoapparat mit GPS-Funktion, App,..)

 

Wie kann ich mehr über das Monitoring und die Tier- und Pflanzenarten erfahren?

  • Für 2016 sind mehrere Einschulungsworkshops geplant. Bei dem eineinhalbtägigen Workshop zeigen Experten aus unterschiedlichen Bereichen wie und wo man die jeweilige Art am leichtesten erkennen kann. Die aktuellen Termine werden regelmäßig auf der Homepage publiziert (Anmeldung: Birgit Kantner).

 

In welcher Form übermittle ich die Beobachtungen?

  • Auf der Homepage befindet sich unter dem Punkt „Erhebung“ während der Testphase eine Excel-Tabelle, die befüllt und an vielfalt.bewegt@alpenverein.at übermittelt wird. Wenn die Testphase abgeschlossen ist, wird ein eigenes Portal für diese Zwecke eingerichtet.

 

Wie oft übermittle ich das Formular?

  • Das soll jedem Beobachter selbst überlassen werden, aber zumindest bis Ende des jeweiligen Jahres.  
  • Da wir uns derzeit in der Pilotphase des Projektes befinden, wäre es fein, wenn die Beobachtungen so schnell wie möglich übermittelt werden, damit man sieht wie es funktioniert.

 

Wohin soll ich das Formular bzw. die Meldungen senden?

 

Wie viele Meldungen soll ich mindestens machen?

  • Es gibt keine Mindestangaben. Jeder beobachtet so viel und so lange er /sie möchte. Jede Meldung zählt!

 

Wann beobachte ich am besten?

  • Tiere haben bestimmte Aktivitätszeiten, zu denen man die jeweilige Art besser beobachten kann.
  • Vögel sind vor allem im Sommer am frühen Morgen am aktivsten.
  • Insekten und Schmetterlinge sind zur Mittagszeit aktiv; bei Wind und Wolken fühlen sie sich unwohl und bleiben eher versteckt.
  • Salamander kann man am besten bei feuchter Witterung am frühen Morgen oder abends beobachten.
  • Pflanzen weisen im Jahresverlauf unterschiedliche Blühzeitpunkte auf, die von den Standortbedingungen unterschiedlich sind.

 

Soll ich Beobachtungen im Wald bzw. am Waldrand melden?

  • Bitte auch diese Beobachtungen melden, denn auf Grund der angegebenen Koordinaten kann bei unserer Datenauswertung gegebenenfalls selektiert werden.

 

Soll ich auch tote Tiere zählen?

  • Ja, auch die Meldung über tote Tiere ist wichtig.

 

Muss ich meine Funde / Beobachtungen beweisen oder mitnehmen?

  • Bitte nichts mitnehmen oder ausreißen – es handelt sich um ein (zer)störungsfreies Monitoring.
  • Wenn irgendwie möglich soll ein Foto der jeweiligen Art zur Dokumentation gemacht werden.

 

Was ist, wenn ich mir bei den Arten nicht sicher bin?

  • Beobachtungen auf jeden Fall notieren und fotografieren, an vielfalt.bewegt@alpenverein.at schicken. Das Team ist bemüht, Dir so schnell wie möglich eine Antwort zu schicken.

 

Soll ich mehrere Strecken abgehen oder nur noch eine?

  • Wenn Du Lust hast gerne auch mehrere, aber wenn Du keine bestimmte Strecke abgehen möchtest (systematische Beobachtung), dann beobachtest Du einfach auf Deinen Wanderungen nach dem Zufallsprinzip (freie Beobachtung).

 

Ab wann kann ich sagen dass eine Art häufig oder selten auf einer Strecke vorkommt?

  • Das ist vor allem am Anfang nicht ganz einfach. Vereinzelt ist gleichzusetzen mit selten und unzählbar viele ist sehr häufig. Vielleicht hilft Dir das folgende Schema dabei weiter.

 Zählschema

Was ist wenn ich keine Fotos gemacht habe? Kann ich prinzipiell, ohne Fotos zu machen, mitmachen?

  • Um die Meldungen überprüfen zu können bzw. auswerten zu können, sind Fotos grundsätzlich notwendig.

 

Kann ich die Sichtung auch ohne GPS-Daten in eine Karte eintragen?

  • Du kannst Deinen genauen Standort auch aus einer Karte auslesen und diese Koordinaten übermitteln.

 

Kann ich aus dem Monitoring auch wieder aussteigen?

  • Das Beobachten der Tiere und Pflanzen soll Spaß machen. Und natürlich kann man jederzeit auch wieder aus dem Monitoringprogramm ohne Konsequenzen aussteigen.

 

 

 
Artenliste & Steckbriefe

Artenliste & Steckbriefe

17 übersichtliche Steckbriefe als PDF zum selbst ausdrucken zu Hause, zum Erkennen und Bestimmen der ausgewählten Arten im Gelände.

weiter

Workshops & Öffentlichkeitsarbeit

Workshops & Öffentlichkeitsarbeit

Informationen zu den Workshops für BeobachterInnen sowie alle Berichte und Beiträge zum Projekt.

weiter

Erhebung & Eingabeformular für Beobachtungen

Erhebung & Eingabeformular für Beobachtungen

Hier können BeobachterInnen direkt erhobene Daten einpflegen

weiter

 
 
<
>
 
Logo Lebensministerium