Österreichischer Alpenverein

Fotowettbewerb: Alpenvereinskalender 2017
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Der Nationalpark Hohe Tauern

Die Geschichte des Nationalparkes Hohe Tauern
Die wohl größte Herausforderung und Aufgabe für den Österreichischen Alpenverein war in den 1980er Jahren die Mitarbeit an der Realisierung des ersten österreichischen Nationalparkes in den Hohen Tauern. Hier galt es, das Grundeigentum des ÖAV im Ausmaß von 333 km² als Bollwerk vor einer Reihe großtechnischer Erschließungswünsche zu sichern und in der Folge den Weg für den Nationalpark gegen heftigste Widerstände und Anfeindungen frei zu machen. Skitechnische Infrastrukturen für den Gletscherskilauf auf der Süd-West-Abdachung des Großvenedigers und die Beileitung von 25 Gletscherbächen für das Großspeicherkraftwerksprojekt Dorfertal/Matrei i.O. sollten nicht einmal vor Alpenvereinsgrundeigentum Halt machen. 

1.856 km² stehen heute unter Schutz
Nach jahrelangen Auseinandersetzungen und intensiven Verhandlungen wurde schließlich nach 1981 in Kärnten und 1984 in Salzburg, 1991 der letzte Teil des Nationalparkes Hohe Tauern in Tirol von der Tiroler Landesregierung verordnet. Demnach stehen 1.836 km² unter Schutz. Mit der Realisierung dies größten mitteleuropäischen Nationalparkes bot sich die einmalige Chance und Herausforderung, neue Prozesse und Wege des Naturschutzes und der Regionalentwicklung einzuleiten und umzusetzen. Zahlreiche Projekte konnten durch den ÖAV in den drei Bundesländern seit 1978 verwirklicht werden. Im Juli 2002 erhielt der Kärntner Anteil des Nationalparkes Hohe Tauern die internationale Anerkennung durch die IUCN. Salzburg und Tirol sollen in den nächsten Jahren folgen. 

Modellregion Nationalpark Hohe Tauern
Der ÖAV hat im Vorfeld bei der Erstellung des Nationalparkplanes intensiv mitgewirkt und seine Vorstellungen bezüglich der zukünftigen Managementaufgaben im Bereich der Besucherlenkung und der freien Zugänglichkeit, für den Schutzhüttenbereich und die Förderung des traditionell ausgeübten Alpintourismus erfolgreich eingebracht. Besondere Priorität gilt der einheimischen Bevölkerung sowie den 30 Anrainergemeinden mit entsprechenden Regionalförderungen eine Existenzsicherung zu bieten, damit die Akzeptanz auf Dauer für den Nationalpark gewährleistet ist. Darüberhinaus könnte der Nationalpark Hohe Tauern zu einer Modellregion im Rahmen der Alpenkonvention (internationales Vertragswerk zum Schutz der Alpen) inmitten Europas werden.

Weitere Informationen zum Nationalpark Hohe Tauern finden Sie www.hohetauern.at

ÖAV-Patenschaft für den Nationalpark Hohe Tauern

ÖAV-Patenschaft für den Nationalpark Hohe Tauern

In der Zeit der heftigsten Auseinandersetzungen um den geplanten Nationalpark Hohe Tauern zwischen Naturschützern und Kraftwerksbetreibern "erfand" der ÖAV im Jahre 1982 die Aktion "Patenschaft für den Nationalpark Hohe Tauern". Mit dem symbolischen Verkauf von Quadratmeterfeldern konnte der ÖAV mittlerweile Projekte mit einer Gesamtsumme von weit über 1 Million € zur Stärkung der Nationalparkregionen in Kärnten, Salzburg und Tirol fördern bzw. umsetzen.

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Schutz der Isel/ Osttirol

Schutz der Isel/ Osttirol

Kraftwerkspläne der TIWAG an der Osttiroler Isel, einem der letzten freifließenden Gebirgsflüssen, bringt den Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Bürgerinitiativen aber auch Umweltorganisationen und NGOs wie auch der Alpenverein setzen sich seit Jahren für den erhalt dieses Naturjuweles ein.

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Die GlocknerRunde im Nationalpark Hohe Tauern

Die GlocknerRunde im Nationalpark Hohe Tauern

Hier erfahren Sie alles rund um die GlocknerRunde im Nationalpark Hohe Tauern. Etappenbeschreibungen, die Trekkingpauschale, Kontaktadressen, interaktive Karten, Filme und vieles mehr.

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