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Sportklettern (Sportklettern)

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Sportklettern

Bouldern im Naturpark Zillertal/ c W. Seifertzoom

Klettern und Bouldern ist zu einem zentralen Bestandteil der Freizeitaktivitäten im Zemm- und Zillergrund geworden. Dort konzentriert sich das Klettergeschehen des ganzen Zillertals. Inzwischen sind die Gebiete international bekannt und in der Szene äußerst beliebt. Diese Entwicklung erfordert es, Maßnahmen der Besucherlenkung umzusetzen. Dabei geht es darum, ausgewogene Lösungen zu erarbeiten, die die Ansprüche der verschiedenen Interessensgruppen (Grundeigentümer, Landwirtschaft, Naturschutz, Forst, Tourismus) berücksichtigen und Konflikte vermeiden, die durch die Kletternutzung entstehen können. Der Hochgebirgs-Naturpark sieht sich dabei als Plattform und Impulsgeber. In den entsprechenden Gremien arbeiten der Alpenverein mit seiner Sektion Zillertal, der TVB Mayrhofen-Hippach, die ÖBf AG, die Gemeinden und der Naturpark gemeinsam an entsprechenden Lösungen.

Nach der Errichtung des Tagesparkplatzes Ewige Jagdgründe (2007) und der Campingfläche Ewige Jagdgründe (2013) konnte 2015 ein weiterer wichtiger Baustein des Kletterkonzepts umgesetzt werden. Nach langer Vorarbeit wurde endlich eine Lösung für die Ewigen Jagdgründe als den Hot Spot der Kletterszene erzielt. So führt nun eine komfortable Brücke über den Zemmbach, das Kletter- und Weidegebiet wurde mit einem schönen Holzzaun voneinander getrennt und auch für die Sicherheit und Qualität der Haken wurde einiges getan. Auch im Bereich Kaseleralm wurden die Bouldergebiete mit einem neuen Zaun ausgestattet und dabei der Sicherheitsabstand zwischen den Felsen und dem Zaun erhöht.

In den Jahren 2016 und 2017 sollen weitere Besucherlenkungsmaßnahmen in den Kletter- und Bouldergebieten der Naturparkregion folgen!

Klettern im Einklang mit der Natur

Klettern ist ein Natursport – in der alpinen Natur sind aber viele Nutzer zu Hause bzw. leben und wirtschaften in ihr: Wildtiere, Förster, Bergbauern, Jäger, … Es treffen also viele verschiedene Ansprüche aufeinander. Daher setzen sich der Alpenverein, die Naturparkbetreuung, die Gemeinden und der Tourismusverband für ein gutes Miteinander der Kletterer und weiteren Nutzer ein. Die wichtigsten Bausteine sind:

1) Tagesparkplatz „Ewige Jagdgründe“
Der Parkplatz direkt gegenüber den Ewigen Jagdgründen wurde extra für Kletterer angelegt. Achtung: Er ist nur für Tagesbesucher und muss bis 20 Uhr wieder verlassen werden! Zelten ist hier verboten und nur auf dem Campingbereich „Ewige Jagdgründe“ erlaubt! Auf der Fläche befindet sich ein Trocken-WC.

2) Campingbereich „Ewige Jagdgründe“
Im Jahr 2014 wurde der einfache Campingbereich „Ewige Jagdgründe“ angelegt. Diese naturnah gestaltete Fläche darf für max. vier aufeinander folgende Nächte genutzt werden! Im hinteren Bereich des Campingbereiches befinden sich zwei Trocken-WCs.

3) Kletterkonzept Hinteres Zillertal

Für die wichtigsten Kletter- und Bouldergebiete im hinteren Zillertal gibt es klare Regelungen etwa für die Zustiege oder Parkmöglichkeiten. Bitte entsprechende Informationstafeln und Hinweise im Gelände beachten!

4) Müllentsorgung

Auf dem Parkplatz und auf der Campingfläche gibt es keine Abfallcontainer. Der Müll kann kostenlos beim Recyclinghof in Mayrhofen abgegeben werden. Dieser befindet sich wenige Meter von der ErlebnisSennerei entfernt direkt vor der Einfahrt in den Brandbergtunnel. Den Müll bitte vorsortieren:

Die wichtigsten Verhaltensregeln auf einen Blick…

Um den Zugang in die Kletter- und Bouldergebiete der Naturparkregion langfristig zu erhalten, ist es wichtig folgende Punkte zu beachten:

  • Bitte Weideflächen nicht betreten und ausgewiesene bzw. markierte Zugangswege benützen!
  • Wenn kein eindeutiger Weg vorhanden ist, bitte am Rand der Wiese oder im Wald gehen!
  • Parken nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen!
  • Zelten und Campieren nur auf dem ausgewiesenen Campingbereich „Ewige Jagdgründe“
  • Weidezäune wieder schließen!
  • Hunde müssen an die Leine!
  • Keinen Müll hinterlassen - auch kein Tape, Klopapier oder Zigarettenstummel!
  • Lärm vermeiden!
  • Nach dem Klettern und Bouldern bitte Route/Boulder putzen!
  • Bitte in den frühen Morgen- und späteren Abendstunden mit Rücksicht auf das Wild nicht klettern!

 

Klettern ist mit Risiken verbunden! Sicherungstechnik & einwandfreie Ausrüstung ist zwingend erforderlich!
Bei Mängeln an Routen und Wegen bitte um eine Nachricht an route.unsafe@gmail.com

Übersichsichtskarte Klettergebiete im Naturpark Zillertal/ c Seifert, Naturpark Zillertalzoom
Bouldern im Naturpark Zillertal/ c Kitkazoom
 

Klettern am Traunstein wird reglementiert

Vereinbarung zum Klettern und zum Erschließen neuer Routen im Naturschutzgebiet

[August 2016] Über 250 Kletterrouten, einige Klettergärten und drei Klettersteige sind am oberösterreichischen Traunstein zu finden. Um die Belastung im Naturschutzgebiet möglichst gering zu halten, haben die Naturschutzabteilung des Landes, die Bundesforste und die alpinen Vereine im August 2016 eine Vereinbarung zum Klettern am Traunstein getroffen. Während einige hochsensible Bereiche für Kletterer gänzlich tabu sind, ist das Erschließen neuer Kletterrouten in allen Wandbereichen künftig genehmigungspflichtig.

Klettern im Naturschutzgebiet Traunstein (Westseite) - Foto und Grafik: Anton Neudorferzoom

Traunstein: "Wächter des Salzkammergutes"

Der Traunstein (1.691 m) wird aufgrund seiner exponierten Lage am Alpennordrand und optischen Präsenz in weiten Teilen Oberösterreichs auch als Wächter des Salzkammergutes bezeichnet. Die magische Anziehungskraft auf viele Wanderer und Bergsteiger offenbart sich nicht zuletzt über die vielen Anstiege und die zwei Berghütten am Gipfelgrat.

Schon vor hundert Jahren haben Kletterer die ersten Touren am Traunstein erschlossen, heute gibt es mehr als 250 Kletterrouten, einige Klettergärten und 3 versicherte Klettersteige.

Naturschutzgebiet rund um den Traunstein

Seit 1963 besteht rund um den Traunstein ein Naturschutzgebiet. Am nahen Katzenstein wurde 2015 erstmals eine Kletterroute als störend für die dort brütenden Vogelarten eingestuft - Gespräche mit den Erschließern waren die Folge. Über die Zulässigkeit des Kletterns und des Einrichtens von Kletterrouten diskutierten somit Naturschutzbehörde, Österreichische Bundesforste (ÖBF) als Grundeigentümer und Vertreter der alpinen Vereine. Alpenverein und Naturfreunde machten sich gemeinsam mit der Klettererszene vor Ort daran, Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Als besonders schützenswert gelten im Gebiet des Traunsteins folgende Vogelarten: Wanderfalke, Uhu, Zippammer, Felsenschwalbe und Mauerläufer. Zeitlich befristete Sperren einzelner Kletterrouten waren aufgrund der unterschiedlichen Brutzeiten und individuellen Ansprüche an Reviergrenzen nicht möglich, der Kompromiss lag daher in der Sperre klar abgegrenzter Wandbereiche und der Freigabe weniger sensibler Bereiche für den Klettersport.

Vereinbarung zum Klettern am Traunstein (August 2016)

Folgende Vereinbarung wurde 2016 zwischen Land Oberösterreich/Naturschutzabteilung, ÖBF, Naturfreunden und Alpenverein getroffen:

  • In einigen hochsensiblen Wandgebieten wird das Klettern und die Neuerschließung von Kletterrouten zum Schutz der Vögel gänzlich verboten (Katzenstein N- und NW-Wand, Brandkogel W-Wand und direktes Umfeld)

  • Im Bereich der Südseite (südlich vom Naturfreundesteig bis zum Ost-Grat) wird eine Ruhezone eingerichtet und daher ist hier das Klettern nicht gestattet

  • In allen anderen Wandbereichen mit über 250 Kletterrouten ist auch künftig das Klettern erlaubt. Die Erschließung von neuen Klettertouren in diesen Wandbereichen ist nun genehmigungspflichtig (durch Naturschutzabteilung Land OÖ und ÖBF)

Zur Kenntlichmachung dieser Regeln sind mehrere große Tafeln mit Informationen und Fotos am Fuße des Traunsteins errichtet worden.

Wir ersuchen alle Kletterer, diese Regeln einzuhalten. Für Fragen steht der Alpenverein Landesverband OÖ gerne zur Verfügung (landesverband.ooe@alpenverein.at).

Gebietsübersichtzoom
Naturschutz

Naturverträgliches Klettern...

... bedeutet auch: Umweltverträglich anzureisen, vorhandene Zustiegswege zu benutzen, die Pflanzen zu schonen, keinen Müll zurückzulassen, bei Bedarf nur auf den dafür vorgesehenen Parkplätzen zu parken und der Region nach Möglichkeit auch etwas zurückzugeben (z.B. Quartiere und Verköstigung vor Ort in Anspruch zu nehmen).


Danke für eure Mithilfe!

Pressemeldung der Stadtgemeinde Gmunden vom 08.08.2016 als PDF