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Vent-Pitztal - Zusammenschluss Vent mit den "Pitztaler Gletscherbahnen" durch das Ruhegebiet "Ötztaler Alpen" (Vent-Pitztal - Zusammenschluss Vent mit den "Pitztaler Gletscherbahnen")

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Vent-Pitztal - Zusammenschluss Vent mit den "Pitztaler Gletscherbahnen" durch das Ruhegebiet "Ötztaler Alpen"

 

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Das Ötztal gehört aufgrund seiner Bettenkapazitäten und hohen Seilbahndichten zu den intensivst genutzten touristischen Regionen Österreichs. Ausgenommen davon ist das Bergsteigerdorf Vent im hintersten Ötztal.

 

Vent ging in den 1980er-Jahren im Gegensatz zu anderen Ötztaler Gemeinden einen anderen Weg, indem man einen Bergsteiger- und Wandertourismus aufbaute. Nicht zuletzt auch deshalb, weil 1981 das Ruhegebiet Ötztaler Alpen verordnet wurde und damit eine weitere skitechnische Erschließung nicht mehr möglich war. Die im Ruhegebiet befindliche Vernagthütte, Breslauer Hütte, Taschachhaus und Braunschweiger Hütte, unmittelbare Ausgangspunkte zur Wildspitze, boten sich für diese sanfte Tourismusform bestens an.

 

   

 

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  Gleichzeitig wurden aber in den umliegenden Gemeinden im Ötztal und benachbarten Pitztal hohe Investitionen in weitere Seilbahnprojekte getätigt. Als in den 1990er-Jahren die Tourismuszahlen stagnierten bzw. zurückgingen und auch Vent davon betroffen war, wurde plötzlich die Forderung nach einem Zusammenschluss mit dem Pitztaler Gletscherskigebiet seitens der Gemeinde Vent laut. Das Erschließungsprojekt würde dabei in unmittelbarer Nähe zur Breslauer Hütte über den Taufkarkogel oder Schuchtkogel zum Gletscher des Mittelbergferners und weiter in Richtung Pitztaler Gletscherskigebiet geführt werden. Die Verwirklichung dieses Projektes würde auch bedeuten, dass die Wildspitze plötzlich in den Massentourismus eingebunden wäre, denn die geplanten Seilbahnanlagen würden nur etwa 800 m vom höchsten Berg Tirols vorbeigeführt werden. Vermessungspläne wurden bereits angefertigt, obwohl die geplante Erschließung das Ruhegebiet Ötztaler Alpen, den Gletscherschutz, der im Tiroler Naturschutzgesetz verankert ist, betreffen würde. Darüberhinaus wurden die Ötztaler Alpen als Natura 2000-Gebiet nominiert und nach Brüssel gemeldet. Mit dem Projekt "Pro Vent" hat der OeAV gemeinsam mit dem DAV neue Schritte zur Stärkung des Alpintourismus gesetzt. Wege werden wieder lückenlos saniert und instand gesetzt. Erfreulich ist, dass auch nach vielen Jahren die große Ötztal Runde mit den Tourenski wieder möglich ist, da die Schutzhütten im Spätwinter wieder bewirtschaftet sind. Außerdem führt das Weiterwanderwegprojekt Via Alpina als Umsetzungsprojekt der Alpenkonvention durch Vent. Als Koodinator zur Umsetzung fungiert vor Ort die OeAV-Sektion Innerötztal. Der OeAV fodert seitens der Politik für den Ort Vent alternative regionalpolitische Ausgleichsmaßnahmen, um diesem Bergsteigerdorf langfristige Existenzmöglichkeiten zu sichern.