Österreichischer Alpenverein

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Alpine Raumordnung

Die Alpine Raumordnung ist aufgrund der zunehmenden Bedachtnahme einer integrierten Schutz- und Bewahrungsplanung entstanden. Unter Alpiner Raumordnung werden im groben Umriss all jene raumordnerischen Aktivitäten verstanden, die vor allem dem Schutz der alpinen Erholungslandschaft vor weiteren großtechnischen Erschließungen dienen und der ständig zunehmenden Verdichtungstendenz bei den touristischen Freiraumaktivitäten gegensteuern.

Die Alpine Raumordnung beinhaltet vier wesentliche Aufgaben:

  • die Konsolidierung des Tourismusangebotes, insbesondere in hocherschlossenen Tourismuszentren hinzuwirken,
  • Strategien zur Vermeidung und Unterbrechung der gefährlichen Wachstumsspirale und automatisierten Engpassüberwindung der Tourismusinfrastrukturen,
  • Alternativen zum technisierten Tourismus aufzuzeigen (z.B. Schutzgebietsbetreuung),
  • eine Festlegung von Endausbaugrenzen der touristischen, energiewirtschaftlichen und verkehrsmäßigen Erschließung sowie der Erhaltung großräumiger, naturnaher Räume als Ergänzung zu den intensiv genutzten Wirtschafts- und Tourismusregionen (= Ruhegebiete).

Die Alpine Raumordnung darf nicht so verstanden werden, dass sie sich nur auf das alpine Berggebiet konzentriert. Unter Bedachtnahme gesamtregionalwirtschaftlicher Belange und den Gesichtspunkten der einheimischen Bevölkerung kommt sie zu einer Zonierung der Erholungslandschaft, die neben einer intensiven Landschaftsbeanspruchung großräumige Voranggebiete der Ruhe und des ökologischen Ausgleichs vorsieht.

Die Kalkkögel in Tirol - Foto: Josef Essl