Österreichischer Alpenverein

Fotowettbewerb: Alpenvereinskalender 2017
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Positionen des Oesterreichischen Alpenvereins

1. Der OeAV lehnt den Vorstöße zur Novellierung und Abschwächung des Gletscherschutzparagraphen kategorisch ab. Durch die Aufweichung des Tiroler Gletscherschutzes wird eine der wichtigsten Bastionen des alpinen Naturschutzes und des naturnahen Alpintourismus brutal durchbrochen und eine neue Aufschaukelungswelle der Skigebiete vom Zaun gebrochen.
2. Die eindimensionale Aufweichung bzw. Aufhebung des Gletscherschutzes in Tirol zur Genehmigung neuer Aufstiegshilfen gibt keine Antwort auf die Lösung der Zukunft des Tourismus im Pitz- und Kaunertal.
3. Für die Tourismusintensivgebiete Pitz- u. Kaunertal sind die im Tiroler ROG vorgesehenen Raumordnungsprogramme für eine geordnete Tourismusentwicklung als Richtschnur für die weitere Entwicklung auszuarbeiten. Sie sollen die Basis für die weitere Diskussion sein.

4. Die (ski-)touristische Zukunftsnutzung soll Teil eines Masterplanes Tirol werden, in welchem u.a. Probleme wie die zunehmende Einsaisonalität in Richtung Wintertourismus, die Entwicklung von entwicklungsschwachen Regionen, Fragen der Klimaerwärmung und damit in Zusammenhang stehender Fragen der skitechnischen Erschließung und Beschneiung, die laufende Entwertung von alpintouristisch höchst wertvollen Arealen und Schutzhüttenbereichen, die Probleme des tourismusinduzierten Verkehrs, u.v.a.m. behandelt werden. Der OeAV erwartet sich die umgehende Beauftragung der Tiroler Raumordnungsabteilung mit der Ausarbeitung und Koordination eines Masterplanes für Tirol.