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Energiewende und Klimaschutz (Energiewende und Klimaschutz)

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Energiewende und Klimaschutz

Als Energiewende wird die komplette Umstrukturierung der Energieversorgung - Wärme, Kälte, Transport und Strom – von fossilen bis hin zu erneuerbaren sowie klimaneutralen Energieträgern verstanden. Der Hintergrund liegt im Verbrennungsprozess fossiler Energieträger wie Öl, Kohle und Gas wodurch Kohlendioxid (CO2) und weitere Treibhausgase in die Atmosphäre emittiert werden. Treibhausgase haben durch ihre unterschiedlichen Strahlungseigenschaften sowie durch ihre Lebensdauer  wiederum einen variablen erwärmenden Einfluss (Strahlungsantrieb) auf das globale Klimasystem.

Eine Bereitstellung von klimaneutraler Energie bedeutet, dass beim Umwandlungsprozess zur nutzbaren Energie keine Treibhausgasemissionen verursacht oder deren Emissionen vollständig kompensiert werden. Weltweit vernetzte Forschungseinrichtungen messen kontinuierlich die Treibhausgas- und Kohlendioxidkonzentration (CO2-Konzentra­tion) in der Atmosphäre. Seit Beginn der industriellen Revolution ist eine vermehrte Zunahme der CO2-Konzentration festzu­stellen. Gleichzeitig ist die globale Durch­schnittstemperatur um etwas mehr als 1 °C gestiegen. Seit 1980 stieg die Temperatur besonders rasch: In Österreich hat sich die Durchschnittstemperatur in diesem Zeitraum um 1 °C (0,5 °C auf globaler Ebene) erhöht.

Der Temperaturanstieg ist nur eine Facette des Klimawandels: Hitze, Dürre, Hochwasser, Hagel und Sturm – die Extreme nehmen weltweit zu und werden durch den hohen Eintrag von Treibhausgasen weiter "angefeuert". Die Umstellung auf ein dekarbonisiertes Energiesystem (naturverträgliche Energiewende), mit dem klaren Bekenntnis, dass Energieeffizienz und der bewusste Umgang mit den bereits vorhandenen Energieressourcen an erster Stelle zu stehen haben, ist nicht weniger als der Versuch die Welt zu retten!

Maßnahmen zum Klimaschutz gibt es viele. Zu unterscheiden sind vorerst "harte" und "weiche" Maßnahmen.

Unter "harten Maßnahmen" versteht man die thermische Sanierung von Gebäuden, den Ausbau von Verkehrsanlagen für den öffentlichen Verkehr sowei für den Radverkehr, die Sanierung von Beleuchtungsanlagen, usw. Diese Maßnahmen bedürfen jedoch Investitionskosten und werden mitunter von Bund, Land und Gemeinde gefördert.

"Weiche Maßnahmen" hingegen bedürfen kaum höhere Investitionssummen, sondern fordern ein Umdenken im (Konsum)Verhalten: Sparmaßnahmen bei Heizung/Kühlung durch richtiges Lüften und den Temperaturen angepasste Kleidung, Reduktion der Wege, die mit dem Auto zurücklegen werden, Verzicht auf Fleisch und Fisch (drei mal die Woche), usw.

Auch der Alpenverein kann sich der "harten Maßnahmen" im Klimaschutz bedienen: im Hüttenbereich haben wir das Umweltgütesiegel eingeführt, um den Hüttenbetrieb so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Unsere Geschäftsstellen können wir ebenfalls zukunftsfit machen: Sanierung der Innenbeleuchtung, thermische Sanierungsarbeiten, Bereitstellung von Radabstellplätzen, usw.

"Weiche Maßnahmen" im Klimaschutz sind in der Regel auch im Alpenverein leicht umsetzbar: nicht jedes Mail muss ausgedruckt werden; dies spart dadurch Ressourcen und Geld, Leitungswasser und Apfelsaft statt Mineralwasserflaschen und Orangensaft bei Besprechungen, Verwendung regionaler und saisonaler Produkte für den Hüttenbetrieb (So schmecken die Berge), Öffi-Touren im Sektionsprogramm, kurze Strecken mit dem Fahrrad erledigen (für sperrige Transporte kann ein Lastenrad verwendet werden), usw.