Österreichischer Alpenverein

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Ausstellung: Vor Gericht: acht Fälle , acht Fotos

Ausstellung "Vor Gericht"

Mitglieder des Österreichischen und des Deutschen Alpenvereins, Friesenberghaus, Tirol, 2013

1924, nach einer vier Jahre andauernden, von österreichischen Sektionen des damals gemeinsamen „Deutschen und Österreichischen Alpenvereins“ angeführten Kampagne, wurde die mehrheitlich jüdische Sektion Donauland ausgeschlossen. Um dies zu erreichen, bedrohten die österreichischen Sektionen den Alpenverein zwischen Österreichern und Deutschen zu spalten und die Sektion Donauland dafür verantwortlich zu machen.

© Tal Adler, aus der Serie “Freiwillige Teilnahme”

Vor Gericht – Cases Reopened: acht Fälle, acht Fotos

Tal Adler in Kooperation mit Karin Schneider und Friedrich Forsthuber am Landesgericht für Strafsachen Wien

Der Alpenverein wurde eingeladen an einem historisch-künstlerischen Fotoprojekt unter dem Titel „Freiwillige Teilnahme“ teilzunehmen; das Ergebnis ist ab 18. Oktober bis zum 6. Dezember 2013 im Straflandesgericht Wien zu sehen, im Großen Sitzungssaal. Am 27. November um 17:00 Uhr findet dazu einen Abend mit dem Fotografen Tal Adler, der Kunsthistorikerin Karin Schneider, der DÖW-Mitarbeiterin Ursula Schwarz, dem Präsidenten des Straflandesgerichts Wien, Friedrich Forsthuber, und dem Historiker des Oesterreichischen Alpenvereins, Martin Achrainer, statt.

 

ZUR AUSSTELLUNG "VOR GERICHT"

Die Ausstellung des Künstlers Tal Adler „Vor Gericht – Cases Reopened: acht Fälle, acht Fotos“ soll anhand von acht eindrucksvollen Bildern Geschichte lebendig machen.

Vier Bilder aus der Serie „Leveled Landscapes“ zeigen bekannte Wiener Objekte (Heldenplatz, Flakturm, Riesenrad und Stadtpark) durch eine Wasserwaage betrachtet, die weiteren vier Fotos aus der Serie „Freiwillige Teilnahme“ sind jeweils Gruppen der österreichischen Gesellschaft gewidmet (Zyklus „Freiwillige Teilnahme“: Skilehrer/innen, Pfarrgemeinde, Alpenverein, Richter/innen). Alle acht Fotos haben nicht nur eine besondere künstlerische Perspektive gemeinsam, sondern ermöglichen dem Betrachter unterschiedliche Sichtweisen. Sie erzählen somit nicht nur eine, sondern viele Geschichten. Zwischen der Vernissage am 18.10.2013 und der Finissage am 6.12.2013 werden von acht Erzählern/innen zu jeweils einem anderen Bild Geschichten erzählt. Jede Geschichte hat mit Recht/Unrecht zu tun, häufig auch mit Erinnerung bzw der Suche nach Rechtsfrieden. So werden acht Fälle für den Besucher „wieder geöffnet“. Die Einbettung dern Bildergeschichten zwischen dem „Curriculum Justizgeschichte“ und der Tagung „Richter/innen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ ist eine besonders glückliche Ergänzung. Ich bedanke mich bei Tal Adler und Karin Schneider für die spannende Zusammenarbeit, bei meinen Kollegen/innen für ihre Mitwirkung am Projekt „Freiwillige Teilnahme“und bei den Geschichte-Erzählern/innen.

Friedrich Forsthuber, Präsident des Landesgerichtes für Strafsachen Wien

 

Gesamtes Programm

Der Standard, 2013 1017

 

Mittwoch, 27/11/2013, 17:00-18:00, Großer Sitzungssaal

Case Reopened: Donauland und die österreichisch alpine Kampagne für Antisemitismus.

Ursula Schwarz – Historikerin, Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW), Moderation und kunstbezogene Fragestellungen: Martin Achrainer – Historiker, Friedrich Forsthuber, Karin Schneider, Tal Adler

BILD IN DER AUSSTELLUNG: Mitglieder des Österreichischen und des Deutschen Alpenvereins, Friesenberghaus, Tirol, 2013 1924, nach einer vier Jahre andauernden, von österreichischen Sektionen des damals gemeinsamen „Deutschen und Österreichischen Alpenvereins“ angeführten Kampagne, wurde die mehrheitlich jüdische Sektion Donauland ausgeschlossen. Um dies zu erreichen, bedrohten die österreichischen Sektionen den Alpenverein zwischen Österreichern und Deutschen zu spalten und die Sektion Donauland dafür verantwortlich zu machen. © Tal Adler, aus der Serie “Freiwillige Teilnahme”

 

Freitag, 06/12/2013, 15:00

Führung durch das Landesgericht mit Friedrich Forsthuber

16:30, Großer Sitzungssaal

Finissage und Abschlußdiskussion

Geschichten am Gericht, eine Übung in Perspektive. Friedrich Forsthuber – Präsident des Landesgerichts für Strafsachen Wien, Moderation und kunstbezogene Fragestellungen: Karin Schneider, Tal Adler


INFO FÜR ALLE VERANSTALTUNGEN

Treffpunkt für alle Veranstaltungen und Führungen: Landesgerichtsstraße 11, vor dem Haupteingang zum Gericht. Die BesucherInnen werden vom Präsidenten des Landesgerichts, Friedrich Forsthuber, abgeholt und in die Ausstellung gebracht.

• Wir bitten um pünktliches Erscheinen, da ein Einlass nach der angegebenen Zeit nicht mehr möglich ist.

• Wir bitten um Anmeldung: friedrich.forsthuber@justiz.gv.at