Österreichischer Alpenverein

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berg heil! Alpenverein und Bergsteigen von 1918 bis 1945

 

Ausstellung „berg heil! Alpenverein und Bergsteigen 1918 – 1945“

Ausstellung des Alpenverein Südtirol

Ausstellung Berg Heil!
7.2. – 26.2.2014
Eurac Bozen, Drususallee 1
Öffnungszeiten Mo-Fr 8.00-18.00 Uhr
Eintritt frei

Die Ausstellung erzählt mit vielen Fotografien, Objekten, Gemälden und Dokumenten von den extremen alpinistischen Leistungen dieser Zeit und den enormen Risiken, die die Bergsteigerinnen und Bergsteiger dafür eingingen.In den 1920er- und 1930er-Jahren veränderten sich die Gesellschaft, der Bergsport und der Alpenverein erheblich. Die Ausstellung des AVS zeigt wie in Südtirol die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche das Bergsteigen und den Alpenverein entscheidend prägten. Das Verbot durch das faschistische Regime drängte den Alpenverein in den Untergrund. Die Berge wurden zum Rückzugsort. Thematisiert wird aber auch die politische Geschichte des Deutschen und
Oesterreichischen Alpenvereins, die vielfach von nationalistischer Geisteshaltung, Ausgrenzungen und Antisemitismus geprägt war.

Buch "Berg Heil!"
Die Ausstellung basiert auf dem Buch „Berg Heil!“, das in neun Aufsätzen und sechs thematischen Bildstrecken die Geschichte von Alpinismus und Alpenverein zwischen 1918 und 1945 vermittelt. Es ist Ergebnis eines mehrjährigen Forschungsprojektes der Alpenvereine in Südtirol, Österreich und Deutschland, umfasst 635 Seiten und 450 großteils farbige Abbildungen und ist im Böhlau-Verlag erschienen.

Ausstellungsfolder

Informationen, Führungen
Alpenverein Südtirol
Florian Trojer Tel: 0471 978141
Vintlerdurchgang 16, 39100 Bozen
archiv@alpenverein.it     www.alpenverein.it

 

Frühere Ausstellungsorte: Messner Mountain Museum Ripa / Südtirol 12. Mai – 1. November 2013,

 

Ausstellung „berg heil! Alpenverein und Bergsteigen 1918 – 1945“ 

Die 1920er- und 1930er-Jahre waren eine bergsportlich bedeutende Zeit – das zeigt
die neue Ausstellung des Alpenvereins auf Schloss Bruneck mit einer Vielzahl von
Bildern, Objekten und Dokumenten. „Berg Heil!“ zeigt aber auch, wie sehr der
Alpenverein in Südtirol durch die politischen Umbrüche geprägt wurde.

Bergsteiger und Ziele
Gleich am Anfang der Ausstellung verdeutlichen 14 Bergsportlerinnen und Bergsportler
beispielhaft Ideen, Ziele und Träume, die mit dem Bergsteigen verbunden waren. So
war etwa das Grödner „Klettergenie“ Batista Vinatzer in einem bis dahin unerreichten
Schwierigkeitsgrad unterwegs. Er verewigte sich an den Dolomitenwänden mit Routen,
die noch mehrere Jahrzehnte danach Ihresgleichen suchten.
Klettertouren bis zum oberen VI. Schwierigkeitsgrad, die Durchsteigung der
Nordwände und Expeditionen bis in die Gipfelzone der Achttausender im Himalaja –
verwackelte Fotografien, Plakate von Vorträgen und Zeitungsausschnitte zeigen, was
sie alle verband: die unglaubliche Energie, die sie in die Verwirklichung ihrer
bergsteigerischen Ziele setzten und eine enorme Risikobereitschaft.


Verlust der Schutzhütten und Vereinsverbot
Fähnchen auf einer Südtirolkarte zeigen wie dicht der Deutsche und Oesterreichische
Alpenverein die Berge mit Hütten und Wege überzogen hatte. Viele ausländische
Sektionen hatten in Südtirol ihr Arbeitsgebiet, der Verlust der Schutzhütten nach der
Annexion Südtirols durch Italien traf sie hart, der finanzielle und ideelle Verlust war
enorm. Der Verlust förderte in der Zwischenkriegszeit nicht unwesentlich die politische
Radikalisierung des Alpenvereins.

Arbeit im Verborgenen
Besonderes Augenmerk wirft die Ausstellung auf die kleinen eingeschworenen
Gruppen, die nach dem Verbot aller alpinen Vereine in Südtirol im September 1923
weiterbestanden. So sammelte sich etwa Mitte der 1920er-Jahre in Bruneck eine
Gruppe von Bergsteigern. Sie wandte sich vor allem an junge Alpinisten, die sich zu
einer eigenen Untergruppe, den „Glufenköpfen“, zusammen fanden. Die Fotos der
Gruppe zeigen die Begeisterung der jungen Alpinisten, sie pflegten das Bergsteigen
als Lebenseinstellung.
Weitere Themen der Ausstellung sind die Folgen des Ersten Weltkriegs, die
Ausgrenzung der Juden, die Option und der Alpenverein im Nationalsozialismus.

 

Die Ausstellung wird unterstützt von
Amt für Deutsche Kultur der Autonomen Provinz Bozen
Stiftung Südtiroler Sparkasse