Österreichischer Alpenverein

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Die Alpenvereinskartographie

Abteilung Hütten Wege Kartographie des Österreichischen Alpenvereins

Pitztal

Über uns

Rund 150 Jahre sind vergangen, seit dem das Interesse an den Gebirgsregionen enorm gestiegen ist, sei es aus touristischen oder aber auch aus wissenschaftlichen Gründen. Das Einsetzen des Alpinismus in der Mitte des 19. Jahrhunderts ging einher mit der Gründung der alpinen Vereine, deren Zielsetzung es war, die Kenntnis der Alpen zu erweitern und zu verbreiten und ihre Bereisung zu erleichtern.

Immer mehr Menschen fühlten sich hingezogen zur damals weitgehend unbekannten Bergwelt und mit der steigenden Beachtung der alpinen Landschaft wuchs auch der Wunsch nach adäquatem Kartenmaterial. Das militärische Interesse am Gebirgsraum hielt sich bis zum Ersten Weltkrieg in Grenzen, auch waren die technischen Möglichkeiten zu dieser Zeit noch nicht reif, um die Hochlagen geometrisch genau abzubilden. Die amtlichen Kartenwerke, die im Zuge der Landesaufnahmen entstanden sind, waren weder in Bezug auf den Maßstab, noch auf den Detailgrad im Gebirge für den Bergsteiger geeignet. Das veranlasste den Alpenverein dazu, eigene Wege im Bereich der Kartographie zu gehen. 

Die ersten Schritte zu „unserer“ Karte

Die ersten Kartenwerke des Alpenvereins basierten noch auf den amtlichen Karten und wurden ab 1902 durch eigene topographische Geländearbeit ergänzt. Dabei wurde die Landschaftszeichnung verfeinert, Namengut und Unterkunftsmöglichkeiten aufgenommen, Wege, Gewässer und Gletscher ergänzt und neue Höhenpunkte erfasst.  Dazu bediente man sich verschiedenster Methoden, die zur damaligen Zeit dem jeweiligen Stand der Technik entsprachen. Anfänglich benutzte man trigonometrische Methoden unterstützt durch barometrische Messungen zur Höhen- und Lagebestimmung. Da diese Methoden eine zu große Ungenauigkeit mit sich brachten, wurden die Aufnahmeverfahren weiterentwickelt. Nun kamen Messtisch- und Theodolitaufnahmen zum Einsatz, diese wurden wiederum von terrestrischer Stereophotogrammetrie und später von Aerophotogrammetrie abgelöst. So wurde die geforderte Genauigkeit sukzessive verbessert und es konnte der Idealmaßstab 1: 25000 erreicht werden. Dies war der Beginn der klassischen Alpenvereinskartographie.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Alpenvereinskartographie stetig weiter und prägte mit Personen wie Aegerter, Rohn, Ebster oder Brandstätter ganze Generationen von Kartographen. Besonders der plastischen Geländedarstellung wurde sehr viel Beachtung geschenkt. Man bemühte sich stets, die Topographie möglichst realitätsnah abzubilden. Dabei entstanden verschiedene Perioden mit unterschiedlicher Darstellung. Die anfänglichen Böschungsschraffenkarten  wurden von Reliefkarten abgelöst. Ab 1900 kam eine den petrographisch-tektonischen Verhältnissen angepasste Felszeichnung hinzu, die später vom damaligen Alpenvereinskartographen Fritz Ebster mit Höhenlinien kombiniert wurde („Ebstermethode“). Bis heute haben Karten des Alpenvereins durch deren Plastizität und Detailgrad international einen hervorragenden Ruf im Bereich der Hochgebirgskartographie und werden von vielen Mitgliedern gerne als das „Familiensilber“ des Vereins gesehen.

Derzeit werden 56 topographische Hochgebirgskarten der Ostalpen als Ausgaben mit Wegmarkierung, Skitouren oder als Kombikarten (Wegmarkierung und Skitouren), sowie 18 sogenannte Expeditionskarten außereuropäischer Gebiete als Alpenvereinskarten angeboten. Weiter im Verkaufsprogramm gibt es auch die topographischen Karten des Landesamt für Vermessung und Geoinformation, München - die BY-Serie.

Betrieben wird die Alpenvereinskartographie gemeinsam mit dem Deutschen Alpenverein an getrennten Standorten in Innsbruck und in München.

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