Österreichischer Alpenverein

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Bergwaldprojekt Gumpenalm 2011

Eine bunte Gruppe von 13 naturverbundenen Freiwilligen hilft in der Zeit vom 10. bis 16. Juli 2011 auf der Gumpenalm im Naturpark Sölktäler in der Steiermark; dort beteiligen sie sich tatkräftig an einem der zahlreichen Bergwaldprojekte des Oesterreichischen Alpenvereins mit dem Ziel, einen aktiven Beitrag zum Erhalt und zur Pflege der österreichischen Almen zu leisten.

Bereits zum 6. Mal organisiert der Oesterreichische Alpenverein (OeAV) in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Sölktäler ein Bergwaldprojekt, welches heuer auf der Gumpenalm auf 1430 Meter Seehöhe stattfindet. Ziel ist hier die acht Bauern der Agrargemeinschaft Gumpenalm bei wichtigen Arbeiten zum Erhalt und zur Pflege unserer Almen - ein einzigartiges Kulturgut - mit vollem Engagement zu unterstützen. Zahlreiche Arbeiten wurden von den freiwilligen Helfern im Bereich der Weidepflege übernommen: Entfernung von jungen Fichten und Latschen, die sich über die Futterflächen ausbreiten, und für das Vieh giftige Pflanzen, wie z. B. den weißen Germer sowie die Beseitigung von Schneebruchschäden. Diese anstrengenden Tätigkeiten mit einem Zeitaufwand von rund 500 Stunden werden vom fleißigen Team, mit Unterstützung sowie tatkräftiger Mithilfe von den Gumpenalmbauern im weglosen, zum Teil steilen Gelände in einer Seehöhe von 1.400 m bis 1.800 m zur vollsten Zufriedenheit von Franz Leitgab, Obmann der Agrargemeinschaft Gumpenalm, durchgeführt. „Mit den Ergebnissen der letzten Bergwaldwoche im Jahr 2008 waren wir so zufrieden und darum machen wir das dieses Jahr wieder; es kommen nur sehr positive Rückmeldung zu den Helfern von unseren Gumpenalmbauern. Die Arbeiten sind überall dringend notwendig, wir kommen zeitmäßig aber einfach nicht dazu.“

Freiwillige Arbeit auf der Alm statt einer Woche Urlaub? Die Teilnehmer der Bergwaldwoche beantworten diese Frage mit einem eindeutigen Ja; die Beweggründe unentgeltlich schwere körperliche Arbeit bei zum Teil auch schlechten Wetterbedingungen zu verrichten, sind sehr verschieden: Spaß und Freude an der Arbeit in der Natur, der Wille etwas Sinnvolles für die Berge zu tun sowie das gesellige Beisammensein mit netten Menschen. Eine freiwillige Helferin ist begeistert: „Ich habe von einigen Leuten gehört, dass es so viel Spaß macht und leiwand ist; ja, und so ist es auch!“

Auf alle Fälle weiß das Team der Freiwilligen von seinem wichtigen Beitrag zum Erhalt eines einzigartigen österreichischen Kulturgutes, den Almen; auch die herzliche Dankbarkeit der Almbauern, die liebevolle Verpflegung mit köstlichen regionalen Almprodukten und die erfolgreiche Absolvierung des Ennstaler Almdiploms runden die Freude an der sinnvollen Arbeit in der Natur stimmig ab.

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