Österreichischer Alpenverein

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Bergwaldprojekt Gjaidalm / Dachstein 2011

Die Region Hallstatt- Dachstein/Salzkammergut zählt seit 1997 zu einer der UNESCO Welt- Erbe Stätten. Mitten in diesem Gebiet, genauer gesagt im Dachsteinmassiv, liegt die Gjaidalm. Sie war von 26. Juni bis 2. Juli 2011 Ausgangspunkt eines vom Oesterreichischen Alpenverein und der Wildbach und Lawinenverbauung OÖ „die Wildbach“ initiierten Bergwaldprojektes.

In dieser Woche fanden sich 14 ehrenamtliche Helfer in einem Gebiet auf rund 1700 m Seehöhe ein. Sie haben unter Betreuung der örtlichen Wildbach- und Lawinenverbauung den Bergwald durch Aufforstungen mit Zirbenpflanzen unterstützt. Dadurch leisteten sie einen wichtige Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung des so wichtigen Schutzwaldes.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit lag in der Almpflege. In Zusammenarbeit mit der örtlichen Almgemeinschaft wurden zugewachsene Almflächen zurück gewonnen, und zum Erhalt traditionsreicher Kulturflächen in Österreich beigetragen.

Durch die Aufforstungsarbeiten hier, in einer der imposantesten Gebirgslandschaften in den nördlichen Kalkalpen, soll der Wald als Schutz- und Erholungsraum für Generationen gestärkt und erhalten bleiben.
Die Zirbe – die Königin der Alpen ist als subalpine Baumart in diesen Höhen besonders geeignet, da sie sehr widerstandsfähig ist und bedingt durch ihr langsames Wachstum ein Alter bis zu 600 Jahren erreichen kann. Sie ist sehr anspruchslos und schützt den Boden vor Erosionen. Die Zirbe ist eine der schönsten und charakteristischsten Baumarten der Alpen.

Nur ein intakter Bergwald seinem einzigartigen Wasserrückhaltevermögen schützt vor Hochwasser in so ausgesetzten Tallagen wie sie in Hallstatt vorliegen.
Doch das ist noch zu wenig: Neben dem Charakter des Bergwaldes als Schutz vor Naturkatastrophen begeistert die ehrenamtlich tätigen Bergfreunde auch die Qualität der Almen als unbezahlbare Kulturflächen in dieser sonst so unberührt scheinenden Naturlandschaft. Immer häufiger wird in Österreich die mühsame Bewirtschaftung von Almflächen reduziert oder gar aufgegeben, was die schnelle Eroberung der ehemaligen Almflächen durch Latschenbewuchs zur Folge hat. Um diese Flächen für das Vieh zugänglich zu machen, müssen sie kleinflächig vom bereits stark aufgekommenen Latschenbewuchs befreit werden- die Flächen wurden also geschwendet, gleichzeitig wird dadurch der Weidedruck auf den Bergwaldflächen reduziert.

Für die Finanzierung des Projektes ist der Oesterreichische Alpenverein auf Projektpartner aus der Wirtschaft angewiesen: Almdudler (A. & S. Klein GmbH & Co KG) unterstützt die Bergwald- und Umweltprojekte dankenswerterweise seit 2007.

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