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130 Jahre Sektion MARIAZELLERLAND 1881 - 2011 (130 Jahre Sektion MARIAZELLERLAND)

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Edelweißhütte 1891

130 Jahre Sektion MARIAZELLERLAND 1881 - 2011

in einer Zeit als über die  Wallfahrt hinaus auch der Tourismus belebt werden sollte. Mariazell war eine der ersten Sektionen des im Jahr 1869 gegründeten Touristenklubs. Ins Leben gerufen wurde sie von den Herren: Dr. Hermann Asperger, kk. Notar, Dr. Anton Irrausch, Arzt, Josef Jeckl, Apotheker, Dr. Franz Ladurner,  Arzt, Josef Lang, Krankenhausverwalter und Bezirksobmann, Johann Laufenstein, Gastwirt und Bürgermeister, Dr. Karl Sommavilla, k.k. Bezirksrichter und Hans Schroll, Forstverwalter.

Unsere ÖTK Sektion zählte im Gründungsjahr 46 Mitglieder. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1952) wurde Mariazell  eine Alpenvereinssektion.
Bei der Wiederbelebung der Sektion Mariazell nach dem Krieg machten sich Hans Weissenbacher, Karl Schrittwieser, Florian Brandl, Franz Sorger, Ferdinand Huber, Adolf Murg, Dir. Stefan Moritz und Leopold Wutzl besonders verdient.

Ganz im Sinne der für die Gründung der ÖTK Sektion Mariazell mitausschlaggebenden Überlegung, nämlich die Hebung des Fremdenverkehrs in Mariazell und der nächsten Umgebung richteten sich die ersten Aktivitäten der Sektion Mariazell auf die Erschließung der Bürgeralpe die bis etwa 1870 noch die große Zeller Höh´ war. So wurden auf das Bürgeralpl Wege und Steige aus allen Richtungen angelegt und an Aussichtspunkten Warten (Unterstandshütten) gebaut. Nur mehr ein paar von diesen seinerzeit acht Aussichtswarten sind heute noch erhalten, nicht zuletzt deshalb, weil die damals gewählten Standorte heute teilweise keine Aussicht mehr bieten.

Im Gründungsjahr 1881 übernahm unsere ÖTK Sektion eine schon bestehende Aussichtswarte am Bürgeralpl - Plateau in Form eines Steinhügels mit aufgesetzter Holzkanzel und erhöhte diese zunächst um ein Stockwerk. In diesem Baustadium wurde sie zur Erzherzog Franz Carl Warte (feierliche Eröffnung am 19. Juni 1882). Die schließlich zum 23 m hohen Turm gewachsene Warte in Holzkonstruktion wurde baufällig und musste 1909 wegen Einsturzgefahr abgetragen werden. Die neue 24 m hohe steinerne Aussichtswarte (wie sie sich heute noch präsentiert)  wurde unter Obmann Mag. Gustav  Schopf erbaut und am 4. September 1910 feierlich eingeweiht.

1981 wurde die Schwebebahnen AG Mariazell, Eigentümerin der Aussichtswarte.

1891 erbaute die ÖTK Sektion Mariazell eine Schutzhütte auf dem Bürgeralpl auf Forstkommune Grund. Die einfache Hütte aus Holz wurde 1897 durch einen Zubau vergrößert. Küche, Kammer und zwei Zimmer waren das neue Raumangebot. Eine weitere Verbesserung (in sanitärer Hinsicht) ist im Jahr 1933 vermerkt.
1981 wurde die Bürgeralm(Edelweiß-)hütte an die Schwebebahnen AG Mariazell verkauft. Gleichgültig, wer der jeweilige Eigentümer war, 120 Jahre (mit kurzen Unterbrechungen) leistet  das Almwirtshaus auf der Bürgeralpe nun schon ihre Dienste zum Wohle und zur Freude der Mariazeller und der vielen Gäste aus nah und fern dank ihrer immer bewährten Bewirtschafter (Pächter).

Heute bewirtschaftet unsere Alpenvereinssektion als Pächterin zwei Hütten: Die Farnboden- und die Falbersbachhütte. Betreut werden die Hütten zur vollsten Zufriedenheit aller Gäste von unseren Hüttenwarten Gottfried Kargl und Werner Girrer

Von jeher eine der aufwendigsten und arbeitsintensivsten Aufgaben unserer Sektion ist die Betreuung des weit verzweigten Wanderwegenetzes. Schon in den ersten Vereinsjahren erweiterte sich das Arbeitsgebiet über die Bürgeralpe und Mariazell hinaus. In der Jahreshauptversammlung am 24. Jänner 1938 berichtete der Vorsitzende Franz Steinwendtner, dass mit 11. Februar 1937 die Tonion mit ihren vielen Ausläufern und Tälern sowie der Zellerhut dem Arbeitsgebiet der Sektion Mariazell übertragen wurden, so dass nunmehr  208 km Wanderwege zu betreuen waren. In dieser Weglänge eingerechnet waren auch neu angelegte Wege, wie der Promenadeweg von Gußwerk nach Mariazell und der Weg durch die Salzaklamm. Im Zusammenhange mit der Erhaltung und Betreuung der Wanderwege stößt man in älteren Aufzeichnungen wiederholt auf die Namen Kurt Beigel, Franz Höfer, Karl Höfer, Florian Brandl, Josef Praschl, Hans Brunner, Robert Lichtblau und Leopold Wutzl. Sie waren viele Jahre eifrig unterwegs mit Säge, Hacke und Pinsel.

Heute markiert und pflegt  unsere Alpenvereinssektion 270 km Wanderwege.
Von 2005 2010 wurden unter der Leitung von unserem Markierungswart Leopold Würfel 405 neue Markierungstafeln aufgestellt.

 

Bald nach dem Ersten Weltkrieg wurden Wanderungen und Touren in die heimische Bergwelt bis hinunter in das Gesäuse sowohl im Sommer als auch im Winter organisiert. Im Jahresbericht 1923 ist vermerkt, dass in diesem Jahr 6 Winter- und 5 Sommertouren unternommen worden sind. Viele Touren führten in der Zwischenkriegszeit auf den Hochschwab und seine Umgebung, sicherlich auch deshalb, weil in dieser Zeit eine besondere Beziehung zu der alpinen Gesellschaft D´Voisthaler bestanden hatte.

Von 1967 bis 1991 wurde der Feldhüttel Riesentorlauf veranstaltet. Eine weitere sehr beliebte Veranstaltung war der Firngleiterlauf im Toniongebiet.

 

Wie auch andere Vereine nahm sich unsere Touristenklub- bzw. Alpenvereinssektion auch der Jugend(arbeit) an. Ab dem Jahr 1935 wurde wiederholt versucht eine Jugendgruppe zu gründen leider ohne Erfolg. Erst seit dem Beginn der 1950er Jahre gibt es eine aktive Alpenvereinsjugend, die viele Bergfahrten im In- und Ausland durchführt.

Auf 130 Jahre erfolgreiche Arbeit kann unsere Touristenklub bzw. Alpenvereinssektion zurückblicken. Mit 392 Mitgliedern haben wir bislang den höchsten Mitgliederstand erreicht. Ein umfangreiches Touren- und Arbeitsprogramm zeugt von hohem Einsatz unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter.
Für die Zukunft wünsche ich allen Mitarbeitern, Mitgliedern und Bergfreunden ein herzliches

Berg Heil!

Ing. Franz Fidi

Obmann

 

 
 
 

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