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Alpenverein Linz


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der Natur auf der Spur

Zum Thema: Sanfte Mobilität

Natürlich ist uns allen eine intakte Umwelt wichtig. Natürlich wollen wir reine Luft und sauberes Wasser, einen unbelasteten Boden, gesunde Pflanzen und Tiere, die uns als Lebensmittel zur Verfügung stehen – natürlich! Aber wie „natürlich” ist es für jeden von uns, zur Erhaltung etwas beizutragen?

Es gibt viele Möglichkeiten, einen Beitrag zu einer gesunden Umwelt zu leisten, eine davon ist der – zumindest fallweise – Verzicht auf’s Auto, Stichwort: sanfte Mobilität. „Vor den Vorhang” möchte ich an dieser Stelle die Seniorengruppe des Alpenvereins Linz holen, die seit vielen Jahren zu JEDER ihrer Wanderungen mit Zug oder Bus anreist. Der positive Effekt ist nicht zu übersehen!

Ein Beispiel: Eine 20 köpfige Wandergruppe (die durchschnittliche Teilnehmerzahl bei unseren Seniorenwanderungen sind sogar 28!) fährt eine Strecke von 100 Km und verursacht einen CO2 Ausstoß* von

  • mit der Bahn: 28.200 g
  • mit dem PKW, 4 Personen pro Auto: 88.400 g – das ist mehr als 3 x so viel!
  • mit dem PKW, 2 Personen pro Auto: 176.800 g – mehr als das 6-fache!

Ich denke, die Zahlen sprechen für sich, kann mir aber gut vorstellen, welche Einwände von manchen an dieser Stelle kommen könnten, wie z. B.:

bild

„Der zeitliche Aufwand eine Tour mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zu machen ist um so vieles größer und somit uninteressant”.

Ja, es ist richtig, dass man mehr Zeit einplanen muss, aber nur auf den ersten Blick ist diese Zeit verloren. Denn dieses Mehr an Zeit kann ja sinnvoll genutzt werden. Macht man die Tour alleine, dann kann man z. B. in Ruhe die Zeitung lesen. Ist man mit Kindern unterwegs, kann bereits die Anreise viel Spaß machen, indem man sie für geeignete Spiele nutzt. Das ist wertvolle Zeit und keineswegs verlorene Zeit. 

Ein weiteres oft geäußertes Argument sind die Kosten: „Wenn wir zu viert mit dem Auto fahren ist dies um vieles billiger”.

Ja, auch das scheint zunächst richtig zu sein. Aber sind wir doch mal ehrlich, wie oft ist man wirklich zu viert im Auto? Meistens doch bestenfalls zu zweit, denn man will ja unabhängig sein. Außerdem werden bei dieser Kalkulation immer nur die reinen Benzinkosten bedacht, was eigentlich eine kurzsichtige Rechnung ist.

Vielleicht sollten wir alle auch hier etwas umdenken, die Natur sollte uns doch auch etwas wert sein. Und das Ganze hat noch einen weiteren Vorteil: Kommt man müde von der Tour zum Ausgangspunkt zurück, muss man sich nicht noch hinters Steuer setzen und eine geraume Zeit voll konzentrieren, um gut nach Hause zu kommen.

„Die meisten Touren lassen sich nur schwer mit öffentlicher Anreise durchführen”.

Auch das stimmt, nicht jede Tour lässt sich so organisieren. Aber es gibt einige, die sich dafür sehr gut eignen, vor allem wenn es keine Rundtouren sind. An dieser Stelle möchte ich euch gerne auf 3 Touren des Linzer Alpenvereins aufmerksam machen, die in diesem Heft angeboten werden. Touren dieser Art werden wir in Zukunft verstärkt in unserem Programm anbieten (hoffentlich, dies hängt natürlich davon ab, wie sie angenommen werden).

Ich möchte euch noch auf die bemerkenswerte Zusammenstellung von Vorschlägen zur öffentlichen Anreise im Bergsport unter folgendem Link aufmerksam machen: www.alpenverein.at/portal/natur-umwelt/sanfte_mobilitaet

Wäre es nicht eine feine Sache, wenn wir eine solche Zusammenstellung auch für Sommertouren in OÖ entwickeln könnten? Wer von euch hat bereits solche Touren erfolgreich gemacht und stellt uns diesen fertigen Tourenablauf mit An- und Abreise zur Verfügung? Vielleicht entsteht dann ja auf diesem Weg eine Sammlung für uns alle und nicht jeder muss sich den Kopf auf`s Neue zerbrechen!

Bitte schickt eure Tipps an: huber@sektion.alpenverein.at

Seit über 30 Jahren fahre ich mit den „Öffis” ins Büro – aber zugegeben - zum Ausgangspunkt einer Tour bin auch ich bisher immer mit dem PKW gefahren. Ich nehme mir aber vor, es in Zukunft immer wieder einmal öffentlich zu versuchen. Und wenn wir alle auch nur hin und wieder dies in Angriff nehmen, ist doch schon viel gewonnen, wie das Beispiel CO2 Ausstoß Bahn/PKW zeigt – oder?

Klaudia Huber

*Angaben zum CO2 Ausstoß stammen vom Umweltbundesamt 04/2016

 
 
 

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