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Skitourentage Sesvennahütte (Skitourentage Sesvennahütte)

Alpenverein Linz
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Skitourentage Sesvennahütte

Skitourentage Sesvennahütte

Teilnehmer: Andreas Rois (TL), Regina Hammerschmid,  Michael Hofer, Magdalena Knogler

Vier topmotivierte Bergsteiger (Schitourengeher) von der Ortsgruppe Niederwaldkirchen hatten sich um 5 Uhr auf dem Weg nach Schlinig im Vinschgau gemacht.

Als wir nach etlichen Pausen und fast 6 Stunden Autofahrt in Schlinig (ca. 1750m) angekommen sind, sah es so gar nicht nach Winter aus. Im Tal war der Schnee zur Gänze weggeschmolzen. Daher packten wir unsere Schi und Schuhe auf den Rucksack und wanderten so Richtung Sesvennahütte hinauf. Auf der Hütte angekommen wurde es plötzlich winterlich.

Am zweiten Tag in der Früh ging es von der Hütte zum Schlinigpass, ab dort rechts eine Mulde hinauf zur Rasass Spitze(2941m). An diesem Tag war das Wetter noch nicht ganz so perfekt. Wir hatten leichten Nordwest Wind und ein paar Wolken zogen auch durch. Von der Rasass Spitze hatten wir eine feine Abfahrt (nördl.) zu den Grionböden. Dort gönnten  wir uns eine kurze Pause und danach machten wir noch den Grionkopf (2898m) mit. Dann hatten wir noch die Abfahrt zurück zur Hütte vor uns. Insgesamt eine coole Rundtour.

Der dritte Tag sollte laut Wetterbericht perfekt werden, so war es dann auch. Von der Hütte gleich aufwärts zur Sesvennascharte zum ersten Gipfel den Schadler(2948m). Von dort an ging es einen Kamm entlang zum Piz Rims (3050m), schöner Aussichtsberg. An diesem traumhaften Tag waren wir sehr motiviert, deshalb knöpften wir uns noch denn Piz Cristanas (3092) vor. Auch ein schneidiger Gipfel. Nach einer ausgiebigen Rast und genug Fotos machten wir uns bereit zur Abfahrt. Da wir am Tag zuvor genau gegenüber unterwegs waren, hatte ich mir schon eine spezielle Abfahrt (Rinne) ausgesucht. Ich kann nur eines sagen für diese Schneelage war es eine Hammer Abfahrt, es hat noch gestaubt. Da schmeckte das Bier gleich viel mehr.

Am letzten Tag ging es um 6 Uhr Früh wieder hinauf zur Sesvennascharte. Diesmal nicht rechts zum Schadler sondern zum Namensgeber der Hütte Piz Sesvenna(3204m Foto). Der Anstieg erfolgte eher sanft über den einzigen Gletscher in diesem Gebiet (Vadret da Sesvenna). Am Sattel angekommen, hatten wir noch eine Gratkletterei (Schwierigkeit 2) vor uns. Das hieß für uns die Steigeisen anlegen und die Schi wieder auf den Rucksack verstauen. Am Gipfel angekommen hatten wir eine nahezu perfekte Fernsicht zum Ortler und in die Berninagruppe. Die Abfahrt direkt vom Gipfel war etwas heikel, geht nur bei sehr guten Verhältnissen. Da wir nicht mehr über die Hütte ins Tal abfuhren (wegen Schneemangel), gab uns der Hüttenwirt einen Tipp. Nach der Gletscherabfahrt zur Vedrettascharte aufsteigen und zum Abschluss noch eine 1000Hm Abfahrt im Firn genießen. 

Fazit: Auch bei dieser Schneelage wie in diesem Winter kann man tolle Schitouren machen.

Ein Dankeschön an die hoch motivierten Teilnehmer

Andi