Sektion Leogang

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Präsentation Feuerbrennplakat

Feuerbrennplakat

Kostbares zum „Foiabrenna“

„Wir sind zu einer ungewöhnlichen Zeit – mitten in der Nacht – an einem ungewöhnlichen Ort, auf einem Berg. In einer Umgebung, wo es sonst niemals Feuer gibt, brennen wir zu Sommerbeginn unsere Sonnwendfeuer ab. Inmitten unberührter Natur erleben wir dabei Stimmungen, die uns sonst fremd sind. Dort, unter unzähligen Gestirnen, werfen wir einen Blick in das Unendliche.“ So drückt einer die schwer in Worte zu fassenden Beweggründe aus, die auch ihn selbst seit seiner frühen Jugend zum Feuerbrennen auf die Berge getrieben haben: Albert Steidl leitete mit seiner Ansprache die Enthüllung jenes Bildes ein, das als Motiv die Plakate und Ankündigungen der Feuer zur Sommersonnenwende in den Leoganger Bergen schmückt. Es ist für die Sektion Leogang des Österreichischen Alpenvereins, die seit vielen Jahren das Brennmaterial für diesen Anlass zur Verfügung stellt und diesen koordiniert, ein ganz besonderes Privileg, dass sich der bekannte Maler Wolfgang Wiesinger-Halbach – unentgeltlich – des Themas angenommen hat und seine Gedanken zu diesem Ereignis in Farben gefasst hat: das Bild, von ihm persönlich enthüllt und in knappen Worten kommentiert, zeigt einen einzelnen „Foiabrenna“ vor den Flammenzungen „seines“ Feuers in dunkler Nacht. Das dahinter liegende Gebirge ist eine einförmige Fläche, entlang dessen Kamm eine dichte Kette von Feuern brennt und das eine weitere Struktur dadurch erhält, indem ein Ast der Feuerkette einen unsichtbaren Grat des Berges entlang nach unten führt. Da weder Maler noch Redner das Motiv bzw. den Inhalt der Präsentation des jeweils anderen kannten, war es für alle Beteiligten im Samerstall beim ersten Blick auf das Bild überraschend, wie gut die Atmosphäre des Gemalten die Aussagen des Gesprochenen spiegelt.

Großer Dank gilt Gerhard Weilguny, der den Kontakt zu Professor Wiesinger-Halbach herstellte und mit dem Anliegen der Sektion an ihn herantrat. Er stellte auch den Künstler, seinen Werdegang und die Entwicklung seiner Malerei in hervorragender Weise dar. Bemerkenswerterweise waren sowohl er als auch Paul Mitterer, Vertreter der Saalfelden-Leogang Touristik, Schüler von Professor Wiesinger. Dank auch an die Leoganger Bergbahnen, vertreten durch Kornel Grundner, und ihre Unterstützung bei der Verwirklichung unseres neuen Plakats. Im Anschluss an die Präsentation bot sich dann schließlich die Gelegenheit bei einem guten Glas Erlebnisse und Anekdoten, lustige wie auch nachdenklich stimmende, rund um die Sonnenwende in Erinnerung zu rufen.

Zwei Tage lang waren sowohl das Bild zum Sonnwend-Feuerbrennen als auch weitere Werke von Professor Wiesinger-Halbach, die sich alle mit den Leoganger Steinbergen in unterschiedlichen Ansichten auseinandersetzen, im Samerstall in Leogang bei freiem Eintritt zu besichtigen. Der ÖAV nahm auch die Gelegenheit wahr, Fotos und Gegenstände zum Thema Feuerbrennen zusammenzutragen und auszustellen. Der Verein kam damit in bester Weise dem in seinen Statuten festgehaltenen Auftrag nach, nicht nur das Bergsteigen sondern auch die Künste zu fördern. Aber auch wenn wir in Leogang stolz sind auf die Feuer vom Dreizinth bis hinaus zum Brandhorn und sie nun mit einem außergewöhnlichen Plakat bewerben können, so sollten wir den abschließenden Appell der Rede anlässlich der Plakatpräsentation stets in Erinnerung behalten und bescheiden bleiben:„Wir dürfen nicht zulassen, dass die Sonnwendfeuer für irgendeinen Zweck gebrannt werden. Wir haben die Feuer niemals für irgend etwas oder irgend jemanden gebrannt, wir haben sie immer nur für uns selbst gebrannt.“

siehe auch unter Alben: hier klicken

 
 
 

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