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18.-20. September 2018 Radtouren Umag-Istrien (2018.09.18.-20 Radtouren in Umag-Istrien)

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18.-20. September 2018 Radtouren Umag-Istrien

 
 
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Dienstag:
Anreise + Radtour Umag - Laura - Savudrija - Umag

Nach einem fröhlichen „Guten Morgen“ kamen beim Aufladen der Fahrräder unser Busfahrer Tommy, immer gut gelaunt und uns allen bereits wohlbekannt, sowie Andreas sein unverzichtbarer Helfer bereits ordentlich ins Schwitzen. Pünktlich um
6 Uhr früh  starteten wir bei schönstem Wetter mit 36 Teilnehmern, davon 34 vom AV-Leibnitz zu unserem heutigen Ziel, Umag in Istrien.
Schon in Slowenien eine kurze Jausenpause mit Kaffee und Kipferl gesponsert von Kerngast-Reisen und weiter ging es über Ljubljana und Koper nach Umag wo wir nach 370 km schon um 11:15 Uhr am Parkplatz unseres Hotels Sol Sipar unsere Fahrräder abluden. Hier erwarteten uns bereits Josefine und Freundin, welche schon am Samstag angereist waren und so waren wir nun 38.  Heiße Würstel, zubereitet von Tommy wurden verspeist.Nach kurzer Erklärung der Verhaltensregeln durch Hans ging es auch schon los zur heutigen Rundtour, jetzt mit 38 Teilnehmern.  Über Umag undValica erreichten wir Laura und genossen den Blick über die Bucht von Piran. Weiter fuhren wir zur Burg Socerb rauf und kamen bald darauf in Savudrija an, einem malerischen Fischerdörfchen. Der besondere Reiz Savudrijas sind die üppige mediterrane Vegetation sowie die zum Teil noch geschlossenen, meist aus Pinien sowie verschiedenen Eichenarten zusammengesetzten Wälder und Wäldchen.
Nach einer kleinen Stärkung  im Hafenrestaurant und einem Gruppenfoto an  der Mole bei den Fischkuttern ging es am Leuchtturm(1918 unter dem Schutz von Kaiser Franz I. von Österreich errichtet, 36m hoch und immer noch in Betrieb ) vorbei und immer der Küste entlang Richtung Zambratija. Eine Strecke eigentlich für Mountainbiker, doch war sie wesentlich schöner da es immer am Meeresufer entlang ging. Über Monterol erreichten wir dann nach 30 km wieder unser Hotel Sol Sipar in Umag.
Unsere Zimmer wurden bezogen und dann hinein in die Badehosen und ab ins herrlich warme Meerwasser. Nach diesem erfrischenden Bad trafen wir uns beim reichhaltigen Büffet zum Abendessen. Der wunderschöne Sonnenuntergang auf der Hotelterrasse bei einem kühlen „Sundowner“ rundete diesen ersten Tag dann perfekt ab. 
Resümee dieses ersten Tages:  
Trotz der „Riesengruppe“ und Dank Erwin (Mittelmann) und Karl (Schlussmann)ging keiner verloren, einige konnten auch erfolgreich wieder eingefangen werden, und das Wichtigste, außer einem Salto und 2 kleineren Stürzen ohne Beschädigung der Fahrer, NIX IST PASSIERT.

Von 41 Teilnehmern waren bereits 24 eBiker = 58,5%. Dieser Trend spricht für sich und ist nicht mehr aufzuhalten.


Mittwoch:
Radtour Monterol - Sveti Marija - Buje - Novigrad - Umag

Motto dieses Tages: gut geschüttelt und reich belohnt.
Wie gestern fuhren wir wieder um 9 Uhr los. Unter der Führung von Hans, Erwin und Karl, aber mit
"nur 26 Teilnehmern" ging es über die Bucht von Monterol nach Sveta Marija und dann streckenweise entlang des Bahntrassenweges Parenzana nach  Buje, einer romantischen Kleinstadt auf einem 240m hohen Hügel, den wir nach 19 km und einigen schweißtreibenden Höhenmetern um 11:30 erreichten. Das günstige mediterrane Klima und der fruchtbare istrische Boden sind für den Wein- und Olivenanbau bestens geeignet. Buje daher für seine Spitzenweine von über zehn Herstellern bekannt und auf einer der bekanntesten und ältesten Weinstraßen in Kroatien erreichbar. Plötzlich standen auch zwei Radler unserer Mountainbiker vor uns, die ihre Gruppe verloren hatten. Die Kirche des hl. Servul mit dem zweithöchsten Glockenturm Istriens konnte leider nicht besichtigt werden da sie versperrt war, leider auch der Gastbetrieb.  Der Ausblick von hier oben entschädigte uns jedoch und war einfach grandios. Nach kurzem Aufstieg zur Uhr des zweiten Kirchturms von Buje, wegen der desolaten und ungesicherten Holzleitern nicht gerade empfehlenswert, ich war daher auch alleine oben, ging es weiter nach Brtonigla wo wir uns endlich stärken konnten.
Jetzt war das nächste Ziel Novigrad, das wir nach 34 km um 14:30 erreichten und wo wir wiederum, diesmal ein verlorenes Mitglied der Gruppe Luis, einsammelten. Die Stadt zählt zu den Geheimtipps in Istrien, weil Novigrad trotz seiner guten Lage noch nicht vom Massentourismus verschlungen wurde und einen unverwechselbaren mediterranen Charme besitzt, der uns verzauberte. Der komplette Altstadtkern liegt auf einer Landzunge, die erst im 18. Jahrhundert mit dem Festland verbunden wurde und wird durchgängig von einer sehr gut erhaltenen Stadtmauer umgeben. Diese Einzigartigkeit in Istrien konnten wir entlang der Uferpromenade, die rund um die Altstadt führte, bewundern. Neben der wunderschönen Altstadtmauer begeisterte uns aber auch das Flair der Innenstadt mit vielen mittelalterlichen Bauten. Der 1883 nach dem Vorbild des Venediger Markusturms erbaute Glockenturm befindet sich neben der Pfarrkirche der heiligen Pelagius und Maxim. Auf der Spitze des Turmes steht eine Statue des hl. Pelagius, des Schutzpatrons der Stadt.
Nach Besichtigung und Verköstigung in diversen Gaststätten ging es jetzt wieder Richtung Umag weiter. Immer am Meeresufer entlang, teilweise asphaltiert, aber auch recht holprige Mountainbike Strecken, sehr zum Missfallen einiger unserer Radlerinnen. Traumhafte Ausblicke auf die Meeresstrände entschädigten uns aber immer wieder und ein Bierchen auf einer schönen Strand Terrasse war natürlich auch nicht zu verachten. Weiter ging es dann, unterbrochen nur durch Drehkreuze, die uns Radfahrern das Leben schwer machen sollten.
Dann erreichten wir Umag und mussten natürlich unser obligatorisches Gruppenfoto machen, diesmal auf der Mole beim Hafen, geknipst von zwei freundlichen hübschen Mädels. Gegen 18:00 Uhr und nach 61 km mit 600 hm erreichten wir unser Hotel. Hier trafen wir auch wiederunsere beiden anderen Gruppen (Mountainbiker-8 und Luis-6).
Nach Aufladen unserer Räder im Anhänger mussten wir, jetzt schon bei Sonnenuntergang, natürlich noch ins Meer „hupfen“. Mehr war heute wirklich nicht mehr zu erleben und bereits nach dem Abendessen hatten mir die 2-3 während des Tages doch etwas unzufriedenen Radlerinnen die teilweise ungemütlichen Mountainbike Einlagen dieser Tour verziehen.

Bericht Gruppe Luis
Die 3. Gruppe,  bestehend aus 6 Radlerinnen und Radlern,  wählte für diesen Tag die gemütliche Tour von Umag nach Novigrad entlang der Küste. Die Strecke führte durch verschiedene Campingplätze, über gepflasterte Promenadenwege und Schotterwege und war auf Hin- und Rückweg insgesamt 50 km lang. In Novigrad war genügend Zeit für eine kleine Stadtbesichtigung  mit Besuch der Kirche  der Hl. Muttergottes von Karmel.  Auf der Rückfahrt wurde in einem Restaurant direkt am Meer auf einer gemütlichen Terrasse ein ausgezeichnetes Essen eingenommen. Im Hotel angekommen beendeten einige der Teilnehmerinnen diese Tour  mit einem erfrischenden Bad im Meer.


Donnerstag:
Vormittag flanieren in Umag + Nachmittag Weinverkostung

Motto dieses Tages: Abschluss mit Genuss
Da wir bereits gestern Abend die Räder im Anhänger verstaut hatten konnten wir es ganz gemütlich angehen. Frühstücken erst um 8 Uhr, dann Spaziergang nach Umag. Hier einen Aperol oder Schluck Wein, dort ein Eis, Shopping war natürlich auch bei einigen Damen angesagt.
Der Name Umag wurde offiziell das erste Mal im 7. Jahrhundert erwähnt, die Stadt oder damalige Siedlung hatte aber jedoch schon zu Römerzeiten existiert. Umag wurde von den Römern, die hier ihre Landsitze errichteten, unter dem Namen Umacus gegründet. Das heutige Zentrum war damals eine Insel und wurde durch Aufschüttungen mit dem Festland verbunden.
Im Mittelalter gehörte Umag zum Bistum Triest, bis die Venezianer im Jahr 1268 die Herrschaft über Umag übernahmen. Langezeit gehörte Umag auch zu Venedig bis schließlich 1797 Napoleon es an die österreichisch-ungarische Herrschaft übergab. Im Jahre 1918 übernahm Italien wieder Umag und die Spuren von der italienischen Herrschaft sind bis heute zu erkennen. Fast alle Einwohner von Umag sprechen noch heute italienisch und viel Schilder und Beschreibungen sind sowohl in Kroatisch als auch in Italienisch. Ein Beispiel ist das Ortsschild auf dem Umag und auch die italienische Version Umago steht. Von 1945 bis 1953 war Umag Teil des Freistaates Triest bis es im Jahr 1954 endlich an das damalige Jugoslawien ging. Seit der Spaltung Jugoslawiens im Jahre 1991 wurde Umag Teil der Republik Kroatiens. Nach der Einführung der lokalen Verwaltung im Jahre 1993 wurde Umag eine unabhängige Gemeinde und erhielt 1997 den Status einer Stadt (kroatisch grad). Die einstige Insel Umag, die heute eine Halbinsel ist besitzt zahlreiche Überreste aus vergangener Zeit wie z. B. die Festungsmauer mit dem Stadttor und der Zugbrücke, die beide aus dem 10 Jh. stammen sowie eine Kirche aus dem 16. Jh. und den ältesten Leuchtturm Kroatiens aus dem Jahre 1826.
Nach dem Bummel zurück zum Hotel, Koffer verladen und Tommy fuhr uns zum Weingut Fiore.  
Die Eigentümer des Weinkellers Fiore heben vor allem die Weine mit voller Reinheit von der Sorte Istrische Malvazija hervor. Die Verkostung der verschiedenen Weine mit einem Imbiss aus istrischen Spezialitäten war ein Genuss und der perfekte Abschluss dieser 3 Tage.
Die Heimfahrt mit unserem Tommy war recht kurzweilig wurden doch die vergangenen 3 Tage ausführlich besprochen. Schnapserln, gesponsert von Tommy hoben die Stimmung noch einmal. Es war schon dunkel als wir bestens gelaunt Leibnitz erreichten.

Hans Deisenberger

Umagzoom
Radtouren Umag Istrienzoom
 
 
 
 

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