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Hochtour auf den Piz Palü (Hochtour auf den Piz Palü)

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Hochtour auf den Piz Palü

Piz Palü

Die Berninagruppe ist wohl die imposanteste Gletscherregion der Ostalpen und die einzige, welche einen 4.000er-Gipfel besitzt, dem Piz Bernina.

Dieser Gletscher mit seiner grandiosen Bergwelt lock nicht nur Bergsteiger, sondern auch Filmemacher an. 1929 hat der Regisseur Arnold Fanck am Piz Palü einen viel beachteten Film gedreht. Inspiriert durch eine kurze Meldung in der Zeitung über den Überlebenskampf junger Bergsteiger schrieb er das Drehbuch zum Film „Die weiße Hölle am Piz Palü“.

Heidi wurde in den 50er Jahren am Vadret da Morteratsch gedreht. Es ist interessant die Bilder des Morterratschgleter von damals und heute zu vergleichen.

Aber auch James Bond war hier oben zu gegen, es waren nur Sequenzen im Vorspann zum Film „Im Angesicht des Todesl“ von 1984, mit einer höllischen Verfolgungsjagd auf dem Gletscher der Vadret di Scerscen, welche sich
zwischen dem Piz Roseg und dem Piz Palü befindet.

Nun, das Berninamassiv hat seine Attraktivität nie verloren und ist bei Bergsteigern auch heute noch äußerst beliebt. Nebst der Route auf die drei Gipfel des Piz Palü, führt ein Klettersteig am Piz Trovat mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden in den Kletterhimmel. So hatten auch wir am Samstag Zeit diesen schönen Steig zu besuchen.
Natürlich durfte hierbei das Bild mit der Seilbrücke vor dem Hintergrund des Piz Palü und der Bellavista nicht fehlen.


Am Sonntag, nach einem reichlichen Frühstück, machten wir uns auf den Weg den Gletscher zu bezwingen, welchen wir in der Morgendämmerun erreichten. Danach schlang sich der Weg durch ein wunderschönes Gletscherlabyrinth mit riesigen Spalten und Gletscherbrüchen, ein echter Landschaftsgenuss, hinauf zur Schulter des Ostgipfel.
Es folgte die steile Flanke, bevor der letzte Abschnitt über einen messerscharfen Grat führt, welcher unsere vollste Konzentration forderte und Herzklopfen hervorrief. Da ist kein Fehltritt erlaubt. Jedoch die Bilder, die sich auf dem Weg und auf dem Grat boten, sind fantastisch und lösten bei allen Euphorie und Begeisterung aus. Dass uns der Gipfel alleine gehörte, war das Sahnehäubchen darauf. Dementsprechend war die Stimmung. Doch irgendwann geht jeder Gipfelrausch zu Ende und man muss sich wieder an den Abstieg machen.

Von der Aussichtsplattform der Bergstation Diavolezza, was übersetzt so viel heißt wie „Die schöne Teufelin“, beobachten die Tagestouristen das Treiben der Bergsteiger bequem vom Liegestuhl aus. Es erinnert ein wenig an Scheidegg und die Eiger. Und auch uns sah man bestimmt zu, als sich die eine oder andere Person unserer Gruppe in einer Gletscherspalte versenken ließ.

Für jene, die zum ersten Mal an einer solch anspruchsvollen Tour teilgenommen haben, war es ein sehr einschneidendes Bergerlebnis, das sie noch lange begleiten wird.


Führung
Arnold Jäg
er

 
 
 

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