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Hochtour Wilder Freiger, Wilder Pfaff und Zuckerhütl (Hochtour Wilder Freiger, Wilder Pfaff und Zuckerhütl)

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Hochtour Wilder Freiger, Wilder Pfaff und Zuckerhütl

Sonnenaufgang Sulzenauhüttezoom
Anseilen am Gletscherzoom
Gipfelbild Wilder Pfaffzoom
Dehnen auf der Müllerhüttezoom
Zuckerhütlzoom

23.08.19
Nach einer guten Vorbereitung im Vorfeld von Johannes bezüglich Ausrüstungsliste und Organisation der fehlenden Gegenstände, war es nun soweit. Wir trafen uns im Stubaital an der Grawaalm. (Ich separate Anreise von Dachau). Da ich am 26.08. nach der langen Tour nicht noch nach Hause fahren wollte, sagte ich, dass ich am letzten Tag in der Dresdner Hütte übernachte. Daraufhin wurde ich von Johannes gebeten, zum Talschluss zur Gletscherbahn mit meinem Auto mitzufahren, damit die Drei ihr Fahrzeug dort parken konnten um direkt nach der Tour nach Hause zu fahren. Das machte ich natürlich gern. Nun wurde das Gepäck von Johannes gecheckt und er gab mir das fehlende Material wie Karabiner und Eispickel. Mit meinem Auto ging es nun zurück zum Parkplatz der Sulzenau Hütte (Nähe Grawaalm), wo wir Glück hatten, das gerade ein Pp. frei wurde. 14:55 Uhr begann der Aufstieg durch den Wald auf rutschigen Pfaden. Es hatte in den letzten Tagen hier viel geregnet. Unterwegs kamen wir an Ziegen vorbei, die alle recht niedlich fanden. Wir erreichten nach 40 min. Gehzeit steil bergauf die mit Grünflächen und Bächen durchzogene Hochfläche mit der Sulzenaualm, die Schnitzereien am Eingang zierten.

Der weitere Weg am 200 m hohen Sulzenau Wasserfall entlang führte in steilen Serpentinen hinauf. Julia war ganz begeistert von den vielen reifen Heidelbeeren, die es hier in Massen gibt. Auf halber Höhe des Wasserfalls begann es zu regnen. In Regenjacken und setzten den Weg fort. Dabei passierten wir entgegen kommende
Walliser Schwarzhalsziegen, die es mochten, von uns gekrault zu werden. Dabei entstanden viele Fotos.

16:30 Uhr kamen wir an der Sulzenau Hütte 2191 m an und bezogen unser Lager 7 im Nebengebäude, das wir mit 4 anderen Bergkameraden teilten. Da bis zum Abendessen 18:00 Uhr noch Zeit war und das Wetter wieder schön, wollte Julia zur Blauen Lacke. Ich ging mit und nach ordentlicher Menge Heidelbeeren als Vorspeise erreichten wir auf einem einfachen Weg den blauen See, den Gebetsfahnen zierten. Nun hieß es zügig zur Hütte zurück, die wir pünktlich erreichten. Zum Abendessen hatten wir uns alle für „Vegetarisch“ entschieden. Nach Pilzsuppe gab es Gemüseschnitzel mit Reis und Obstkuchen. Schmeckte gut. Wir schauten die heutigen Fotos auf Johannes Handy an. Ein schöner Tag ist zu Ende.

24.08.19
Nachdem 5:45 Uhr der Wecker klingelte, wir 6:15 Uhr beim Frühstück saßen, verließen wir 7:15 bei sonnigem Wetter die Sulzenauhütte. Der gut markierte Weg führte wieder an der Blauen Lacke vorbei, wo wir Fotosession machten, Richtung Gletscher. Nach 1 Std. Gehzeit vorbei an Schafen, machten wir an der Abzweigung
zum Hundsheim Trinkpause mit herrlichem Blick auf See und Sulzenauhütte. Über Blockkletterei ging es in 1,5 Std. zum Gletscher Fernerstube, wo Johannes das Anlegen von Steigeisen und Hüftgurt anordnete. 1,10 Std. passierten wir den Gletscher am Seil zur Lübecker Scharte 3146 m, wo wir die Steigeisen einpackten
und den stellenweise gesicherten und ausgesetzten Grat Richtung Wilder Freiger hinaufkletterten. Alle meisterten es prima. Wir genossen an einer weiteren Scharte den Blick auf die spaltenreichen Gletscher ringsherum und das Becherhaus auf einer Felskuppe gelegen. Nun ging es den anspruchsvollen, teils gesicherten Grat weiter
zum Wilden Freiger hinauf. 12:30 Uhr erreichten alle 4 den Gipfel Wilder Freiger 3418 m und genossen hier bei Windstille die mitgenommene Brotzeit. Vereinzelte Nebelschwaden zogen auf, trotzdem hatten wir Sicht ins Stubaital und den Gipfel Wilder Pfaff, den wir morgen besteigen werden.

Nun ging es am Grat wieder zurück zur Lübecker Scharte. Thomas bot sich an ein Foto von mir von dem „Kletterfelsen“ am Grat zu machen. Ein herzliches Dankeschön dafür. Es ist einfach so schön geworden. An der Scharte Abzweigung zur Müllerhütte ging es hinab zum Übeltalferner Gletscher. Jetzt hieß es wieder
anseilen, Steigeisen an, eine größere Spalte überspringen und auf der anderen Seite wieder hinauf Richtung Müllerhütte, unserem heutigen Ziel. Dabei war am Rand zum Fels wieder eine Gletscherspalte zu queren, durch die das Schmelzwasser schoss. Nachdem die Steigeisen ausgezogen waren, ging es die letzten 100 Hm hinauf zur Müllerhütte 3145 m, wo uns 15:00 Uhr der Wirt mit einem Preiselbeerschnaps begrüßte.

Das Lager 11, indem wir nächtigten, war mit Matratzen und Doppelstockbetten ausgestattet.
Julia kam auf die Idee, Yoga zu machen, alle schlossen sich an. Wir genossen die Dehnübungen im Freien auf der Terrasse im Sonnenschein. Als wieder Nebel herumzogen schauten wir die vielen Fotos von Johannes in der Wirtsstube an. Dann war bis 19:00 Uhr zum Abendessen immer noch viel Zeit, somit spielten wir gemeinsam Mensch ärgere Dich nicht und hatten viel Spaß dabei. Nun genossen wir die frische Brokkoli Suppe, Julia Gulasch mit Grieß, wir 3 Gemüse mit Gries, Pudding mit Rhabarber. Wieder ist ein erlebnisreicher und anstrengender Tag zu Ende.

25.08.19
Nachdem 5:40 Uhr der Wecker klingelte, wir 6:10 Uhr am Frühstückstisch saßen, begann 7:15 Uhr der Aufbruch von der schönen Müllerhütte im herrlichen Sonnenschein. Es ging wieder die 100 Hm hinab zum Übeltalferner Gletscher, wo wir die Steigeisen anlegten. Seilgesichert führte uns Johannes in 30 min. zum Fels des
Wilden Pfaff. Der Aufstieg erfolgte bis zur Hälfte im I er Gelände ungesichert. Im II er Klettergelände wurden wir alle von Johannes gesichert. Die steile Kletterei gefiel uns allen. Nach 2 Std. ab der Müllerhütte standen wir 4 am Gipfel Wilder Pfaff 3456 m. Leider zogen schon wieder Nebel umher. Das Zuckerhütl befand sich vor uns im Blickfeld. Nach schönen Gipfelfotos von uns begannen wir mit dem steilen Abstieg auf der Westseite des Wilden Pfaff anspruchsvoll durch Geröll und Blockgestein hinunter zum Gletscher.

Johannes drängte im Hinblick auf die letzte Gondelbahn 16:30 Uhr zu einem raschen Aufstieg über den Gletscher und Fels hinauf zum Zuckerhütl. Thomas klinkte sich aus und zog es vor, am Pfaffensattel 3344 m auf uns zu warten. Nach einer Stunde Kletterei, von Johannes gesichert, im II er Gelände erreichten wir 3 das Gipfelkreuz des Zuckerhütl, 3505 m. Nachdem Johannes das Seil wieder verstaut hatte und wir den wunderschönen Rundumblick genossen hatten (u.a. zur Schaufelspitze und Bergstation Top of Tyrol), begannen wir mit dem Abstieg. Aufgrund unserer guten Trittsicherheit erfolgte der Rückweg ungesichert. Wieder am Gletscher zogen wir die Steigeisen an, wurden von Johannes ans Seil genommen und waren nach insgesamt 2 Std. wieder bei Thomas.

Jetzt erfolgte der gemeinsame weitere Abstieg über den Sulzenauferner Gletscher zum Pfaffenjoch 3208 m. Hier fragte uns Johannes, wo wir absteigen wollten, hinauf zur Schaufelspitze/Bergstation Top of Tyrol oder über den Fernauferner Gletscher zur Dresdner Hütte/Mittelstation Stubaier Gletscherbahn. Als wir den brüchigen Grat
Richtung Fernaujoch abstiegen, schlug ich vor, aufgrund der sich zügig verschlechternden Wetterbedingungen (Nebel und Gipfel Schaufelspitze bereits in Wolken) direkt zur Mittelstation abzusteigen. Johannes und alle anderen willigten ein. Ein letztes Mal seilte uns Johannes am Gletscher an, ein letztes Mal zogen wir die
Steigeisen an und wir überquerten den Fernauferner Gletscher. Nun ging es die Fahrstraße hinunter zur Mittelstation der Stubaier Gletscherbahn 2308 m, die wir 15:30 Uhr im Regen erreichten. Wir verabschiedeten uns herzlich voneinander, da Johannes, Julia und Thomas heute noch nach Hause fuhren.

Ein herzliches Dankeschön an Johannes, der diese Hochtour sehr gut vorbereitet,
organisiert und durchgeführt hat.

Alles Gute für Euch.....Ihr wart eine coole Truppe....
......vielleicht auf eine gemeinsame Tour im nächsten Jahr....

Petra Kagel

Ich übernachtete in der Dresdner Hütte um am nächsten Morgen den
anspruchsvollen Fernau Klettersteig zu gehen und genoss vom Gipfel Egesengrat,
2631 m den Blick zum Zuckerhütl mit unserem Abstiegsweg. Mittags fuhr ich nach
Hause.

Hier geht es zu den restlichen Bildern der Tour.

 
 
 

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