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Junge Alpinisten - Tour auf den Hohen Sonnblick (Junge Alpinisten - Tour auf den Hohen Sonnblick)

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Junge Alpinisten - Tour auf den Hohen Sonnblick

Nach dem altbekannten Aufstieg zur Fraganter Jugendherberge verbrachten wir einen produktiven Nachmittag im Gebiet der Innerfragant, in dem wir uns für die kommende herausfordernde Tour vorbereiteten. Unser Tourenleiter Dr. Springer Gregor legte zunächst hohen Wert auf die Wiederholung der Ersten Hilfe Kenntnisse, richtiges Verhalten in den Bergen, Kartenkunde und Wetterkunde. Anschließend wurde die Ausrüstung (Seilschaft, Steigeisen, Klettergurt, Eispickel…) gewartet und ausprobiert. Nachdem die Rucksäcke gepackt und alle notwendigen Informationen für die Tour besprochen waren, verbrachte unsere Gruppe von 7 Personen im Alter von 16 bis 24 Jahren einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer.

Mit den morgentlichen Sonnenstrahlen des Tages begann die 1. Etappe unserer Tour. Diese erstreckte sich von der Innerfraganter Jugendherberge über das Schobertörl- Hoher Ochsentrieb- Sauscharte- Schwarzsee- Weißsee. 35.000 Schritte, 1.500Hm und 14km später wurden wir freundlich in der Duisburgerhütte am Fuße des Mölltaler Gletschers willkommen geheißen, wo wir anschließend die Nacht in einer gemütlichen kachelofenbeheizten Hütte verbrachten und mit kärntnerischen Köstlichkeiten versorgt wurden.

Den nächsten Tag begannen wir aufgrund von schlechten Wetterbedingungen mit einem Spielevormittag und waren gezwungen unsere nächste Etappe auf den kommenden Tag zu verschieben. Trotz der immer wiederkehrenden Regenschauer versuchten wir einen weiteren Gipfel zu erklimmen. Nach einem Aufstieg über Fels, Eis und Schneefeldquerungen erreichten wir den auf 3.122Hm gelegenen Gipfel des Scharecks. Der Abstieg in Form einer Rutschpartie über Schneefelder erwies sich als besonders lustig. Rechtzeitig bevor uns der nächste Regen erwischte, kehrten wir in die warme Hütte zurück. Im Laufe des Nachmittags wandelte sich der Regen zu einem Schneesturm um und es blieb uns nichts anderes übrig, als abzuwarten und zu hoffen, dass es schöner werden würde.

Am letzten Tag brachen wir trotz Schlechtwetter motiviert zu unserem Tourenziel, den Hohen Sonnblick auf. Die ersten Höhenmeter legten wir in Sturm und Schnee über die Niedere Scharte zurück mit dem Plan, falls das Wetter nicht besser werden würde, in das Naturfreundehaus Neubau abzusteigen. Zu unserer großen Überraschung hörte der Schneefall bereits bei halber Höhe zur Niederen Scharte auf und das Wetter blieb stabil. So konnten wir weiter über Geröll zur Rojacherhütte aufsteigen. Bereits hier war das Können und die Konzentration unserer TeilnehmerInnen auf die Probe gestellt, da die frische Schneedecke diesen Aufstieg erschwerte. Von der Rojacherhütte ging es dann über einen Klettersteig weiter. Hier wurden alle durch unseren Tourenführer über schwierige Passagen gesichert. Die Müdigkeit in den Beinen machte sich langsam bemerkbar, doch das Wetter wurde etwas besser und die Sonne belohnte uns mit vereinzelten Sonnenstrahlen. Dies motivierte uns erneut voran zu klettern und als wir das Gipfelhaus nach 7h20min erreichten, war die Freude riesengroß. Nun hatten wir auch tatsächlich trotz der Schlechtwetterbedingungen unser Ziel auf 3.106Hm erreicht.

Nach einer kurzen Pause im Zittelhaus ging es allerdings rasch weiter. Wie im Vorhinein geübt, legten wir unsere Steigeisen an und befestigten uns an der Seilschaft. Für die meisten unserer Gruppe war dies eine ganz neue Erfahrung. Nach einigen Metern sahen wir eine Stelle, an der am Vormittag ein Wanderer in eine Gletscherspalte gestürzt war, was uns dazu anhielt, diese Passage vorsichtig, aber rasch hinter uns zu bringen, was uns auch gelang. Anschließend erstreckte sich unser Weg erneut über felsiges Geröll bevor wir auf den Wanderweg kamen, der uns direkt nach Heiligenblut brachte. Das Wetter blieb in dieser Zeit stabil und wir konnten uns müde, aber stolz darüber, diese Tour so souverän gemeistert zu haben, nach fast 11 Stunden in den Bus setzen, um nach Hause zu fahren.

 

Geschrieben von:

Alina Schottak
Gregor Springer
Sarah Pillinger
Nicolas Amberger
Sophie Gschwandner
Anna Stainer
Alessandro Langosco

 
 
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