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Alpenvereinsjugend

Positionen der Alpenvereinsjugend

Die Positionspapiere dienen als inhaltliche Grundlage für die Jugendarbeit der Österreichischen Alpenvereinsjugend. Diese Papiere wurden durch den Bundesjugendausschuss 2011 beschlossen. Das Grundsatzpapier zur Prävention von Diskriminierung und Gewalt wurde beim außerordentlichen Bundesjugendausschuß 2014 beschlossen.

Risiko und Wagnis

Der Alpenverein fördert satzungsgemäß physich und psychisch risikobehaftete Tätigkeiten wie Bergsteigen und andere Natursportarten. In seiner Bildungs- und Jugendarbeit vermittelt er einen verantwortungsbewussten Umgang mit Risikosituationen.

Inklusion von Menschen mit Behinderung

Die Alpenvereinsjugend will seine Möglichkeit als gesellschaftliche Kraft nutzen und in diesem Bereich Verantwortung übernehmen. Die Kompetenz des Alpenvereins im Bereich der vielfältigen Sportarten in der Natur und attraktiver Jugendarbeit sind gute Voraussetzung um Ideen und Angebote weiter zu entwickeln.

Familienarbeit und Arbeit mit Kindern

Wir wollen Eltern und allen, die mit Kindern unterwegs sind, Handlungsfelder in der Natur eröffnen. Dabei halten wir es für wichtig, dass Kinder diese Handlungsfelder selbstbestimmt wählen können. Daneben sollen auch zusätzliche Angebote stehen (Natursport, Spiele, Abenteuer...).

Lehren Lernen

Wir wollen den Menschen als lernendes Wesen auf seinem Weg der Anpassung an neue Anforderungen begleiten. Dazu gehen wir mit Methodenvielfalt, Lernklimagestaltung und partizipativer Grundhaltung auf die Bedürfnisse unserer SeminarteilnehmerInnen ein.

Nachhaltigkeit

Wir sehen es als gesellschaftliche Aufgabe an, an einer soliden Basis in sozialer, emotionaler, psychischer, intellektueller und kultureller Hinsicht mitzuarbeiten.
Kindern und Jugendlichen sollen vielfältige Freiräume gewährt werden, in denen sie in eigenverantwortlichem Handeln Erfahrungen mit den Themen einer „nachhaltigen Weltgesellschaft“ im Sinne der Erd-Charta sammeln können.

Naturbeziehung

Wir wollen diese Zugänge zu Natür-lichen Lebensräumen so öffnen, dass unsere TeilnehmerInnen sie von ihrem gegenwärtigen persönlichen Standpunkt aus auch nützen können.
Wir wollen Gelegenheiten anbieten, bei denen Menschen sich in ihren angestammten „Menschen-Biotopen“ zu Hause und zugehörig fühlen können. Wir wollen aber auch Gelegenheiten anbieten, bei denen Menschen Ausgesetztheit und Abhängigkeit vom Lebensraum spüren.

Partizipation

Als ExpertInnen für ihre Lebenswelt sollen Jugendliche Jugendarbeit mindestens aktiv mitgestalten und wenn möglich mitbestimmen können.
Jugendlichen soll Erfahrungsraum zur Verfügung stehen, den sie für die Entwicklung eines „sich selbst Bewusst-seins“ brauchen.
Jugendlichen sollen Beg-leitende zur Seite stehen, die wachstumförderndes Feedback geben und den Jugendlichen im Gewinn ihres „sich selbst Vertrauens“ Orientierung anbieten können.
Wir als Beg-leitende brauchen eine grundlegende Bereitschaft uns zu bewegen und vor allem auch bewegen zu lassen.
Beg-leitende haben bei der Förderung von Partizipation die Aufgabe, die Vorstellungen von Menschen ernst zu nehmen und zu entwickeln.

Gesundheitsförderung und Prävention

Unser Handeln als Jugendorganisation zur Gesundheitsförderung und Prävention hat vier Dimensionen:

  • Ein soziales Netz, einen Freundeskreis anbieten, der Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen auffängt und trägt.
  • Freizeitkompetenz vermitteln, also Ideen und Handlungsfähigkeiten zu einer selbstgestalteten gesunden Freizeit.
  • Naturbeziehung stärken, die Einbettung in die natürliche Umgebung als Ressource erschließen.
  • Risikokompetenz aufbauen, Herausforderung aktiv aufsuchen und durch eigenes Wahrnehmen – Beurteilen – Entscheiden bewältigen lernen.

Prävention von Diskriminierung und Gewalt

Der Alpenverein und die Alpenvereinsjugend hat sich in einem Grundsatzpapier eine gemeinsame Position zur Prävention von Diskriminierung und Gewalt gegeben.

Aus dem Grundsatzpapier:

"Gegenseitiges Vertrauen und Achtung sind die Basis einer fruchtbaren Zusammenarbeit. In diesem Sinne bekennt sich der Österreichische Alpenverein klar zum Schutz der persönlichen Integrität aller Mitglieder. Er schafft die Basis für offenen Austausch, Enttabuisierung und Sensibilisierung in Bezug auf jegliche Form von zwischenmenschlicher Gewalt und Diskriminerung. Diese Grundsätze gelten zwischen allen im Österreichischen Alpenverein ehrenamtlich Tätigen, allen Mitgliedern und allen hauptberuflich Beschäftigten sowie allen Menschen die in irgendeiner Form Kontakt zum Österreichischen Alpenverein haben".