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Jugendleiterausbildung

Jugendleiterausbildung


Dieser Lehrgang ist von aufZAQ qualitätsgesichert und dem Kompetenzrahmen auf Niveau III zugeordnet

Dieser Lehrgang ist von aufZAQ qualitätsgesichert und dem Kompetenzrahmen auf Niveau III zugeordnet.


Du bist gern in der Natur und am Berg? Du möchtest deine Erfahrungen und dein Wissen weitergeben? Das freut uns sehr! Willkommen bei der Jugendleiterausbildung der Alpenvereinsjugend.

Neben der Ausbildung zur JugendleiterIn gibt es seit 2016 auch die Familiengruppenleiterausbildung.

unterwegs mit Jugendlichen (Foto: Düringer)zoom
 

Teilnahmevoraussetzungen

  • Bereitschaft zur Jugendarbeit
  • Vollendung des 16. Lebensjahres
  • persönliche Eignung

Die Jugendleiterausbildung kann mit der Vollendung des 18. Lebensjahres abgeschlossen werden.

Mit dem Abschluss der Jugendleiterausbildung hast du bereits den Großteil des Lehrgang Alpinpädagogik in der Tasche.

Unsere Jugendleiterausbildung hat sich seit 1979 immer wieder verändert und weiterentwickelt. Mittlerweile ist sie aufZAQ qualitätsgesichert und dem Kompetenzrahmen für die Kinder- und Jugendarbeit auf auf Niveau III zugeordnet. Daraus ergeben sich zwei Ausbildungswege:

  • Für alle, die ihre Ausbildung bereits 2018 oder früher begonnen haben (das Seminar „Basecamp“ besucht haben) gilt Schema alt. Der Praxistag ist nicht Bestandteil der Ausbildung – eine Zuordnung zum Kompetenzrahmen für die Kinder- und Jugendarbeit ist nicht möglich.
  • Für alle die ihre Ausbildung 2019 beginnen (das Seminar „Basecamp“ besuchen), gilt Schema neu. Der Praxistag und dessen Präsentation sind fester Bestandteil der Ausbildung. Diese ist aufZAQ qualitätsgesichert und dem Kompetenzrahmen auf Niveau III zugeordnet.

Für die Jugendleiterausbildung können bereits vorhandene, extern erworbene Qualifikationen (zum Beispiel staatl. geprüfter Bergwanderführer, zertifizierte erlebnispädagogische Ausbildungen, Jugendleiter JDAV,  etc.) nach Einzelfallprüfung anerkannt werden. Diese müssen nachweisbar qualitätsvoll und in mindestens äquivalentem zeitlichem Umfang erworben sein.

Basecamp, Praxistag und Get together können nicht erlassen werden.

Das Zertifikat JugendleiterIn des Österreichischen Alpenvereins wird dir nach erfolgreicher Teilnahme am Ende des Get together überreicht. 

Die Teilnahme am Get together erfordert ...

Den vollständigen und erfolgreichen Besuch der erforderlichen Kurse der Jugendleiterausbildung

Die erfolgreiche Planung, Durchführung und Dokumentation des Praxistages

Dokumentierte Erreichung der Lerngergebnisse laut den beschriebenen Feststellungskriterien

Die fristgerechte Abgabe der Praxisdokumentation bis spätestens vier Wochen vor der Präsentation beim Get together im pdf Format an dein Landesjugendteam.

Die rechtzeitige Anmeldung und freie Plätze

Zusätzlich zu den Kriterien für die Zulassung zum Get together sind für den Erhalt des Zertifikates erforderlich:

Vollendung des 18. Lebensjahres und persönliche Eignung für die Arbeit mit Gruppen im Naturraum (Bestätigung durch Kursleiter des Bundeslehrteam Jugend)

Einzahlung des gesamten Kursbeitrags

Wir empfehlen den Besuch eines Erste Hilfe Kurses (mindestens sechs Stunden, nicht älter als vier Jahre zum Zeitpunkt des Get together). Die Teilnahme am Kurs Erste Hilfe Outdoor Basis-Notfallmanagement der Alpenverein Akademie wird anerkannt.

 

Aufbau Jugendleiterausbildung Schema Neu - ab 2019

Für alle, die 2019 den Einstiegskurs Base Camp besuchen. Die Zuordnung zum Kompetenzrahmen Kinder- und Jugendarbeit auf Niveau III ist möglich.

mit Übungsleiterkurs

Praxistag (mind. 8 Stunden)

Get together (0,5 Tage)

mit Kurs aus Lehrgang Alpinpädagogik

Kurs aus Lehrgang Alpinpädagogik - Jugendarbeit, oder Inklusion (2,5 - 4,5 Tage)

Praxistag (mind. 8 Stunden)

Get together (0,5 Tage)

 

Für alle, die 2018 oder früher den Grundkurs Base Camp besucht haben.

Jugendleiterinnenausbildung bis 2018

Lernergebnisse und Feststellungsverfahren

Um die Jugendleiterausbildung abzuschließen musst du sieben Lernergebnisse erreichen. Für jedes Lernergebnis gibt es ein beschriebenes Feststellungskriterium.

Beurteilungsbogen, zur Dokumentation der festgestellten Lernergebnisse.

Du planst und gestaltest Jugendarbeit im Alpenverein. Dabei übernimmst du eigenverantwortlich Moderations- und Leitungsaufgaben.

Du machst Angebote für Jugendliche zu Bewegung / Natursport und kreativem Gestalten mit und in der Natur unter besonderer Berücksichtigung selbsttätigen und erkundenden Handelns. Dabei lebst du eine fehlerfreundliche Haltung.

Du ermöglichst Jugendlichen Mit- und Selbstbestimmung bei für sie relevanten Inhalten und Entscheidungen (Themen, Touren, Aktivitäten).

Du handelst im Sinne eines respektvollen Miteinanders und der Grenzachtung und kannst im Bedarfsfall entsprechend unterstützen und situationsadäquat intervenieren.

Du hast allgemeine Kenntnisse über die Bedeutung von Gruppenanfangs- und Abschlussphasen und kannst Anfangsphasen mit passenden Warm-Up-Spielen unterstützen sowie Abschlussphasen mit Feedbackmethoden gestalten.

Du kannst Aktionen und Unternehmungen risikobewusst planen und durchführen.

Du präsentierst die Anliegen der Jugend-arbeit oder durchgeführte Praxisaktivitäten situationsadäquat unter Zuhilfenahme geeigneter Präsentationstechniken.

Wer führt das Feststellungsverfahren durch?

Beim Base Camp wird dein Lernerfolg vom jeweiligen Kursleiter aus dem Bundeslehrteam Jugend festgestellt.
Deine Praxisdokumentation wird vom Kursleiter des Get together – Abschluss der Jugendleiterausbildung begutachtet und beurteilt.

Wie läuft das Feststellungsverfahren ab?

Im Basecamp werden die Lernergebnisse mittels Kurzpräsentationen und Rollenspiele festgestellt. 

Für deine Praxisskizze und Praxisdokumentation ist es wichtig, dass du die inhaltlichen Vorgaben ausreichend beschreibst und ausführst. 

Beim Get together - Abschluss der Jugendleiterausbildung präsentierst du die deinen Praxistag in der zur Verfügung gestellten Zeit unter Verwendung passender Präsentationstechniken.

Für die Beurteilung verwenden die Kursleiter einen Beurteilungsbogen. In diesem sind die Feststellungskriterien abgedruckt und werden mit erreicht oder nicht erreicht beurteilt. Für nicht erreichte Lernergebnisse wird von der Kursleitung eine Begründung verschriftlicht. 

Wie erfahre ich die Ergebnisse und wie kann ich Einsicht nehmen?

Beim Base Camp - Einstiegskurs erhälst du eine Teilnahmebestätigung mit dem Verweis
„Erfolgreich teilgenommen“. Das ist die Bestätigung, dass du das Lernergebnis erreicht hast. Wenn du Einsicht nehmen willst, kannst du mit deinem Kursleiter vor Ort die Dokumentation deines Praxisauftritts besprechen. 

Die Beurteilung deiner Praxisdokumentation wird dir von deinem/deiner KursleiterIn des Get together – Abschluss der Jugendleiterausbildung – schriftlich mitgeteilt. 

Kann ich eine Feststellung wiederholen?

Deine Planungsskizze und Praxisdokumentation kannst du maximal ein zweites mal einreichen.
Das Base Camp, oder das Get together kannst du bei nicht erfolreicher Teilnahme noch einmal besuchen.

 

Praxistag

Ziel ist es, Gelerntes in die Praxis zu übertagen und leitende Verantwortung zu übernehmen. Neben der Berücksichtigung ausgewählter Positions- und Grundsatzpapiere kommen erlebnisorientierte Methoden zum Einsatz. 

Du wirst bei der Vorbereitung und Durchführung des Praxistages von einer in der Jugendarbeit des Alpenvereins erfahrenen Person begleitet.

Informationen zum Praxistag, gesammelt auf einen Blick.

Der Praxistag ist der vorletzte Teil der Ausbildung: Die einzelnen Kurse müssen vorher vollständig und erfolgreich absolviert sein. Nach dem Praxistag erfolgt die Teilnahme am Get-together.

Der Praxistagumfasst mindestens 8 Stunden (direkte Kontaktstunden mit Kindern/ Jugendlichen/ Familien) und ist verpflichtender Teil der Jugendleiterausbildung. Zeit für Vor- und Nachbereitung, Dokumentation und Präsentation sind zusätzlich.

Du planst eine Aktivität und führst diese selbständig durch. Dabei übernimmst du leitende Verantwortung. Unterstützt wirst du von einer in der Jugend- oder Familienarbeit erfahrenen Person.
Je nach Projektumfang können auch zwei angehende JGL/FGL dasselbe Projekt planen – die eigene Rolle und Mitarbeit muss aber getrennt dargestellt und beschrieben werden.

Deine Arbeit dokumentierst und reflektierst du in schriftlicher Form.

Es ist möglich, die Kontaktstunden auf mehrere Einheiten zu verteilen. Einzelne Einheiten müssen innerhalb von acht Wochen, mit zumindest 50 % gleichbleibenden Teilnehmenden stattfinden und nach inhaltlich zusammenhängendem Konzept durchgeführt werden.

Die Mindestteilnehmerzahl beim Praxistag ist drei TeilnehmerInnen. Die Gruppe besteht aus Jugendlichen / Kindern / Familien. Die TeilnehmerInnen müssen nicht zwingend AV-Mitglieder sein.

Deine Aktivität findet im Rahmen einer Veranstaltung des Alpenvereins statt
(Sektionsveranstaltung, Camp, sektionsübergreifende Veranstaltung) und wird von der Alpenvereinsjugend ausgeschrieben.

Im Praxistag werden die Ausbildungsinhalte umgesetzt (Bezug zu Kursinhalten, Einhalten der AV-Lehrmeinungen). Es müssen die für das Feststellungsverfahren relevanten Lernergebnisse sichtbar werden.

 

Praxisdokumentation

Die Praxisdokumentation dient vor allem der strukturierten Planung und Nachbereitung deines Praxistages und der Anbindung des Handelns an unsere Positions- und Grundsatzpapiere. Auch wird die Reflexion der Praxis unterstützt. 

Beim Base Camp erfährst du alles zu Praxistag und Praxisdokumentation. Auch wirst du über die Aufgabe deines Mentors, der dich bei Planung und Dokumentation unterstützt, informiert.

Du sendest die Planungsidee (Teil 1) bis zu vier Wochen vor deinem Praxistag an Roman Hoesel - Alpenverein Akademie. Nach Freigabe kannst du den Praxistag im Detail planen und durchführen.

Deine Detailplanung (Teil 2) besprichst du mit deinem Mentor, deiner Mentorin.

Detailplanung (Teil 2), Dokumentation der Durchführung (Teil 3) sowie Abschluss & Reflexion (Teil 4) sendest du bis zu vier Wochen vor dem Get-together an Roman Hoesel - Alpenverein Akademie.

Beim Get-together präsentierst du deinen Praxistag. Das inhaltliche Konzept und deine Rolle als Leitung müssen in der Präsentation erkennbar sein.

Die Planungsskizze und die Praxisdokumentation haben einen formalen und inhaltlichen Anspruch. Bei nicht zufriedenstellender Qualität kann maximal ein zweites Mal eingereicht werden.

Kriterien:

Einhaltung der formalen Kriterien (Abgabezeitpunkt, Information der Ausbildungsleitung, Bezeichnung der elektronischen Dokumente, etc.).

Angemessene Formatierung des Dokuments.

Gliederung der Planungsidee und Praxisdokumentation laut Vorlage.

Klare und detaillierte Ablaufplanung des Praxistages

Klar erkennbare Leitungsfunktion und eigene Leistung bei der Planung und Durchführung des Praxistages.

Klar erkennbare eigene Meinung, Haltung und Zugang zum gewählten Themenfeld.

1.    Steckbrief Praxistag
2.    Beschreibung der Praxisidee
3.    Vorbereitung und Organisation
4.    Detailplanung
5.    Durchführung und Evaluierung
6.    Resümee zur Umsetzung

 

Jugendleiter- und Familiengruppenleiterworkbook

Das Workbook begleitet dich durch deine Ausbildung in der Alpenvereinsjugend. Du findest alle Kurse übersichtlich dargestellt, Platz für Notizen, lesenswerte Kurzbeiträge sowie wertvolle Tipps für dein Engagement.

Das Skriptum zum Grundkurs, die Methodenblätter Orientierung sowie das Übungsblatt Tourenplanung Bergwandern sind Teil des Workbooks.

Skriptum Grundkurs Alpenvereinsjugend
Workbook zur Jugendleiter- und Familiengruppenleiterausbildung