



Das Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit (KOSAR) an der Fachhochschule FH Campus Wien und der Oesterreichische Alpenverein bieten erstmals gemeinsam eine spezifische Weiterbildung für Erlebnispädagogik im Handlungsfeld Sozialarbeit/Sozialpädagogik an!
Lehrgangsleitung:
Dipl. Sozialpäd. Jürgen Einwanger
Ausgangssituation:
Erlebnispädagogik ist einer der wichtigen Ansätze in der sozialpädagogischen Arbeit. Unsere Standortbestimmung deklariert Erlebnispädagogik klar als „Intervention zur Verhaltensänderung von Jugendlichen“. Handlungsmotivation und Qualifizierungsbedarf unterscheiden sich damit deutlich von erlebnisorientierter und freizeitpädagogischer Arbeit.
Durch die hohen Anforderungen, die heute an die „Begleitung“ erlebnispädagogischer Lernprozesse in diesem Handlungsfeld gestellt werden, ist die Verantwortung für alle Beteiligten gestiegen.
Dementsprechend wird ein erhöhter Anspruch an die Kompetenz der im Sozialbereich Tätigen gestellt. Auch die beauftragenden Organisationen arbeiten nur mehr mit entsprechend geschulten MitarbeiterInnen zusammen. ProfessionalistInnen und Einrichtungen sehen daher Bedarf an spezieller Qualifizierung.
Sich einzulassen auf die intensiven Methoden der Erlebnispädagogik setzt eine gezielte Auseinandersetzung mit sich selbst und entsprechende fachliche Qualifizierung voraus. Diese Reflexion zu begleiten und die Qualifizierung zu unterstützen, sind wesentliche Ziele dieses Diplomlehrgangs. Er trägt damit maßgeblich zur Professionalisierung und Stärkung der Erlebnispädagogik in Sozialpädagogik und Sozialarbeit bei.
„Seit 1995 bietet der Oestereichische Alpenverein eine `Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik´ an. Den Erfolg und die breite fachliche Anerkennung verdankt er dabei unter anderem der ständigen Weiterentwicklung der Curricula. Ziel war und ist es, die Ausbildung kontinuierlich an die sich verändernden Anforderungen des beruflichen Umfeldes anzupassen.
Durch die Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit an der FH Campus Wien und dem neuen Curriculum werden erneut die Qualität und der Status der Ausbildung sowie die Qualifikation und Anerkennung der AbsolventInnen gesteigert. Sie sind für die sozialpädagogischen Anforderungen des Arbeitsmarktes bestmöglich vorbereitet.“
Dipl. Sozialpäd. (FH) Jürgen Einwanger, Lehrgangsleitung
Ziele:
Ziel des Diplomlehrgangs ist es, die Teilnehmenden für Tätigkeiten im erlebnispädagogischen Kontext bestens vorzubereiten.
Der/Die Diplom Erlebnispädagog/e/in ist qualifiziert ein erlebnispädagogisches Konzept professionell und eigenverantwortlich operativ auszuführen. Er/Sie ist Auftragnehmer/in oder Angestellte/r einer Organisation die erlebnispädagogische Konzepte und Aktivitäten beauftragen/durchführen.
Kompetenzen der AbsolventInnen
• Konzeption kleinerer erlebnispädagogischer Maßnahmen
• Ausführung auch komplexer erlebnispädagogischer Projekte
• Anamnesen, Bedarfseinschätzung und Konzepte als Arbeitsgrundlagen verstehen und resultierende Maßnahmen reflektiert umsetzen können
• Betreuung von Jugendlichen (Beziehungsaufbau, Zielerarbeitung, Unterstützung bei Zielumsetzung, Umgang mit Krisen und Konflikten)
• Administration (Berichtslegung, Dokumentation, Abrechnung)
Gruppengröße pro Lehrgang: 10-12 TeilnehmerInnen
Zugang:
Interessierte aus der Jugendarbeit nehmen am Einstiegsseminar teil. Erst nach diesem Seminar fällt die Entscheidung für eine Aufnahme in die Ausbildung.
Voraussetzungen für die Bewerbung
1. Ausbildung und Erfahrung
• Abschluss einer Ausbildung/eines Studiums im Bereich Sozialarbeit/Sozialpädagogik und entsprechende Berufstätigkeit in diesem Arbeitsfeld, oder
• Abschluss einer anderen pädagogische Ausbildung und begleitend zum Diplomlehrgang in der Sozialen Arbeit tätig, oder
• Nachweis von mindestens drei Jahren Berufserfahrung in der Sozialarbeit/Sozialpädagogik
Über die Anerkennung vergleichbarer Abschlüsse als Voraussetzung für die Bewerbung entscheidet die Lehrgangsleitung.
2. Eigene Motivation
• Durch die Teilnahme am Einstiegsseminar soll für Interessierte aus der Jugendarbeit (die nach ihrer Selbsteinschätzung die Zulassungsvoraussetzungen für den Lehrgang erfüllen) die Möglichkeit entstehen, sich gut informiert für oder gegen eine Bewerbung zu entscheiden.
3. Empfehlung durch das Lehrteam
• Für die Lehrteammitglieder soll während des Einstiegsseminars die Möglichkeit einer ersten Einschätzung der Interessierten entstehen – ihre Empfehlung ist Voraussetzung für die Bewerbung.
4. Gesundheit
Die TeilnehmerInnen müssen in guter gesundheitlicher und psychischer Verfassung sein (Nachweis durch medizinischen Auskunftsbogen und ggf. ärztliche Bestätigung).
Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind dann bitte Bewerbung ausfüllen und senden an:
Oesterreichischer Alpenverein
Dipl. Sozialpäd. Jürgen Einwanger
Olympiastraße 37
6020 Innsbruck/Austria
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Dipl. Sozialpäd. Jürgen Einwanger (Ausbildungsleiter):
juergen.einwanger@alpenverein.at / 0043(0)676-6709607
Lehrgang Erlebnispädagogik:
• Turnus 2011-12: Kursbeschreibung, Termine, Kosten, Materiallisten, etc.