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Alpenvereins-Jugend
 
  

Lehrgang Erlebnispädagogik Turnus 10-12

Lehrgangsbeschreibung:

Einstieg: „Ich « » Gruppe « » Natur - Grundlagen alpiner Erlebnispädagogik“ (4,5 Tage)

Termin/Ort:
Termin 1: Mo. 13.09. – Fr. 17.09.2010 Weißbach bei Lofer (Sbg) / Ferienwiese Weißbach => BUCHEN
Termin 2: Mo. 11.04. – Fr. 15.04.2011 Arco (I) / Zeltplatz Laghel => BUCHEN

TeilnehmerInnen: Mind.: 8 Max.: 16 TN (je Termin)
ReferentInnen: Mag. Beate Einetter; Kristine Rohwedder; Hannes Bonneberger
Thema/Inhalt:
Die Teilnahme an diesem Seminar ist für alle Interessierten offen! Die Entscheidung über die Teilnahme an der gesamten Zusatzqualifikation fällt erst nach diesem Modul.

Für die intensive pädagogische Arbeit mit Naturerlebnissen sind eigene Motivationsklärung und Schaffung eines gemeinsamen Basisverstehens wichtig. Grundlagenwissen, Erfahrungen mit erlebnispädagogischer Arbeitsweise und eine erste Auseinandersetzung mit prozessorientiertem Arbeiten sollen Einblicke und grundlegende Kompetenz vermitteln.

Für jene, die sich für die Teilnahme an dem gesamten Lehrgang bewerben wollen, soll in diesem Seminar außerdem ein guter und fruchtbarer Boden für die gemeinsame Ausbildungszeit bereitet werden.

Die Teilnahme am Einstiegsseminar steht allen Interessierten mit entsprechendem fachlichen Hintergrund offen. Dieses Seminar wird zunächst einzeln gebucht. Erst im Anschluss ist eine Bewerbung für den Lehrgang möglich.

Modul 1: Selbstkonzept und Gruppendynamik (6 Tage)

Termin/Ort: So. 29.05. – Sa. 05.06.2011 (Plus je ein An- u. Abreisetag) / Abruzzen (Italien)
TeilnehmerInnen: Mind.: 8 Max.: 16 TN
ReferentInnen: Kristine Rohwedder; Mag. Andreas Zimmermann
Thema/Inhalt:
In diesem Modul konzentrieren wir uns auf unser individuelles „Lebens-Konzept“.

Praktische Eigenerfahrung und reflexiver Umgang miteinander ermöglichen eine wertvolle Lernerfahrung. Fundiertes Wissen über gruppendynamische Abläufe, Wahrnehmungsphänomene und individuelles Erleben in der einmaligen Umgebung des italienischen Apeninns prägen diesen wertvollen Teil der Ausbildung. Hier geht es nicht unmittelbar um „Veränderung“, sondern um (Sich)-Erkennen und Erleben des (Un)-Bewusstseins als Kernkompetenz meiner Leitungsrolle.

Die verwendeten Methoden sind später als Multiplikator durchführbar und anwendbar.


Modul 2: „Aktion => Reflexion => Transfer “ (5,5 Tage)

Termin/Ort: Mo. 29.08. – Sa. 03.09.2011 Windischgarsten (OÖ) / Villa Sonnwend
TeilnehmerInnen: Mind.: 8 Max.: 12 TN
ReferentInnen: Mag. Beate Einetter + GastreferentInnen
Thema/Inhalt:
Aufbauend auf den gemachten Erfahrungen in den ersten beiden Kursmodulen wird in diesem Seminar die Theorie und Praxis erlebnispädagogischen Handelns vertieft.

In Bezug zu den gemachten Erfahrungen wird die Brücke zwischen Selbstwahrnehmung, Leitungskompetenz und der Arbeit mit Jugendlichen geschlagen. Dabei sind Methodik, Didaktik und Lernmodelle der Erlebnispädagogik ebenso wichtig, wie die Klärung von Anforderungsprofilen und der Entwicklung von Trainings- und Praxisprojekten. Verschiedene praktische Methoden stehen als Lern- und Wahrnehmungsmöglichkeit zur Verfügung.

Für die Auseinandersetzung mit der individuellen Handlungskompetenz und zur Vertiefung der zahlreichen theoretischen Aspekte werden u.a. kooperative Übungen und eine Höhlenbefahrung angeboten.



Modul 3: „Sozialpädagogische Diagnostik“ (2,5 Tage)

Termin/Ort: Fr. 21.10. – So. 23.10.2011 Montafon (Vbg) / Haus Gabs
TeilnehmerInnen: Mind.: 8 Max.: 12 TN
ReferentInnen: Dr. Martina Gasser
Thema/Inhalt:
Die Möglichkeiten sozialpädagogischer Diagnostik in "Natur" und mit Hilfe von Naturmaterialien sind der Inhalt dieses Seminars.

Gerade bei lang- und mittelfristigen erlebnispädagogischen Projekten ist der Ruf nach einer geeigneten Diagnostik verständlich. Oft ist es sinnvoll, die psychologische Diagnostik durch eine sozialpädagogische zu ergänzen. Die TeilnhemerInnen lernen praktische diagnostische Methoden kennen. Mit diesen können sie die Situation von Jugendlichen und deren Lebensgeschichte besser verstehen und daraus entsprechende Handlungspläne erstellen.

In der Praxis geben diese Methoden nicht nur den BetreuerInnen, sondern auch den Jugendlichen Informationen, anhand derer sie ihre Selbsteinschätzung verbessern und Wirkungszusammenhänge erkennen können.



Modul 4: „Erste Hilfe Outdoor“ (2,5 Tage)

Termin/Ort: Fr. 11.11. – So. 13.11.2011 Windischgarsten (OÖ) / Villa Sonnwend
TeilnehmerInnen: Mind.: 8 Max.: 12 TN
Referent: Kristine Rohwedder
Thema/Inhalt:
Viel Erlebnispädagogische Maßnahmen finden „abseits der Zivilisation“ statt. Oft steht professionelle Rettung kaum oder nur sehr langsam zur Verfügung. Dieses Notfalltraining bereitet gezielt auf die entsprechende Situation vor.

Erste Hilfe kann, wenn sie richtig angewandt wird, Leben retten. Im Outdoor-Bereich ist sie umso wichtiger, da fremde Hilfe nicht immer sofort zur Verfügung steht. Außerdem sind die LeiterInnen mit sehr unterschiedlichen Verletzungsmöglichkeiten und oft komplexen Gruppensituationen konfrontiert. Das Spannungsfeld "Unfall-Leitung-Gruppe" steht daher neben den Erste Hilfe Maßnahmen und typischen Verletzungen im Mittelpunkt. Der inhaltliche Bogen spannt sich von Unfallprävention bis Hubschraubereinweisung.

Theorieeinheiten indoor und Unfallszenarien outdoor wechseln sich ab; dabei wird die Komplexität im Seminarverlauf gesteigert.


Modul 5: „Alpine Erlebnispädagogik im Winter“ (4 Tage)

Termin/Ort: Do. 19.01. – So. 22.01.2012 St. Jodok (T) / Gasthof Lamm
TeilnehmerInnen: Mind.: 8 Max.: 12 TN
Referent: Hannes Bonneberger + GastreferentInnen
Thema/Inhalt:
Abseits von gesicherten Pisten bietet der „Winter“ die Möglichkeit zur besonderen Herausforderungen – diese sollen in diesem Seminar spürbar werden.

Eine abgeschiedene Winterlandschaft spricht für sich! Ruhe, Klarheit und Authentizität liegt in der Luft. Der Verbleib in der Komfortzone braucht soziale Sicherheit und gute Vorbereitung. Beim Bau eines Winterbiwaks und der Übernachtung im Freien werden Selbstkonzept und Leitungsfähigkeit unter Umständen auf die Probe gestellt. Ein guter Anlass sich auch mit pädagogischen Angstthemen wie „Recht“ und „Umgang mit Risiko“ auseinanderzusetzen.

Ob Schneeschuhgehen, Iglubau oder Spiele im Schnee – der Winter bietet viele Möglichkeiten auch in dieser Jahreszeit praktisch zu arbeiten – einiges davon wollen wir ausprobieren und die Umsetzbarkeit in der Jugendarbeit thematisieren.


Modul 6: „Prozess- und lösungsorientierte Methoden in der Natur“ (4 Tage)

Termin/Ort: Do. 17.05. – So. 20.05.2012 Windischgarsten (OÖ) / Villa Sonnwend
TeilnehmerInnen: Mind.: 8 Max.: 12 TN
ReferentInnen: Dr. Martina Gasser
Thema/Inhalt:
In diesem Modul beschäftigen wir uns mit kreativen Methoden zur ressourcenorientierten Arbeit mit Jugendlichen.

In einer individuellen Prozessgestaltung sollen innerpsychische, soziale und systemische Entwicklungsprozesse aufgezeigt und verstärkt werden. Prozesshaftes Arbeiten bedeutet dabei, die Lernziele und Methoden an die Ressourcen und Bedürfnisse unserer Klienten anzupassen und folgt den Inhalten, die in der gemeinsamen "Arbeit" auftauchen. Dieser Ansatz beruht auf der Überzeugung, dass alles, was ein Mensch für einen positiven Lernprozess braucht, bereits bei ihm vorhanden ist.

Wir gehen von einer Komplexität von Einflussgrößen aus, die auf Grund unseres systemischen Verständnisses in diese Arbeit mit integriert werden – diese Integration braucht Sicherheit im Umgang mit Prozessen und Methoden.



Modul 7: Fachsportliche Ausbildung - Übungsleiter des Oesterreichischen Alpenvereins (5-7 Tage)

Termin/Ort: (ganzjährig/überregional)
TeilnehmerInnen: Mind.: 6 Max.: 14 TN (je Kurs)
ReferentInnen: Mitglieder der jeweiligen Lehrteams
Thema/Inhalt:
„Übungsleiter des Oesterreichischen Alpenvereins“ ist ein Qualitätssiegel! Diese fachsportlichen Ausbildungen bereiten auf die Leitungstätigkeit im jeweiligen Handlungsfeld vor.

Für die Zusatzqualifikation anerkannte Übungsleiter werden (voraussichtlich) sein:
• Übungsleiter Wildnistrekking
• Übungsleiter Natursport integrativ
• Übungsleiter Kanu
• Übungsleiter Mountainbike
• Übungsleiter Klettern alpin
• Übungsleiter Sportklettern
• Übungsleiter Schitouren / Snowboardtouren
• Übungsleiter Hochtouren
• Ausbildung zum Seilgartentrainer (mobil und/oder stationär) des Trägerverbundes
» Inhalt des gewählten ÜL-Kurses sollte im Projekt angewendet werden!


Praxis:
Die „Praxis“ nimmt im Rahmen der Zusatzqualifikation eine zentrale Stellung ein. Sie dient vor allem der Möglichkeit der begleiteten Praxiserfahrung.

Entsprechend dem inhaltlichen und strukturellen Anspruch an „erlebnispädagogisches“ Arbeiten wird in der Gestaltung der „Praxis“ speziell auch auf die für die Begleitung pädagogischer Prozesse unabdingbaren Faktoren „Zeit und Beziehung“ Wert gelegt. Das heißt unter anderem, dass Ziele, die mit und für die Klienten erreicht werden sollen Ergebnis einer sinnvollen Anamnese sind und ihre Erreichung mit angemessenen Instrumenten überprüft werden.

Praxisprojekt; am Klienten mind. 75 Zeitstunden (Die Arbeit mit Klienten beginnt frühestens nach erfolgreich abgeschlossenem Modul 4 und endet rechtzeitig vor dem Abschlusskolloquium)
Gruppen und Einzelsupervision zum Praxisprojekt 6 Zeitstunden
Schriftliche Facharbeit in Peergruppen: 45 Zeitstunden


Abschluss: Kolloquium (2 Tage)
Termin/Ort: Fr. 12.10. – So. 14.10.2012 Windischgarsten (OÖ) / Villa Sonnwend
TeilnehmerInnen: Mind.: 8 Max.: 12 TN
ReferentInnen: ReferentIn des Lehrteams
Das Kolloquium ist der letzte Baustein der Zusatzqualifikation!

• Präsentation der Projekte und anschließende fachliche Auseinandersetzung
• Fallsupervision und Leiterfeedback durch das Lehrteam
• Rückmeldegespräche unter den Teilnehmenden sowie zwischen Lehrteam und Teilnehmenden
• Vergabe der Zertifikate
• Selbstreflexion
• Auswertung der Gesamtausbildung

Durch diesen hier möglichen Austausch von Praxiserfahrungen entsteht noch einmal eine ganz spezieller „Wissenspool“! Diesen zu nutzen, den eigenen Entwicklungsweg und die Ausbildung zu reflektieren – dafür soll noch einmal Zeit sein.


Angaben ohne Gewähr! Inhalte, Termine, Orte, ReferentInnen und Kosten können sich evtl. noch verändern!



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