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Ski & Ice

Nachdem immer mehr Bergdohlen dabei sind, sich in das Eisklettergeschehen einzumischen bzw. den Willen dazu endlich verwirklichen wollten, musste ein Stützpunkt her, der gut erreichbares, einsteigerfreundliches Eis bietet. Gleichzeitig sollte ein ansprechendes Tourenrevier für Abwechslung sorgen bzw. denen als Spielwiese dienen, die der winterlichen Vertikalen dann doch nicht so viel abgewinnen können. So machten sich am Freitagmorgen sechs Bergdohlen auf den Weg nach Osttirol, das mit bestem Wetter auf uns wartete. Dort angekommen zogen Ann, Matze und Flo mit Ski bzw. Splitboard dem Hochgasser (2922 m) entgegen. Während der Aufstieg mehrheitlich durch windbehandelten Schnee führte, fanden wir für die Abfahrt eine einsame Variante über weitläufige Hänge Richtung Felbertauern. Erst am Ende erwartete uns in den südexponierten Hängen Bruchharsch der übleren Sorte. Der Nahblick auf die beeindrucken Gletscherflächen des Großvenedigers entschädigten dafür allemal. Die andere Hälfte (Sponi, Kathrin und Micha) machte sich derweil an allen möglichen Varianten am Gasthausfall zu schaffen und zwar so lange, dass die Skitourengeher ihnen noch durch die Panoramascheiben des Saunabereichs zuschauen konnten ;-).

Am Abend vervollständigten Verena, Lotta und Marcel unsere Truppe und wir verbrachten einen lustigen Abend im geräumigen Jungszimmer mit Gesprächen über allerlei Belangloses (wie oft cremt ihr so eure Hände ein…?).
Am Samstag teilten wir uns in drei Gruppen. Die Größte (Ann, Kathrin, Verena, Micha) zog es in kompetenter Begleitung von Anns Vater zum Silling, dessen Gipfelhang noch mit gutem Pulver aufwartete. Matze, Sponi und Flo gingen auf der Gegenseite vom Tauernhaus, der einzigen komplett nordseitigen Tour im Gebiet, den Wildenkogel (3021) an, der nur was für „Profis“ sein soll. Bei den angetroffenen Bedingungen (hohe Schneelage, Pulver und entspannte Lawinensituation) war der Anstieg aber nur halb so wild. Marcel und Lotta verbrachten den Tag derweil im Eis, erst am Gasthausfall, später im Eiskletterpark und waren wiederum deutlich länger unterwegs als die „faulen“ Tourengänger.

Bei aufziehender Wetterverschlechterung am Sonntag tobten sich Lotta, Marcel, Kathrin und Sponi unter anderem auch beim Drytoolen im Eiskletterpark aus, bis die Arme brannten. Die Skitourenfraktion (Verena, Ann, Matze und Flo) wollten es auch nochmal wissen und nahm sich die eher exotische Graue Schimme vor. Letztlich wurde es aufgrund der schlechter werdenden Sicht und des starken Windes der etwas niedrigere Graukogel (2985 m). Für manche waren die 4500 hm in drei Tagen dennoch voll ;-).

Nach gemeinsamen Kaffee und Kuchen im Tauernhaus ging es mit vielen Höhenmetern und Seillängen zufrieden zurück nach Innsbruck. Osttirol war auf jeden Fall eine Reise wert und bietet noch viel Potential zum Entdecken!

 
 
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