Mitglied werden
zur Anmeldung

Skitour Hohen Köpfe, 25.11.2017

69

Voller Vorfreude starten wir an einem Samstagmittag im November ob der doch schon guten Schneelage einen vielversprechenden Bergdohlenskitourenausflug. 

Leider sollte der Wetterbericht Recht behalten und schon bald finden erste Regentropfen den Weg auf die Windschutzscheibe des Autos. Dennoch nicht abzuhalten, setzen wir unseren Weg Richtung Paznauntal fort und stellen zu unser aller Freude fest, dass der Startpunkt unserer Skitour gleichzeitig den Übergang zwischen Regen- und Schneefall darstellt. Im dichten Schneetreiben kann der Weg zur Friedrichshafener Hütte beginnen und die 600 Höhenmeter Aufstieg werden trotz Stollen von allen gut gemeistert. Von der Gemütlichkeit sowie Geräumigkeit der Selbstversorgerhütte überrascht, machen wir es uns wohnlich, besonders wird darauf geachtet, keine Nässe in den Wohnraum zu bringen – ein Unterfangen, das sich mit 10 Leuten als gar nicht so einfach herausstellt. Während sich die einen fürs Kochen begeistern können, wird von den anderen Eiswasser sowie Holz geholt. Und zudem bleibt in den letzten hellen Minuten Zeit, eine LVS-Übungseinheit zu absolvieren, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. 

Kulinarisch erwartet uns ein 3-Gänge-Menü: einer Frittatensuppe folgt ein geschmacklich ausgewogenes Couscousgemüse, um schließlich von Schokokuchen abgerundet zu werden. Begleitet wird dies von Rotwein sowie frisch aus dem See geholtem Wasser und Tee. Wohlgesättigt bleibt noch Zeit für eine Spielerunde, wobei „Werwolf“ eine wohl ungeahnte Überzeugungskraft mancher Spieler ans Tageslicht rückt. Vertieft ins Spiel, muss das Feuer mangels Nachlegen des Holzes zweimal neu entfacht werden. Spät abends erreicht der noch fehlende Teilnehmer die Hütte, der bei Dunkelheit und Schneefall und daraus resultierender schlechter Sicht wohl Dank des GPS den Weg gefunden hat. Entgegen des ursprünglichen Vorhabens, zeitig ins Bett zu gehen, wurde Mitternacht. Der morgendliche Blick aus dem Fenster lässt Gutes versprechen. 

Und wir sollten nicht enttäuscht werden, die Sonne blinzelt immer wieder hinter den Wolken hervor und wir genießen einen schönen Aufstieg im Neuschnee. Aufgrund der von uns als ernst zu nehmend eingeschätzten Lawinengefahr bleiben wir unter 30° Hangneigung. Nach leider nur 600 Höhenmetern Aufstieg erreichen wir schon bald unseren Gipfel, die Höhen Köpfe. 

Die Gipfelrast fällt ob der Eiseskälte – aggraviert durch leichten Wind – kurz aus. Umso mehr wird die Abfahrt belohnt: wir wedeln bzw. boarden (unsere 2 Splitboarder) durch wunderbaren Pulver in Richtung Hütte. Nach nachgeholter Jause und gründlicher Säuberung der Hütte können wir es uns trotz einigen Zögerns nicht nehmen lassen, wiederholt ein Stück aufzusteigen, um das Gefühl der unendlichen Freiheit im Tiefschnee noch einmal zu erleben. Wohl einige Kratzer reicher (den Steinen auf dem Forstweg war nicht gänzlich auszuweichen) erreichen wir schließlich nach einer gelungenen Tour wohlbehalten unseren Ausgangspunkt wieder.

 
 
<
>