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Tuxer Alpen
Lizumer Hütte, 2.019 m Kategorie I , Ausgezeichnet mit dem Umweltgütesiegel
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Zur Kritik von Thorsten : "Die Hütte wurde kaputtsaniert" Hallo Thorsten! Jeder darf seine Meinung haben, deine Behauptung zur Hütte
ist höchst subjektiv und zeigt von großer Unkenntnis. Damit sich aber künftige
Hüttengäste objektiv informieren können, hier einige Fakten: Du irrst, die Hütte ist weder riesig noch ein „Hotel“, sie hat nach der Sanierung nicht mehr Betten als vorher. Im alten Zustand wäre die Hütte ohne Sanierung behördlich gesperrt worden. Zimmerlager, Küche, Feuchtigkeit, Hygienevorschriften, Brandschutz, Lawinenschutz etc. entsprachen nicht mehr den Sicherheitsvorschriften, aber auch nicht mehr den Wünschen der Hüttengäste. Der Hüttenaltbestand hatte keinen Keller, daher waren die Mauern feucht. Nun gibt es einen Untergeschoss mit Vorratsräumen, einen Schuh- u. Trockenraum (bisher ein großes Manko) und zwei Zimmerlager. Weil ein Neubau neuen technischen Vorschriften unterliegt, mussten alle Fenster als neue Lawinenschutz-Sicherheitsfenster eingebaut werden. Auch wurden div. Wandstärken für die Betonmauer im Fundament und EG vorgeschrieben. Um das Hüttenbild zu erhalten, haben wir freiwillig die Mauer rund ums EG wieder als Natursteinmauerwerk aufgeführt, um das um das originale Hüttengesamtbild zu erhalten. Den Hüttengästewünschen nachkommend, gibt es nun kleinere Zimmer mit Waschbecken, kleinere Zimmerlager, Trockenraum, Duschen - kurz alles, was die Gäste stets urgiert haben und nun einfach auch auf einer einfachen Hütte verlangen und genießen. Übrigens wurden im Altbestand der fast 100-jährigen Hütte die alten Original-Gaststuben komplett erhalten, auch als Zeichen der Wertschätzung gegenüber Handwerkern und Bauleuten vor 100 Jahren! Im Altbestand gab es keine ordentliche Pächterwohneinheit und keine Zimmer für das Personal, keine WC und keine Duschen. Das wäre heute nicht nur behördlicherseits nicht mehr erlaubt, sondern haben wir selbst als den Hüttenleuten und dem Hüttenteam gegenüber als unzumutbar gefunden. Sie wohnen schließlich fast zehn Monate dort. Auch wurden Fluchtstiegenhaus, Brandschutztüren mit einer
gewissen Mindestbreite etc. vorgeschrieben. (Das wird allen Hütten nun
vorgeschrieben) Was die „Selbstversorgerei“ angeht, hab ich meine eigenen Erfahrungen, da ich laufend auf unseren Hütten in Tirol und Südtirol/Italien unterwegs bin und von vielen Hüttenwirten, von hüttenbesitzenden Sektionen, aber auch von AV-Mitgliedern darauf angesprochen werde, die diese §§ mit Infra-Beitrag als in der Praxis nicht für vernünftig und friktionsfrei zu handeln erachten. Es geht nicht darum, dass jemand, der wenig Geld hat, für sich sparsam mit seinem Geld umgehen muss. In solchen Fällen gibt’s von vielen Wirtsleuten gerne kostenlos eine Suppe. Ärgerlich ist vielmehr die organisierte Selbstversorgerei in Gruppen aus Gedankenlosigkeit, wo die einzelnen Leute rucksackweise Fressalien und Alkoholika mitschleppen oder sich gar vom Hüttenwirt mit der Seilbahn bringen lassen, gleich für mehre Tage Hüttenaufenthalt, im Endeffekt im Tal um nix billiger einkaufen als ein Bergsteigeressen oder ähnliches, aber dann auf den Hütten plötzlich „sparen“ müssen. Und auch noch in den Zimmern kochen und Alkoholika konsumieren und den Restmüll einfach irgendwo deponieren, sei es auch unter den Matrazen. Und auch zum Nulltarif sich heißes Wasser aus den Duschen besorgen, um zu kochen… All das sind unerfreuliche Auswüchse des Selbstversorgens, die einer „mitgliedergerechten, kundenfreundlichen Lösung“ bedürfen. Deinen Einzelfall soll der Hüttenwirt klären, es war sicher kein gutes handling. Auch von DAV-Hütten ist solches schon an mich schon herangetragen worden. Von Friesenberghaus und Tissihütte, die ich selbst kenne, hab ich auch schon anderes gehört. Weil es letztlich nicht klar geregelt ist, und die Alpenvereine die Regelung vor Ort dem Wirt überantwortet haben, was ein Unding ist. Das Regelwerk ist ungenau und reformbedürftig. Wenn es den großen Alpenvereinen die „Selbstversorgerei“ so
ungemein wichtig ist, sollen sie die hüttenbesitzenden Sektionen mit einem
Pauschalbetrag entlasten. Denn wie kommen einzelne Sektionen, die die Last
einer Hütte aus Solidarität für die Gesamtvereine auf sich nehmen, dazu, den
Bonus für einzelne Mitglieder oder die Mitgliedervorteile für alle, allein zu
tragen, mitzufinanzieren? Das kann mir keiner glaubhaft erklären und kann mich
niemand ausargumentieren. Mit herzlichem Alpenvereinsgruß Gerald |
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Gerhard Nesvadba, nessy EDV-Dienstleistungen
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